Tagesrückblick: US-Märkte 19.02.2026

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Der US-Aktienmarkt schloss am Donnerstag, den 19. Februar 2026, mit Verlusten ab, wobei insbesondere der Technologiesektor und der Bereich Private-Equity die Indizes belasteten. Während starke Ergebnisse aus dem Industriesektor einige Verluste begrenzten, überwog die Vorsicht der Anleger aufgrund geopolitischer Risiken und neuer Bedenken hinsichtlich der Rentabilität von Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Entwicklung der wichtigsten Indizes

  • Dow-Jones-Index: Der Index der Standardwerte verzeichnete ein Minus von 0,55 % (bzw. 0,54 %) und schloss bei 49.389 Punkten.
  • S&P 500: Der marktbreite Index verlor 0,28 % und endete bei 6.861 Zählern.
  • Nasdaq: Der Index der Nasdaq-Börse (bzw. Nasdaq 100) gab zwischen 0,31 % und 0,41 % nach und schloss bei 22.682 Punkten.
  • VIX (Volatilitätsindex): Die Marktunsicherheit nahm zu, wobei der VIX wieder die Marke von 20 erreichte.

Zentrale Belastungsfaktoren

1. KI-Skepsis und Tech-Verluste: Innerhalb des Technologiesektors wuchsen die Zweifel, ob die massiven Ausgaben für KI-Infrastruktur zeitnah zu den erhofften Umsatzsteigerungen führen. Zudem fürchten Anleger, dass KI-Tools bestehende Geschäftsmodelle in Branchen wie Software und Logistik stören könnten. Chiphersteller wie Western Digital (-4 %), Seagate Technology (-3 %) sowie Intel und NXP Semiconductors (jeweils über -2 %) gehörten zu den Verlierern des Tages. Die Schwergewichte Nvidia und Apple gaben ebenfalls nach und drückten auf die Stimmung.

2. Krise im Private-Credit-Sektor: Verunsicherung löste der Vermögensverwalter Blue Owl Capital aus, der die Rücknahmen aus einem seiner Private-Credit-Fonds einschränkte. Dies schürte Ängste vor Liquiditätsproblemen in der gesamten Branche und zog die Aktien von Konkurrenten wie Apollo, Blackstone und KKR mit nach unten.

3. Geopolitische Spannungen: Die Furcht vor einem militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran belastete den Markt. Ein US-Militäraufmarsch im Nahen Osten und Aussagen der UN-Atomaufsicht über das schwindende Zeitfenster für diplomatische Einigungen führten zu Unsicherheit. Infolgedessen stiegen die Ölpreise deutlich an; WTI-Rohöl kletterte um über 1 % auf ein 6,5-Monats-Hoch.

Einzelwerte im Fokus

  • Walmart: Der Einzelhandelsriese gilt als wichtiger Taktgeber der US-Konjunktur. Trotz solider Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen die Aktien um 1,4 %, da das Unternehmen eine konservative Prognose für das Geschäftsjahr 2027 abgab und der neue Konzernchef John Furner für Verunsicherung sorgte.
  • Deere & Co: Das Unternehmen war ein Lichtblick mit einem Kursplus von 11,6 %, nachdem die Jahresprognose aufgrund einer erwarteten Erholung der Agrarwirtschaft angehoben wurde.
  • Klarna: Der Zahlungsdienstleister enttäuschte mit tiefroten Zahlen und einem Nettoverlust von 26 Millionen Dollar, was die Aktie um mehr als 25 % einbrechen ließ.
  • eBay und Etsy: eBay-Aktien legten um 3 % zu, während Etsy-Titel sogar um 9 % stiegen. Grund war der Verkauf des Mode-Marktplatzes Depop von Etsy an eBay für knapp 1,2 Milliarden Dollar.
  • Carvana: Der Online-Gebrauchtwagenhändler verzeichnete ein Minus von etwa 8 % aufgrund enttäuschender Quartalszahlen und gestiegener Kosten.

Wirtschaftliche Daten und Fed-Politik

Die Konjunkturdaten lieferten gemischte Signale. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 206.000 auf ein 5-Wochen-Tief, was für einen starken Arbeitsmarkt spricht. Auch der Philadelphia Fed Index für das verarbeitende Gewerbe stieg überraschend auf 16,3 Punkte. Demgegenüber stand ein massives Handelsdefizit, bei dem der Wert der Importe die Exporte um knapp 900 Milliarden Dollar übersteigt. Das Protokoll der Fed-Sitzung deutete zudem an, dass die Zinsen möglicherweise weiter angehoben werden müssen, falls die Inflation nicht wie gewünscht sinkt.

Flucht in Edelmetalle

Angesichts der Krisenzeit steuerten Anleger verstärkt Gold und Silber als sichere Häfen an. Gold verteuerte sich zeitweise um 0,9 % auf über 5.021 Dollar je Feinunze. Silber wurde mit bis zu 79,49 Dollar je Feinunze rund 3 % höher gehandelt.


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