DAX-Tages­über­blick – 03.02.2026

Kom­pakt­ver­si­on

Index: DAX
Bör­se: Xetra
Datum: 03.02.2026
Uhr­zeit: 17:50:00
Vor­tag: 24797.52
Ers­ter: 24956.76
Höchst: 25098.71 (09:25:19)
Tiefst: 24703.62 (15:58:41)
Letz­ter: 24780.79 (17:45:59)
Ver­än­de­rung: ‑16.73
Ver­än­de­rung(%): ‑0.07


Intra­day

1. DAX schei­tert erneut an der 25.000-Punkte-Marke – Tech­no­lo­gie­wer­te und SAP belas­ten


US-Tech-Schwä­che, hohe Vola­ti­li­tät bei Edel­me­tal­len und deut­li­che Kurs­ver­lus­te bei Ein­zel­wer­ten prä­gen das Bild

Stim­mung:
Ver­hal­ten bis fra­gil. Die Märk­te wir­ken rich­tungs­los, geprägt von kurz­fris­ti­gen Erho­lun­gen, die rasch wie­der abver­kauft wer­den. Die Risi­ko­be­reit­schaft bleibt begrenzt.

2. Markt­be­richt: Indi­zes & Kon­junk­tur

Der deut­sche Leit­in­dex DAX konn­te im frü­hen Han­del zwar kurz­zei­tig die psy­cho­lo­gisch wich­ti­ge Mar­ke von 25.000 Punk­ten über­win­den, schei­ter­te dort jedoch erneut. Zum Han­dels­schluss notier­te der Index mit rund 24.780 Punk­ten nahe­zu unver­än­dert bezie­hungs­wei­se leicht im Minus. Damit bestä­tigt sich das Bild einer feh­len­den Anschluss­dy­na­mik nach oben .

Chart­tech­nisch ist posi­tiv her­vor­zu­he­ben, dass der DAX die Unter­stüt­zungs­zo­ne zwi­schen 24.400 und 24.600 Punk­ten bis­lang ver­tei­di­gen konn­te. Ein nach­hal­ti­ger Aus­bruch nach oben bleibt jedoch aus. Markt­teil­neh­mer fra­gen sich zuneh­mend, ob die Bewer­tun­gen – ins­be­son­de­re nach der star­ken Jah­res­auf­takt­ral­ly – noch wei­te­res Auf­wärts­po­ten­zi­al recht­fer­ti­gen.

In den USA ver­lor die Nasdaq im Tages­ver­lauf deut­lich (rund −1,2 %), nach­dem sie zunächst freund­lich gestar­tet war. Die­se Schwä­che wirk­te sich spür­bar auf euro­päi­sche Tech­no­lo­gie­wer­te aus. Der Dow Jones gab nach einem Rekord­hoch eben­falls nach, was auf eine zuneh­men­de Sek­tor­ro­ta­ti­on hin­deu­tet – weg von hoch bewer­te­ten Tech-Titeln, hin zu Industrie‑, Kon­sum- und Finanz­wer­ten .

Kon­junk­tu­rell lie­fer­ten neue fran­zö­si­sche Infla­ti­ons­da­ten leich­te Ent­las­tung: Mit einem Anstieg von ledig­lich 0,4 % im Jah­res­ver­gleich fiel die Teue­rung gerin­ger aus als erwar­tet. Dies sta­bi­li­sier­te kurz­fris­tig den Euro-Sto­xx-Raum, reich­te aber nicht für nach­hal­ti­ge Kurs­ge­win­ne.

3. Ein­zel­wer­te & Unter­neh­mens­nach­rich­ten (Tops & Flops)

Ver­lie­rer (Fokus)

  • SAP:
    Die Aktie des Schwer­ge­wichts ver­lor erneut rund 4,5–5 % und war einer der Haupt­be­las­tungs­fak­to­ren für den DAX. Nach dem mas­si­ven Kurs­sturz der Vor­wo­che bleibt das Ver­trau­en der Anle­ger ange­schla­gen. Die Kor­rek­tur wirft die Fra­ge auf, ob der KI-Opti­mis­mus der ver­gan­ge­nen Mona­te zu aggres­siv ein­ge­preist war .
  • Zalan­do:
    Mit Kurs­ver­lus­ten von rund 12–14 % zählt Zalan­do zu den kla­ren Tages­ver­lie­rern. Aus­lö­ser war eine Ana­lys­ten­war­nung vor wach­sen­der Kon­kur­renz durch Social-Com­mer­ce-Platt­for­men wie Tik­Tok Shop. Kri­tisch zu hin­ter­fra­gen ist jedoch, ob der Kurs­sturz nicht über­zo­gen aus­fiel: Meh­re­re Ban­ken beto­nen, dass Zalan­do aktiv an der Trans­for­ma­ti­on des E‑Commerce betei­ligt ist und nicht bloß pas­si­ver Leid­tra­gen­der .
  • Sil­tro­nic:
    Der Wafer­her­stel­ler rutsch­te zwei­stel­lig ins Minus. Anhal­ten­de Nach­fra­ge­schwä­che in der Indus­trie sowie ein trü­ber Aus­blick für 2026 belas­ten. Der KI-Boom allein reicht bis­lang nicht aus, um zykli­sche Schwä­chen zu kom­pen­sie­ren.

Gewin­ner (Fokus)

  • Sie­mens Ener­gy:
    Mit einem Plus von rund 4–5 % gehör­te die Aktie zu den stärks­ten DAX-Wer­ten. Die ange­kün­dig­te Mil­li­ar­den­in­ves­ti­ti­on in den USA zur Erwei­te­rung der Strom­netz- und Gas­tur­bi­nen­pro­duk­ti­on wird als stra­te­gisch sinn­voll gewer­tet – ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund des stei­gen­den Ener­gie­be­darfs durch KI-Rechen­zen­tren .
  • Sar­to­ri­us:
    Der Labor- und Phar­ma­zu­lie­fe­rer über­zeug­te mit bes­ser als erwar­te­ten Zah­len. Die Aktie leg­te bis zu 8 % zu. Posi­tiv ist die ope­ra­ti­ve Erho­lung, wenn­gleich der Aus­blick bewusst vor­sich­tig bleibt. Lang­fris­tig bleibt das struk­tu­rel­le Wachs­tum intakt, kurz­fris­tig jedoch mit erhöh­ten Erwar­tun­gen belas­tet.

4. Roh­stof­fe & Devi­sen

Edel­me­tal­le:
Nach den mas­si­ven Ver­wer­fun­gen der Vor­wo­che sta­bi­li­sier­ten sich Gold und Sil­ber deut­lich. Gold stieg wie­der auf knapp 4.900–5.000 US-Dol­lar je Fein­un­ze, Sil­ber erhol­te sich eben­falls spür­bar. Ana­lys­ten inter­pre­tie­ren den jüngs­ten Rück­gang zuneh­mend als Kor­rek­tur inner­halb eines über­ge­ord­ne­ten Auf­wärts­trends. Gleich­zei­tig wird auf die außer­ge­wöhn­lich hohe Vola­ti­li­tät hin­ge­wie­sen, die ein strik­tes Risi­ko­ma­nage­ment erfor­der­lich macht .

Wäh­run­gen:

  • Euro: Sta­bi­li­sie­rung bei rund 1,18 US-Dol­lar nach vor­he­ri­ger Schwä­che.
  • US-Dol­lar: Gibt leicht nach, was Roh­stof­fen und euro­päi­schen Assets kurz­fris­tig Rücken­wind ver­schafft.

5. Geo­po­li­ti­scher & makro­öko­no­mi­scher Hin­ter­grund

Geo­po­li­tisch blei­ben die Märk­te in einem Span­nungs­feld: Einer­seits sor­gen Han­dels­ab­kom­men – etwa zwi­schen den USA und Indi­en – für punk­tu­el­le Ent­las­tung, ande­rer­seits meh­ren sich War­nun­gen vor struk­tu­rel­len Risi­ken. Der Prä­si­dent der Finanz­auf­sicht BaFin warn­te zuletzt offen vor einem mög­li­chen „Bör­sen­be­ben“, aus­ge­löst durch hohe Ver­schul­dung, Dol­lar-Schwä­che und spe­ku­la­ti­ve Über­trei­bun­gen im KI-Sek­tor.

Die­se Mah­nun­gen ste­hen im Kon­trast zur wei­ter­hin erstaun­li­chen Robust­heit vie­ler Indi­zes. Kri­tisch betrach­tet könn­te genau die­se Sorg­lo­sig­keit zum Risi­ko wer­den: Die wie­der­hol­te Unfä­hig­keit des DAX, die 25.000-Punkte-Marke nach­hal­tig zu über­win­den, ist ein tech­ni­sches und psy­cho­lo­gi­sches Warn­si­gnal.

Zusam­men­fas­send

Der Markt prä­sen­tiert sich der­zeit fra­gil und selek­tiv. Wäh­rend zykli­sche Indus­trie- und Ener­gie­ak­ti­en punk­tu­ell pro­fi­tie­ren, gera­ten hoch bewer­te­te Tech­no­lo­gie- und Kon­sum­ti­tel unter Druck. Ohne neue posi­ti­ve Impul­se – etwa von der Geld­po­li­tik oder der Kon­junk­tur – dürf­te der DAX wei­ter seit­wärts bis leicht abwärts ten­die­ren. Anle­ger sind gut bera­ten, zwi­schen kurz­fris­ti­gen Erho­lungs­be­we­gun­gen und nach­hal­ti­gen Trends klar zu unter­schei­den und Risi­ken nicht zu unter­schät­zen.

Order Book Sta­tis­tics – Xetra® Clo­se (17:30)

OpenHighLowClo­se
ADIDAS AG NA O.N.151,9151,9147,45149
AIRBUS SE195,34195,48189,8190,18
ALLIANZ SE NA O.N.379,9382,7378,7382,4
BASF SE NA O.N.46,647,4346,3747,4
BAY.MOTOREN WERKE AG ST88,3489,7687,3487,64
BAYER AG NA O.N.45,245,6644,845,27
BEIERSDORF AG O.N.98,7699,4697,6899,38
BRENNTAG SE NA O.N.51,0452,0650,4451,82
COMMERZBANK AG35,636,2735,4335,85
CONTINENTAL AG O.N.6868,3267,5268
DAIMLER TRUCK HLDG NA ON41,4943,8941,4943,81
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.33,6234,0533,5633,78
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.214215,7202,7204,2
DEUTSCHE POST AG NA O.N.47,6148,6947,4648,35
DT.TELEKOM AG NA28,9128,9728,328,83
E.ON SE NA O.N.17,9417,9817,6317,96
FRESEN.MED.CARE AG INH ON38,9539,2637,9538,89
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.48,4449,0648,0848,99
GEA GROUP AG61,656260,6561,45
HANNOVER RUECK SE NA O.N.247247240,4242,8
HEIDELBERG MATERIALS O.N.235,7240,1233,4236,6
HENKEL AG+CO.KGAA VZO74,3275,5473,6475,54
INFINEON TECH.AG NA O.N.41,7541,940,2241,08
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N.58,559,6658,1458,25
MERCK KGAA O.N.125125,1121,3123
MTU AERO ENGINES NA O.N.379,8384,1376,6379,6
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N.520,6522,4513,2516
PORSCHE AUTOM.HLDG VZO36,3136,435,7235,78
QIAGEN NV EO -,0143,944,3543,6244,04
RHEINMETALL AG1743178417361760,5
RWE AG INH O.N.53,454,752,7254,48
SAP SE O.N.177,5178,72165,7167
SCOUT24 SE NA O.N.83,183,779,6579,65
SIEMENS AG NA O.N.261,5266,25260,5260,7
SIEMENS ENERGY AG NA O.N.149156,3149154,9
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.42,6543,1542,0142,15
SYMRISE AG INH. O.N.70,2870,2868,669,86
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.103,45103,95101,75102,25
VONOVIA SE NA O.N.24,5624,5624,0224,19
ZALANDO SE24,6524,6520,8521,48

Top/Flop – Xetra® Clo­se (17:30)

Perf. abso­lutPerf. rela­tiv
DAIMLER TRUCK HLDG NA ON2,435,87 %
SIEMENS ENERGY AG NA O.N.6,954,70 %
BRENNTAG SE NA O.N.1,122,21 %
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.1,032,15 %
FRESEN.MED.CARE AG INH ON0,792,07 %
HENKEL AG+CO.KGAA VZO1,522,05 %
RWE AG INH O.N.1,041,95 %
RHEINMETALL AG31,501,82 %
BASF SE NA O.N.0,771,65 %
DEUTSCHE POST AG NA O.N.0,781,64 %
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.0,531,59 %
BEIERSDORF AG O.N.0,880,89 %
HEIDELBERG MATERIALS O.N.2,000,85 %
ALLIANZ SE NA O.N.3,200,84 %
COMMERZBANK AG0,290,82 %
MTU AERO ENGINES NA O.N.2,900,77 %
E.ON SE NA O.N.0,130,73 %
BAYER AG NA O.N.0,260,58 %
DT.TELEKOM AG NA0,090,31 %
CONTINENTAL AG O.N.0,120,18 %
SIEMENS AG NA O.N.0,350,13 %
SYMRISE AG INH. O.N.0,000,00 %
QIAGEN NV EO -,01-0,03-0,07 %
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N.-0,17-0,29 %
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N.-1,60-0,31 %
GEA GROUP AG-0,20-0,32 %
BAY.MOTOREN WERKE AG ST-0,36-0,41 %
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.-0,19-0,45 %
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.-0,50-0,49 %
HANNOVER RUECK SE NA O.N.-1,40-0,57 %
VONOVIA SE NA O.N.-0,17-0,70 %
ADIDAS AG NA O.N.-1,15-0,77 %
PORSCHE AUTOM.HLDG VZO-0,49-1,35 %
AIRBUS SE-3,60-1,86 %
INFINEON TECH.AG NA O.N.-0,80-1,91 %
MERCK KGAA O.N.-3,30-2,61 %
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.-9,30-4,36 %
SAP SE O.N.-8,10-4,63 %
SCOUT24 SE NA O.N.-4,35-5,18 %
ZALANDO SE-2,95-12,08 %

Index Report­ing Instru­mentLastClo­se — Pre­vious DayChan­ge in %
CDAX-GESAMTINDEX (PERF)2.109,452.107,970,07%
CLASSIC ALL SH. TR12.496,8212.411,540,69%
DAX PERFORMANCE-INDEX24.775,3524.784,92-0,04%
HDAX PERFORMANCE-INDEX13.139,8413.133,080,05%
MDAX PERFORMANCE-INDEX31.503,5831.492,200,04%
PRIME ALL SH. TR9.584,389.587,28-0,03%
SDAX PERFORMANCEINDEX17.996,7718.137,73-0,78%
TECDAX TR3.604,953.639,92-0,96%
TECHN. ALL SHARE TR3.381,833.459,68-2,25%

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater