Im ersten Quartal 2026 hat sich der deutsche Außenhandelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,5 Prozent verringert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 21. Mai 2026 mitteilte, sank der Saldo von 17,8 Milliarden Euro auf 12,4 Milliarden Euro.
Die deutschen Exporte in die USA gingen im ersten Quartal 2026 um 12,1 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro zurück. Die Importe aus den USA hingegen stiegen leicht um 1,9 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro. Als wesentliche Ursache für den Rückgang des Außenhandelssaldos nennt die Behörde die im Jahr 2025 von den USA in Kraft gesetzten erhöhten Einfuhrzölle, insbesondere auf europäische Kraftfahrzeuge.
Mit Abstand größter Posten im deutschen Exportüberschuss bleibt der Bereich Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile. Hier betrug der Saldo im ersten Quartal 2026 noch 5,0 Milliarden Euro – ein Rückgang um 35,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (7,8 Milliarden Euro). Die Exporte in dieser Warengruppe sanken um 28,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, während die Importe um 13,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zunahmen.
Differenziert nach Antriebsarten zeigen sich deutliche Unterschiede: Bei Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ohne Hybride) verringerte sich der Exportüberschuss auf 2,0 Milliarden Euro (Exporte minus 17,6 Prozent, Importe plus 4,9 Prozent). Bei Hybridfahrzeugen sank der Überschuss auf 0,5 Milliarden Euro (Exporte minus 25,4 Prozent, Importe plus 47,7 Prozent). Den stärksten Rückgang verzeichneten reine Elektroautos mit einem Überschuss von 0,4 Milliarden Euro (Exporte minus 65,7 Prozent, Importe plus 34,3 Prozent).
Auch bei anderen Warengruppen gingen die Exportüberschüsse zurück. Bei Maschinen sank der Saldo um 4,8 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro (Exporte minus 6,4 Prozent, Importe minus 11,0 Prozent). Pharmazeutische Erzeugnisse wiesen einen Überschuss von 3,4 Milliarden Euro auf (minus 18,7 Prozent), elektrische Ausrüstungen einen von 1,9 Milliarden Euro (minus 5,3 Prozent).
Einen Importüberschuss verzeichnete Deutschland im Handel mit den USA bei mineralischen Brennstoffen. Den größten Anteil daran hatten Erdöl und Erdgas mit einem negativen Saldo von 3,0 Milliarden Euro. Auch bei Kohle und Kokereierzeugnissen fielen die Außenhandelssalden negativ aus (jeweils minus 0,3 Milliarden Euro).
Quelle: destatis
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