Zentrale Ergebnisse
- Das Beschäftigungsbarometer ist im Februar 2026 auf 93,1 Punkte gesunken (Januar: 93,4 Punkte) .
- Damit nimmt die Zurückhaltung der Unternehmen am Arbeitsmarkt wieder zu.
- Viele Unternehmen planen eher Personal abzubauen, statt neue Stellen zu schaffen .
Branchenentwicklung
- Industrie: Der Stellenabbau bleibt dominierend. Nahezu alle Branchen planen Personalreduktionen, besonders stark betroffen ist die Automobilindustrie, die weiterhin unter hohem Anpassungsdruck steht .
- Dienstleistungssektor: Das Barometer ist erneut in den negativen Bereich gefallen. Allerdings gibt es Ausnahmen: IT-Dienstleister sowie Rechts- und Steuerberater suchen weiterhin verstärkt Personal .
- Handel: Plant weiterhin mit weniger Personal .
- Baugewerbe: Hier zeigt sich eine leichte Verbesserung; Unternehmen beabsichtigen, etwas mehr Mitarbeiter einzustellen .
Einordnung anhand der Zeitreihe
Die dargestellte Grafik zeigt einen längerfristigen Abwärtstrend seit dem Hoch nach 2021. Seitdem bewegt sich der Index mit Schwankungen auf niedrigerem Niveau und verharrt deutlich unter 100 Punkten, was auf eine insgesamt gedämpfte Beschäftigungsdynamik hindeutet.

Gesamtbewertung
Die Daten deuten auf eine erneute Verschlechterung der Beschäftigungsaussichten hin. Der Arbeitsmarkt verliert an Dynamik, wobei insbesondere die Industrie strukturell unter Druck steht. Gleichzeitig zeigen einzelne Dienstleistungsbranchen sowie das Baugewerbe gewisse Stabilisierungstendenzen. Insgesamt überwiegt jedoch eine vorsichtige bis negative Erwartungshaltung der Unternehmen.
Quelle: ifo Beschäftigungsbarometer