DIW und IAB signa­li­sie­ren vor­sich­ti­ge Erho­lung – Kon­junk­tur­ba­ro­me­ter steigt, Arbeits­markt tritt auf der Stel­le

Das Kon­junk­tur­ba­ro­me­ter des DIW Ber­lin setzt sei­nen vor­sich­ti­gen Auf­wärts­trend fort: Im Janu­ar 2026 steigt es auf 94,8 Punk­te nach 93,4 im Dezem­ber und rückt damit etwas näher an die neu­tra­le 100-Punk­te-Mar­ke, die für durch­schnitt­li­ches Wachs­tum steht. Damit meh­ren sich aus Sicht des Insti­tuts die Hin­wei­se, dass Deutsch­land die mehr­jäh­ri­ge Sta­gna­ti­ons- und Rezes­si­ons­pha­se all­mäh­lich hin­ter sich las­sen könn­te. Rücken­wind kom­me dabei vor allem daher, dass Inves­ti­ti­ons­maß­nah­men zu grei­fen begin­nen und der Bin­nen­kon­junk­tur neue Impul­se geben. Zugleich bleibt der Ton gedämpft: Der Auf­schwung sei fra­gil, weil wei­ter­hin „Brems­klöt­ze“ wirk­ten – unter ande­rem, weil wirt­schafts­stüt­zen­de Reform­an­stren­gun­gen der Bun­des­re­gie­rung nur lang­sam vor­an­kä­men. Auch extern ist das Bild gemischt: Der Welt­han­del hal­te sich trotz Zoll­tur­bu­len­zen zwar erstaun­lich robust, doch ins­ge­samt sei­en nur mode­ra­te Wachs­tums­ra­ten zu erwar­ten; zudem lit­ten die deut­schen Expor­te wei­ter unter der star­ken Kon­kur­renz aus Chi­na, wes­halb sich die Stim­mung bei Unter­neh­men und Haus­hal­ten wohl nur schritt­wei­se auf­hel­len dürf­te.

Am Arbeits­markt zeigt sich par­al­lel ein Bild der zähen Sta­bi­li­sie­rung ohne kla­ren Befrei­ungs­schlag. Das IAB-Arbeits­markt­ba­ro­me­ter sinkt im Janu­ar mini­mal um 0,1 Punk­te auf 100,1 und bleibt damit nahe der neu­tra­len Schwel­le. Die Beschäf­ti­gungs­kom­po­nen­te legt zwar auf 100,5 Punk­te zu und signa­li­siert wei­ter­hin einen leicht posi­ti­ven Trend – doch ein deut­li­cher Auf­schwung kom­me ange­sichts von Ver­lus­ten in der Indus­trie nicht in Gang, so IAB-For­scher Enzo Weber. Gleich­zei­tig trübt sich der Aus­blick bei der Arbeits­lo­sig­keit ein: Die ent­spre­chen­de Kom­po­nen­te fällt nach dem vier­ten Rück­gang in Fol­ge wie­der unter 100 und sinkt auf 99,6 Punk­te. Weber rech­net kurz­fris­tig damit, dass drei Mil­lio­nen Arbeits­lo­se kaum zu ver­mei­den sei­en; für eine Trend­wen­de brau­che es über sai­so­na­le Effek­te hin­aus einen anzie­hen­den Arbeits­markt mit bes­se­ren Job­chan­cen. Auch im euro­päi­schen Ver­gleich bleibt die Lage gedämpft: Das Euro­pean Labour Mar­ket Baro­me­ter gibt leicht auf 99,9 Punk­te nach – eine kla­re Rich­tung sei zu Jah­res­be­ginn nicht erkenn­bar.


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