Dax-Ral­lye ver­passt? War­um die wah­ren Chan­cen jetzt in der zwei­ten Rei­he lie­gen

Der Dax eilt von Rekord zu Rekord und hat sich in den letz­ten drei Jah­ren um fast 70 % ver­teu­ert. Doch wer glaubt, der Zug sei abge­fah­ren, soll­te sei­nen Blick abseits der gro­ßen Schwer­ge­wich­te rich­ten. Finanz­ex­per­ten sind sich sicher: Das wirk­li­che Kurs­po­ten­zi­al schlum­mert der­zeit im MDax und SDax.

Wir schrei­ben das Jahr 2026 und der deut­sche Leit­in­dex hat einen unglaub­li­chen Lauf hin­ter sich. Doch Hand aufs Herz: Ist es klug, jetzt noch auf den fah­ren­den Zug auf­zu­sprin­gen? Oder sind die gro­ßen Dax-Kon­zer­ne inzwi­schen ein­fach zu teu­er?

Ein Blick auf die Zah­len zeigt: Wäh­rend der Dax heiß gelau­fen ist, wur­den die “klei­nen Brü­der” ver­nach­läs­sigt. Genau hier könn­te sich für Anle­ger jetzt eine span­nen­de Rota­ti­on anbah­nen. Hier sind vier Grün­de, war­um Neben­wer­te (Small und Mid Caps) den Dax bald in den Schat­ten stel­len könn­ten.

1. Das gigan­ti­sche Auf­hol­po­ten­zi­al

Die Sche­re zwi­schen den Indi­zes ist so weit geöff­net wie sel­ten zuvor.

  • Dax: +68 % in den letz­ten drei Jah­ren.
  • SDax: +40 %.
  • MDax: Nur +13 %.

His­to­risch gese­hen lau­fen die­se Indi­zes über lan­ge Zeit­räu­me oft par­al­lel. Dass der MDax sei­nem gro­ßen Bru­der so stark hin­ter­her­hinkt, ist eine Anoma­lie. Vie­le Ana­lys­ten erwar­ten eine soge­nann­te “Mean Rever­si­on” – eine Rück­kehr zum Mit­tel­wert. Das bedeu­tet: Wenn die Dax-Ral­lye eine Pau­se ein­legt, haben MDax und SDax noch ordent­lich Luft nach oben, um die Lücke zu schlie­ßen.

2. Heim­vor­teil statt Glo­ba­li­sie­rungs-Stress

Ein oft gehör­tes Argu­ment gegen deut­sche Akti­en ist die schwä­cheln­de Bin­nen­kon­junk­tur. Doch para­do­xer­wei­se spricht genau das jetzt für die Neben­wer­te.

Der Dax ist ein Spie­gel­bild der Welt­wirt­schaft (nur ca. 19 % Umsatz in Deutsch­land). Der SDax hin­ge­gen erwirt­schaf­tet fast 40 % sei­ner Umsät­ze im Hei­mat­markt. War­um ist das jetzt gut?

  • Inves­ti­ti­ons­pro­gram­me: Die Bun­des­re­gie­rung plant Mil­li­ar­den­pa­ke­te für Bau, Infra­struk­tur und Indus­trie. Davon pro­fi­tie­ren loka­le Mit­tel­ständ­ler (Bau­stof­fe, Maschi­nen­bau) viel direk­ter als ein glo­ba­ler Soft­ware- oder Phar­ma­rie­se.
  • Schutz vor Han­dels­kon­flik­ten: In Zei­ten von Zöl­len und Deglo­ba­li­sie­rung (Stich­wort: US-Han­dels­po­li­tik) rücken bin­nen­ori­en­tier­te Geschäfts­mo­del­le wie­der in den Fokus der Inves­to­ren.

3. Der Preis ist heiß (und güns­tig)

Bewer­tung ist alles an der Bör­se. Und hier blin­ken beim Dax die Warn­lam­pen, wäh­rend im Kel­ler­ge­schoss Schnäpp­chen war­ten.

Man misst dies oft am Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis (KGV):

  • Der Dax ist mit einem KGV von 16,2 aktu­ell ca. 20 % teu­rer als im his­to­ri­schen Durch­schnitt. Er ist also “über­be­wer­tet”.
  • Der MDax (KGV 17,5) und vor allem der SDax (KGV 14,6) sind hin­ge­gen güns­ti­ger bewer­tet als in den letz­ten zehn Jah­ren.

Wer also jetzt in den SDax inves­tiert, zahlt für jeden Euro Unter­neh­mens­ge­winn deut­lich weni­ger als beim Dax.

4. Der Tur­bo-Effekt bei den Gewin­nen

Klei­ne Unter­neh­men sind wie Schnell­boo­te, gro­ße Kon­zer­ne wie Tan­ker. Es ist für einen Mit­tel­ständ­ler mit 100 Mil­lio­nen Euro Gewinn viel ein­fa­cher, die­sen zu ver­dop­peln, als für einen Dax-Kon­zern, der bereits Mil­li­ar­den schef­felt.

Das zeigt sich beim Blick in die Zukunft (For­ward-KGV):

  • Beim SDax sinkt die Bewer­tung auf Basis der erwar­te­ten Gewin­ne für das nächs­te Jahr mas­siv (das KGV fällt rech­ne­risch von 41 auf 14,6).
  • Das bedeu­tet: Die Ana­lys­ten trau­en den klei­nen Fir­men ein extre­mes Gewinn­wachs­tum zu. Sie wach­sen qua­si im Eil­tem­po in ihre Bewer­tung hin­ein.

Fazit: Zeit für ein Umschich­ten?

Der Dax war in den Jah­ren 2023 bis 2025 das Maß aller Din­ge. Doch Bäu­me wach­sen nicht in den Him­mel. Wer auf der Suche nach Ren­di­te ist, soll­te nicht mehr nur auf die Top 40 schau­en. Die Kom­bi­na­ti­on aus güns­ti­ger Bewer­tung, Nach­hol­be­darf und star­ker Gewinn­dy­na­mik spricht dafür, dass 2026 das Jahr der Neben­wer­te wer­den könn­te.


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