Kernaussagen
- 2025 stieg der Kupferpreis um 44 % und erreichte Anfang 2026 erstmals 13.000 USD pro Tonne.
- Grund: US‑Zolldrohungen führten dazu, dass große Mengen Kupfer in die USA verschifft wurden.
- Dort liegen nun rund 1 Mio. Tonnen in Lagerhäusern – aber sie sind für Repo‑Geschäfte gebunden und daher nicht verfügbar.
- Folge: Europa und andere Regionen haben kaum noch Kupfer, was die Preise weiter steigen lässt.
- BofA‑Analyst Widmer erwartet einen Preis von bis zu 15.000 USD bis 2027.
Angebotsprobleme verschärfen die Lage
- Mehrere große Minen haben Produktionsunterbrechungen (u. a. Indonesien).
- Langfristig sinken die Kupfergehalte im Erz, z. B. in der Großmine Escondida (Chile).
- Das Angebot wächst nur um 0,6 %, die Nachfrage um 0,5 % – zu wenig für einen ausgeglichenen Markt.
China: Nachfrage schwächt sich ab, bleibt aber positiv
- Investitionen in erneuerbare Energien gingen wegen neuer marktbasierter Strompreise zurück.
- Dennoch erwartet BofA ein leichtes Nachfrageplus von 0,5 % – das niedrigste seit 1988.
Lithium: Markt stabilisiert sich
- Lithiumpreise sind zwar noch 80 % unter dem Rekord von 2022, aber der Markt kommt ins Gleichgewicht.
- Grund: steigende Nachfrage durch Energiespeicherbatterien und höhere Produktion in China.
- Für 2026 ist ein kleines Defizit möglich.
Kobalt: Massiver Mangel erwartet
- Die Demokratische Republik Kongo – liefert 50 % des Weltkobalts – hat Exportquoten halbiert.
- Dadurch entsteht 2026 voraussichtlich ein extremer Kobaltmangel, einer der stärksten bisher.
Gesamtbild
- Alle drei Metalle (Kupfer, Lithium, Kobalt) steuern laut BofA auf Angebotsdefizite zu.
- Besonders kritisch: Kupfer, da der Markt bereits jetzt unterversorgt ist und strukturelle Probleme bestehen.
