Aktu­el­le Wirt­schafts­da­ten aus Deutsch­land: Außen­han­del, Prei­se und Gast­ge­wer­be­ent­wick­lung Anfang 2026

1. Außen­han­del nach Rech­nungs­wäh­run­gen (2025)

Kern­aus­sa­gen

  • 54,7 % der deut­schen Expor­te in Nicht-EU-Staa­ten wur­den 2025 in Euro abge­rech­net.
  • US-Dol­lar ist mit 26,4 % die zweit­wich­tigs­te Export­wäh­rung.
  • Wei­te­re Wäh­run­gen:
    • Bri­ti­sches Pfund: 4,8 %
    • Chi­ne­si­scher Ren­min­bi: 2,7 %
    • Schwei­zer Fran­ken: 2,4 %

Bei Impor­ten aus Dritt­staa­ten zeigt sich ein ande­res Bild:

  • US-Dol­lar domi­niert mit 45,2 %.
  • Euro: 43,8 %.

Unter­schie­de nach Han­dels­part­nern

  • USA:
    • Expor­te über­wie­gend in US-Dol­lar (68,6 %).
  • Chi­na:
    • Expor­te über­wie­gend in Euro (61 %), danach Ren­min­bi (23 %).
  • Schweiz:
    • 71 % der Expor­te in Euro.
  • Ver­ei­nig­tes König­reich:
    • Mischung aus Euro (48,5 %) und Pfund (41,4 %).

Bedeu­tung

  • Der Euro ist domi­nie­ren­de Export­wäh­rung, beson­ders gegen­über Euro­pa-nahen Han­dels­part­nern.
  • Der US-Dol­lar bleibt im inter­na­tio­na­len Han­del struk­tu­rell domi­nant, ins­be­son­de­re bei Impor­ten.

2. Erzeu­ger­prei­se für Dienst­leis­tun­gen (2025)

Quel­le:

Gesamt­ergeb­nis

  • +2,2 % im Jah­res­durch­schnitt 2025 gegen­über 2024.
  • Im 4. Quar­tal 2025: +2,1 % gegen­über Vor­jahr.

Ent­wick­lung nach Bran­chen

Mode­ra­te Preis­stei­ge­run­gen

  • Ver­kehr und Lage­rei: +1,5 %
    • Stra­ßen­gü­ter­ver­kehr: +2,3 %
    • Kurier- und Express­diens­te: +4,9 %

Preis­rück­gän­ge

  • See­fracht: −10,6 %
    Ursa­che:
    • schwa­che Nach­fra­ge
    • Über­ka­pa­zi­tä­ten bei Schif­fen und Con­tai­nern

Wei­te­re Berei­che

  • Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on: +1,6 %
    (z. B. Soft­ware +2,3 %)
  • Immo­bi­li­en­wirt­schaft: +2,2 %
  • Frei­be­ruf­li­che Dienst­leis­tun­gen: +2,5 %
  • Ver­wal­tungs- und Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen: +3,3 %

Ursa­chen laut Unter­neh­men

  • stei­gen­de Löh­ne
  • höhe­re Betriebs­kos­ten
  • teil­wei­se CO₂-Abga­ben
  • regu­la­to­ri­sche Ände­run­gen (z. B. Gebüh­ren­ord­nun­gen).

3. Erzeu­ger­prei­se gewerb­li­cher Pro­duk­te (Febru­ar 2026)

Quel­le:

Gesamt­ent­wick­lung

  • −3,3 % gegen­über Febru­ar 2025
  • −0,5 % gegen­über Janu­ar 2026

Haupt­grund: stark gesun­ke­ne Ener­gie­prei­se.

Ener­gie­prei­se

  • −12,5 % gegen­über Vor­jahr
  • Bei­spie­le:
    • Erd­gas: −14,3 %
    • Strom: −13,4 %
    • Fern­wär­me: −0,5 %

Wei­te­re Ent­wick­lun­gen

Teu­rer gewor­den

  • Inves­ti­ti­ons­gü­ter: +1,7 %
  • Gebrauchs­gü­ter: +2,0 %
  • Vor­leis­tungs­gü­ter: +1,1 %
    • Metal­le: +6,5 %
    • Edel­me­tal­le: +66,8 %

Bil­li­ger gewor­den

  • Ver­brauchs­gü­ter: −0,6 %
    • Nah­rungs­mit­tel ins­ge­samt: −1,9 %
    • But­ter: −42,8 %

Inter­pre­ta­ti­on

  • Ener­gie­preis­rück­gän­ge wir­ken infla­ti­ons­dämp­fend.
  • Gleich­zei­tig zei­gen vie­le Indus­trie­pro­duk­te wei­ter stei­gen­de Kos­ten.

4. Umsatz­ent­wick­lung im Gast­ge­wer­be (Janu­ar 2026)

Quel­le:

Monats­ver­gleich

  • Real: −3,9 % gegen­über Dezem­ber 2025
  • Nomi­nal: 0,0 % (kei­ne Ver­än­de­rung)

Jah­res­ver­gleich

  • Real: −5,0 % gegen­über Janu­ar 2025
  • Nomi­nal: +2,0 %

Bran­chen­un­ter­schie­de

Beher­ber­gung

  • −3,2 % real zum Vor­mo­nat
  • −2,8 % real zum Vor­jahr

Gas­tro­no­mie

  • −4,3 % real zum Vor­mo­nat
  • −5,9 % real zum Vor­jahr

Inter­pre­ta­ti­on

  • Preis­stei­ge­run­gen kom­pen­sie­ren Umsatz­rück­gän­ge nomi­nal, real sinkt die Nach­fra­ge.
  • Das deu­tet auf eine schwä­che­re Kon­sum­dy­na­mik im Gast­ge­wer­be hin.

Gesamt­bild der wirt­schaft­li­chen Lage

Die vier Mel­dun­gen zeich­nen zusam­men fol­gen­des Bild der deut­schen Wirt­schaft Anfang 2026:

  1. Außen­han­del sta­bil, Euro wich­tig für Expor­te.
  2. Dienst­leis­tungs­prei­se stei­gen mode­rat, vor allem wegen Kos­ten­stei­ge­run­gen.
  3. Indus­trie-Erzeu­ger­prei­se sin­ken, haupt­säch­lich durch nied­ri­ge­re Ener­gie­prei­se.
  4. Bin­nen­kon­sum im Gast­ge­wer­be schwächt sich real ab.

Gesamt­in­ter­pre­ta­ti­on

  • Infla­ti­ons­druck lässt in der Indus­trie nach, da Ener­gie güns­ti­ger wird.
  • Dienst­leis­tungs­in­fla­ti­on bleibt bestehen, was typisch für Lohn-getrie­be­ne Kos­ten ist.
  • Nach­fra­ge im Kon­sum­be­reich schwä­chelt, was auf kon­junk­tu­rel­le Abküh­lung hin­wei­sen kann.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts

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