1. Inflationsrückgang im Juni
- Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Jahresvergleich um 3,5 %, weniger als die erwarteten 3,8 % .
- Monatlich fiel der CPI um 0,4 %, der erste Rückgang seit April 2020 .
2. Hauptgrund: Deutlich fallende Energiepreise
- Energiepreise sanken um 5,7 %, der stärkste monatliche Rückgang seit April 2020 .
- Benzinpreise fielen sogar um 9,7 % im Monatsvergleich .
3. Geopolitische Lage beeinflusst Energiepreise
- Der Rückgang hing mit einer kurzzeitigen Waffenruhe zwischen den USA und Iran zusammen .
- Diese Waffenruhe brach jedoch zusammen, nachdem Tanker im Straße‑von‑Hormus‑Gebiet angegriffen wurden, was neue militärische Spannungen auslöste .
- Infolge der erneuten Eskalation steigen die Benzinpreise bereits wieder an .
4. Kerninflation ebenfalls schwächer
- Die Kerninflation (ohne Energie & Lebensmittel) stieg nur um 2,6 % im Jahresvergleich .
- Monatlich blieb sie unverändert .
- Rückgänge gab es u. a. bei:
- Kfz‑Versicherungen (‑2,0 %)
- Kommunikation (‑1,5 %)
- Bekleidung (‑0,6 %)
- Gebrauchtwagen (‑0,2 %)
5. Wohnkosten steigen nur minimal
- Die Kosten für Unterkunft stiegen lediglich um 0,1 %, der geringste Anstieg seit Januar 2021 .
6. Lebensmittelpreise steigen moderat
- Lebensmittelpreise: +0,2 % im Monat, +3,0 % im Jahresvergleich .
- Auffällig: Eier +4,3 %, Milchprodukte +1,2 % .
7. Reaktion der Finanzmärkte
- Aktien eröffneten höher .
- Dollar schwächer, Anleiherenditen fielen .
8. Haltung der US‑Notenbank (Fed)
- Fed‑Chef Warsh betont „keine Toleranz für anhaltend erhöhte Inflation“ .
- Märkte erwarten im Juli keine Zinserhöhung, aber eine 60 %‑Chance für September .
Kurzfazit
Die Inflation kühlt ab – vor allem wegen stark fallender Energiepreise. Doch geopolitische Spannungen im Nahen Osten könnten diesen Trend schnell wieder umkehren. Die Fed bleibt wachsam, und die Märkte rechnen weiterhin mit der Möglichkeit einer Zinserhöhung im Herbst.