USA, das Aller­letz­te vom 25.08.2026

1. Der eska­lie­ren­de Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Kana­da

Der Han­dels­streit zwi­schen den USA und Kana­da hat sich dras­tisch ver­schärft. Nach­dem bila­te­ra­le Gesprä­che am Wochen­en­de schei­ter­ten, hat der kana­di­sche Pre­mier­mi­nis­ter Mark Car­ney eine direk­te Gegen­re­ak­ti­on ange­kün­digt und die neu­en US-Zöl­le Dol­lar für Dol­lar aus­ge­gli­chen.

  • Kana­das Gegen­zöl­le: Kana­da wird ab dem 8. Sep­tem­ber sei­ne bestehen­den Zöl­le auf US-Stahl- und Alu­mi­ni­um­pro­duk­te auf 50 % ver­dop­peln. Zudem wur­de ein Hilfs­pro­gramm in Höhe von 7,5 Mil­li­ar­den kana­di­schen Dol­lar für betrof­fe­ne Unter­neh­men ange­kün­digt.
  • Eska­la­ti­on der Rhe­to­rik: Prä­si­dent Donald Trump reagier­te auf Truth Social mit schar­fer Rhe­to­rik und gab an, eine Namens­än­de­rung des Lake Onta­rio in „Lake Ame­ri­ca“ ernst­haft in Erwä­gung zu zie­hen sowie den Han­del mit Onta­rio künf­tig mas­siv ein­zu­schrän­ken.
  • Sor­gen der Indus­trie: Doug Ford, Pre­mier­mi­nis­ter von Onta­rio, beton­te die tie­fe Ver­flech­tung der bei­den Volks­wirt­schaf­ten und warn­te vor enor­men Schä­den für die Bevöl­ke­rung auf bei­den Sei­ten. Lana Pay­ne, die Prä­si­den­tin der größ­ten kana­di­schen Pri­vat­sek­tor­ge­werk­schaft Uni­for, erklär­te, dass eine Erhö­hung der Zöl­le auf Auto­tei­le im Janu­ar die gesam­te nord­ame­ri­ka­ni­sche Auto­mo­bil­in­dus­trie inner­halb von nur 10 Tagen zum Erlie­gen brin­gen könn­te. Sena­tor Ted Cruz äußer­te sich hin­ge­gen zuver­sicht­lich, dass eine Eini­gung erzielt wird, und wies auf die enge Koope­ra­ti­on im Ener­gie­sek­tor hin.

2. Die neue US-Sank­ti­ons­wel­le gegen den Iran („Ope­ra­ti­on Eco­no­mic Out­cast“)

Die Trump-Admi­nis­tra­ti­on hat im Rah­men ihrer neu­en Stra­te­gie gegen­über dem Iran eine mas­si­ve wirt­schaft­li­che Offen­si­ve gestar­tet, die als „Eco­no­mic D‑Day“ bezeich­net wird.

  • Ziel­ge­rich­te­te Sank­tio­nen: Die von Finanz­mi­nis­ter Scott Bes­sent ver­kün­de­ten Maß­nah­men zie­len dar­auf ab, das gesam­te finan­zi­el­le Öko­sys­tem des Irans zu blo­ckie­ren. Die Sank­tio­nen tref­fen ins­be­son­de­re die Schiff­fahrt, Luft­fahrt, Gold­re­ser­ven sowie digi­ta­le Ver­mö­gens­wer­te.
  • Fokus auf Chi­na und die VAE: Da her­kömm­li­che Ban­ken­we­ge geschlos­sen sind, weicht der Iran auf Wech­sel­stu­ben und Kryp­to­wäh­run­gen aus. Wäh­rend offi­zi­el­le chi­ne­si­sche Insti­tu­tio­nen nicht direkt in den Sank­ti­ons­do­ku­men­ten genannt wur­den, gilt Chi­na (das 90 % der ira­ni­schen Ölex­por­te abnimmt) als wirt­schaft­li­cher Ret­tungs­an­ker des Regimes und steht im Zen­trum der Bemü­hun­gen. Peking reagier­te mit Trotz und for­der­te, dass die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen nicht unter­gra­ben wer­den dür­fen.
  • Mili­tä­ri­sche Lage und Stra­ße von Hor­mus: Berich­te deu­ten dar­auf hin, dass die USA vor­erst von neu­en mili­tä­ri­schen Schlä­gen abse­hen und sich auf die­se wirt­schaft­li­che Blo­cka­de kon­zen­trie­ren. Gleich­zei­tig gab die US-Regie­rung bekannt, dass die Stra­ße von Hor­muz durch die US Navy voll­stän­dig von Minen geräumt wur­de und eng­ma­schig über­wacht wird. Ein Mili­tär­ex­per­te wies dar­auf hin, dass die wirt­schaft­li­che Not die inne­re Oppo­si­ti­on stär­ken und das ira­ni­sche Regime brü­chig machen könn­te.

3. Stan­ley Dru­cken­mil­lers schar­fe Kri­tik am US-Finanz­mi­nis­ter

Für gro­ßes Auf­se­hen in der Finanz­welt sorg­te ein Gast­bei­trag des legen­dä­ren Inves­tors Stan­ley Dru­cken­mil­ler im Wall Street Jour­nal, in dem er Finanz­mi­nis­ter Scott Bes­sent unge­wöhn­lich scharf kri­ti­sier­te.

  • Kri­tik am Anlei­he­kauf­pro­gramm: Bes­sent hat­te zuvor ange­kün­digt, das lang­fris­ti­ge Anlei­he-Rück­kauf­pro­gramm des Finanz­mi­nis­te­ri­ums von 2 Mil­li­ar­den auf 4 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu ver­dop­peln. Dru­cken­mil­ler bezeich­ne­te dies als gra­vie­ren­den Feh­ler und als eine Art ver­deck­tes „Quan­ti­ta­ti­ve Easing“ (QE), was den frü­he­ren Über­zeu­gun­gen Bess­ents wider­spre­che.
  • Ver­stoß gegen Markt­prin­zi­pi­en: Dru­cken­mil­ler argu­men­tier­te, dass Regie­run­gen, die ver­su­chen, Markt­prei­se gegen fun­da­men­ta­le Gege­ben­hei­ten zu ver­tei­di­gen, am Ende immer ver­lie­ren. Er for­der­te dazu auf, „den Anlei­he­markt spre­chen zu las­sen“.
  • Debat­te um die Staats­ver­schul­dung: Micha­el Faul­ken­der ver­tei­dig­te das Rück­kauf­pro­gramm als mar­gi­na­le Maß­nah­me zur Kos­ten­sen­kung, stimm­te jedoch zu, dass die Gesamt­ver­schul­dung der USA von 40 Bil­lio­nen Dol­lar ein erns­tes und beängs­ti­gen­des Pro­blem dar­stellt. Die Zins­zah­lun­gen der USA haben inzwi­schen die Mar­ke von 1 Bil­li­on Dol­lar über­schrit­ten und über­stei­gen die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben.

4. Tur­bu­len­zen am Akti­en­markt und nach­börs­li­che Gewinn­war­nun­gen

Wäh­rend die gro­ßen Indi­zes am regu­lä­ren Han­dels­tag leich­te Gewin­ne ver­zeich­ne­ten, sorg­te die nach­börs­li­che Berichts­sai­son für erheb­li­che Ver­schie­bun­gen, ins­be­son­de­re im Tech­no­lo­gie­sek­tor.

  • Der Absturz von Intuit: Die Aktie von Intuit brach nach­börs­lich um 11 % ein. Zwar über­traf der Umsatz im abge­lau­fe­nen Quar­tal mit 4,35 Mil­li­ar­den Dol­lar die Erwar­tun­gen, doch der Aus­blick für das neu begon­ne­ne Geschäfts­jahr 2027 lag beim ope­ra­ti­ven Ein­kom­men und Gewinn pro Aktie weit unter den Pro­gno­sen der Ana­lys­ten. Dies schürt an der Wall Street die Angst vor einer Fort­set­zung der soge­nann­ten „SaaS-Apo­ka­lyp­se“ im Soft­ware-Bereich.
  • Zoom und Box: Auch Zoom und Box ver­zeich­ne­ten nach­börs­lich Ver­lus­te. Bei­de Unter­neh­men kämp­fen mit der Her­aus­for­de­rung, ihre Geschäfts­mo­del­le in einer Ära zu ver­tei­di­gen, in der neue KI-Tools die tra­di­tio­nel­len Soft­ware-Vor­tei­le angrei­fen.
  • Der his­to­ri­sche Ein­bruch von Dick’s Sport­ing Goods: Die Aktie von Dick’s stürz­te im regu­lä­ren Han­del um rund 29–31 % ab – der schlech­tes­te Tag in der Unter­neh­mens­ge­schich­te. Grund ist die anhal­ten­de Schwä­che der im Vor­jahr über­nom­me­nen Ket­te Foot Locker sowie aggres­si­ve Rabatt­ak­tio­nen der Schuh­her­stel­ler auf ihren eige­nen Web­sei­ten, die die Mar­gen belas­ten.
  • Licht­bli­cke und Kryp­to: Moder­na stieg um 14 % nach einem erfolg­rei­chen MRNA-Impf­stoff­test gegen Mela­no­me. Bit­co­in erleb­te ein star­kes Come­back und über­schritt kurz­zei­tig die Mar­ke von 80.000 US-Dol­lar, gestützt durch Kapi­tal­zu­flüs­se in ETFs und die Erwar­tung, dass Inves­to­ren ange­sichts sin­ken­der Fiat-Wäh­run­gen in knap­pe digi­ta­le Ver­mö­gens­wer­te flüch­ten. Zudem blickt der gesam­te Markt gespannt auf die mor­gi­gen Quar­tals­zah­len des KI-Schwer­ge­wichts Nvi­dia.

5. Tod von Dol­ly Par­ton im Alter von 80 Jah­ren

Eine trau­ri­ge Nach­richt über­schat­te­te den Tag: Die US-Coun­try-Musik-Iko­ne, Phil­an­thro­pin und Geschäfts­frau Dol­ly Par­ton ist im Alter von 80 Jah­ren ver­stor­ben.

  • Par­ton war nicht nur als Musi­ke­rin welt­be­rühmt, son­dern auch für ihre groß­zü­gi­gen Spen­den bekannt – unter ande­rem unter­stütz­te sie in den frü­hen Tagen der Pan­de­mie maß­geb­lich die Ent­wick­lung des Moder­na-Impf­stoffs.
  • Prä­si­dent Trump ord­ne­te an, alle Flag­gen im Land für eine Woche auf halb­mast zu sen­ken.

6. Poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen und Supre­me-Court-Ent­schei­dung zur Brief­wahl

  • Brief­wahl-Restrik­tio­nen: Der Supre­me Court hat in einer 6:3‑Entscheidung ent­schie­den, dass die restrik­ti­ven Brief­wahl­re­geln der Regie­rung vor­erst in Kraft blei­ben dür­fen. Die Ent­schei­dung wirft hef­ti­ge Debat­ten über die Orga­ni­sa­ti­on der bevor­ste­hen­den Zwi­schen­wah­len (Mid­terms) auf, da in eini­gen Staa­ten wie North Caro­li­na bereits in Kür­ze die Stimm­zet­tel ver­sen­det wer­den.
  • Stich­wahl in South Caro­li­na: Im Bun­des­staat South Caro­li­na fin­det die Stich­wahl der Repu­bli­ka­ner statt, um den dau­er­haf­ten Nach­fol­ger des ver­stor­be­nen Sena­tors Lind­sey Gra­ham zu bestim­men. Sei­ne Schwes­ter, Dar­le­ne Gra­ham, tritt mit mas­si­ver Unter­stüt­zung und Finan­zie­rung durch Donald Trumps Lager gegen den Abge­ord­ne­ten Ralph Nor­man an.

Man beschäf­tigt sich mit ame­ri­ka­ni­scher Poli­tik nicht aus Ame­ri­ka-Fas­zi­na­ti­on, son­dern aus deut­schem Eigen­in­ter­es­se.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater