Neueste Dividendenbekanntmachung
Commercial Metals Company hat am 5. Januar 2026 eine reguläre Quartalsdividende von 0,18 US-Dollar je Aktie beschlossen. Die Ausschüttung bleibt damit unverändert gegenüber der Vorperiode. Die Dividende wird am 2. Februar 2026 ausgezahlt. Dividendenberechtigt sind Aktionäre mit Stichtag 19. Januar 2026. Der Ex-Dividenden-Tag fällt ebenfalls auf den 19. Januar 2026. Es handelt sich um die 245. aufeinanderfolgende Quartalsdividende des Unternehmens.
Details zur Dividendenausschüttung
Auf Jahressicht ergibt sich aus der Quartalsdividende eine annualisierte Dividende von 0,72 US-Dollar je Aktie. Beim aktuellen Aktienkurs von rund 73,59 US-Dollar entspricht dies einer Dividendenrendite von etwa 1,0 %. Die Rendite liegt damit im unteren Bereich des Industriesektors, spiegelt jedoch die zyklische Natur des Stahlgeschäfts wider. CMC priorisiert Stabilität und Kontinuität vor kurzfristigen Ausschüttungssprüngen. Die Entscheidung, die Dividende konstant zu halten, deutet auf eine vorsichtige Kapitalallokation in einem normalisierten Marktumfeld hin.
Relevante Bewertungskennzahlen
CMC weist derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 8,17 Mrd. US-Dollar auf. Der Enterprise Value liegt bei etwa 8,45 Mrd. US-Dollar. Auf Basis der erwarteten Gewinne ergibt sich ein Forward-KGV von rund 11,3, was im Branchenvergleich moderat erscheint. Das EV/EBITDA-Verhältnis von etwa 10,5 signalisiert eine faire Bewertung ohne ausgeprägte Übertreibung.
Der Free Cashflow beläuft sich auf rund 0,62 Mrd. US-Dollar, während das EBITDA etwa 0,81 Mrd. US-Dollar erreicht. Diese Kennzahlen belegen die Fähigkeit zur Cash-Generierung. Kritisch fällt jedoch die ausgewiesene Payout Ratio von rund 97 % aus. Sie resultiert aus zyklisch schwankenden Gewinnen und sollte im Kontext eines normalisierten Ertragsniveaus interpretiert werden. Die Bilanz bleibt solide: CMC verfügt über 1,04 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln bei 1,53 Mrd. US-Dollar Gesamtverschuldung.
Dividendenhistorie und Nachhaltigkeit
CMC zahlt seit 1986 ohne Unterbrechung Dividenden. Über lange Zeiträume blieb die Ausschüttung konstant, insbesondere zwischen 2009 und 2021. Erst ab 2021 setzte wieder ein moderates Dividendenwachstum ein. Die Erhöhung von 0,16 US-Dollar auf 0,18 US-Dollar im Jahr 2024 markierte den letzten Anpassungsschritt. Seitdem hält das Unternehmen das Niveau stabil.
Diese Historie spricht für eine hohe Verlässlichkeit, jedoch nicht für aggressives Dividendenwachstum. Die Nachhaltigkeit basiert weniger auf einer niedrigen Ausschüttungsquote, sondern auf robusten Cashflows und einer disziplinierten Kapitalpolitik.
Ausblick für langfristige Investoren
Für langfristig orientierte Dividendeninvestoren bleibt CMC ein defensiv geführter Zykliker. Die Dividende dient eher der Stabilisierung der Gesamtrendite als der laufenden Einkommensmaximierung. Kurzfristig sind keine weiteren Erhöhungen zu erwarten. Mittel- bis langfristig hängt das Dividendenwachstum vom Stahlzyklus, der Nachfrage im Infrastrukturbereich und der Entwicklung der Margen ab. Die aktuelle Bewertung bietet eine gewisse Sicherheitsmarge, setzt jedoch Geduld voraus.
Kurzes Unternehmensprofil
Commercial Metals Company ist ein international tätiger Anbieter von Stahl- und Bewehrungslösungen. Das Unternehmen bedient vor allem den Bau- und Infrastruktursektor in den USA und Zentraleuropa. Der Fokus liegt auf frühen Bauphasen, nachhaltigen Produktionsprozessen und technologischen Lösungen für Beton- und Stahlbewehrung. CMC verbindet zyklisches Wachstum mit einer außergewöhnlich langen Dividendenkontinuität.
Letzter Quartalsbericht
Zusammenfassung des Geschäfts- und Dividendenberichts von Commercial Metals Company (CMC) zum Geschäftsjahr 2025
1. Geschäftsentwicklung und Struktur
CMC ist in drei operative Segmente gegliedert:
- North America Steel Group (Kerngeschäft, größter Umsatz- und Ergebnisbeitrag)
- Emerging Businesses Group
- Europe Steel Group
Der Vorstand nutzt Adjusted EBITDA als zentrale Steuerungskennzahl. 2025 wurde die Definition angepasst, um die Volatilität aus nicht designierten Rohstoffderivaten auszuschließen. Diese Änderung erhöht die Aussagekraft zur operativen Cash-Generierung, reduziert jedoch die Vergleichbarkeit mit älteren Berichtsjahren.
Der Konzern erzielte 2025 einen Konzernumsatz von rund 7,8 Mrd. USD, nach 7,9 Mrd. USD (2024) und 8,8 Mrd. USD (2023). Der Umsatzrückgang spiegelt das normalisierte Stahlmarktumfeld wider.
2. Ertragslage und Cashflow
- Adjusted EBITDA 2025: ca. 949 Mio. USD
(deutlich unter 2024: 1,10 Mrd. USD; 2023: 1,52 Mrd. USD) - Earnings before taxes 2025: ca. 108 Mio. USD, deutlich niedriger als im Vorjahr
Der Ergebnisrückgang zeigt eine zyklische Abschwächung. Positiv ist jedoch, dass das Unternehmen weiterhin substanziellen operativen Cashflow generiert, der Dividenden, Aktienrückkäufe und Investitionen ermöglicht.
3. Dividendenpolitik und Ausschüttung
CMC weist eine sehr stabile Dividendenhistorie auf:
- 244 aufeinanderfolgende Quartalsdividenden
- Quartalsdividende seit März 2024: 0,18 USD je Aktie
- Ausschüttungen:
- 2025: 81,4 Mio. USD
- 2024: 78,9 Mio. USD
- 2023: 74,9 Mio. USD
Die Dividende wurde trotz rückläufiger Gewinne gehalten, was Vertrauen in die Liquidität signalisiert. Kritisch bleibt jedoch, dass bei anhaltend schwachem Stahlzyklus die Payout-Quote temporär steigen kann, auch wenn sie aktuell tragfähig erscheint.
4. Kapitalallokation und Bilanz
- Aktienrückkäufe 2025: ca. 199 Mio. USD
- Restliches Rückkaufvolumen: ca. 205 Mio. USD
- Verschuldung: Covenants wurden eingehalten
- Liquidität: laut Management ausreichend
Gleichzeitig plant CMC große Akquisitionen (2,5 Mrd. USD) sowie Capex von rund 600 Mio. USD für 2026. Diese ambitionierte Kapitalverwendung erhöht die strategischen Chancen, birgt aber auch Bilanz- und Integrationsrisiken, insbesondere bei einer länger anhaltenden Marktschwäche.
5. Risiken und Sonderfaktoren
- Hohe Rohstoff- und Energiepreisvolatilität
- Rechtsstreitigkeiten, u. a. ein Juryurteil über 110 Mio. USD (trebled), gegen das CMC vorgeht
- Derivativpositionen mit Bewertungsunsicherheiten (Level-3-Fair-Value-Messungen)
Das Management stuft diese Risiken derzeit nicht als existenzbedrohend ein, dennoch erhöhen sie die Ergebnisvolatilität.
6. Gesamteinschätzung für Dividendeninvestoren
Positiv:
- Langjährige, unterbrechungsfreie Dividendenhistorie
- Solider operativer Cashflow
- Disziplinierte Kapitalrückführung (Dividende + Buybacks)
Kritisch:
- Zyklischer Ergebnisrückgang
- Hoher Investitions- und Akquisitionsbedarf
- Kurzfristig begrenzter Spielraum für deutliche Dividendensteigerungen
Fazit:
CMC bleibt ein qualitativ solider Dividendenzahler, jedoch mit klar zyklischem Risikoprofil. Für langfristige Dividendeninvestoren ist die Aktie attraktiv, sofern man temporäre Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen akzeptiert und die Bilanzentwicklung im Zuge der geplanten Akquisitionen aufmerksam beobachtet.
Die Selektion dieser Aktie erfolgte zufällig aus einem breiten Spektrum an tagesaktuellen Börsenmitteilungen bezüglich angekündigter Dividendenzahlungen. Der vorliegende Beitrag zielt nicht auf eine qualitative Bewertung dieser dividendenstarken Aktie ab, sondern verfolgt einen rein deskriptiven Ansatz.
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