Kriminalitätsentwicklung im Zeitraum von 2000 bis 2025 in ausgewählten Deliktsbereichen
Worum es in der Drucksache geht
Die Bundesregierung beantwortet eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Kriminalitätsentwicklung von 2000 bis 2025 in zahlreichen Deliktsbereichen. Die Antwort liefert keine eigenen Zahlen im Dokument, sondern verweist auf PKS‑Standardtabellen des BKA und ergänzt methodische Hinweise sowie eine Übersicht über die prozentuale Veränderung nichtdeutscher Tatverdächtiger.
Zentrale Inhalte & Hauptaussagen
Methodische Hinweise der Bundesregierung
- 2009 wurde die echte Tatverdächtigenzählung eingeführt → Personen werden nicht mehr mehrfach gezählt, wenn sie in mehreren Bundesländern registriert wurden. → Vergleiche vor/nach 2009 sind nicht belastbar.
- 2016/2017/2018 gab es große Reformen im Sexualstrafrecht → neue Tatbestände, geänderte Definitionen. → Vergleiche über die Jahre sind eingeschränkt möglich.
- Für ältere Daten verweist die Bundesregierung auf frühere Antworten (z. B. Drucksache 21/41).
Struktur der Anfrage (Fragen 1–16)
Für 16 Deliktsbereiche werden jeweils dieselben Punkte abgefragt:
a) Anzahl der Fälle (nach Bundesländern) b) Tatverdächtige insgesamt c) Deutsche Tatverdächtige d) Nichtdeutsche Tatverdächtige + häufigste Nationalität e) Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger f) Veränderung nichtdeutscher Tatverdächtiger 2025 vs. 2000
Die Deliktsbereiche umfassen u. a.:
- Straftaten insgesamt
- Gewaltkriminalität
- Mord/Totschlag
- Sexualdelikte
- Raub
- Körperverletzung (schwer/einfach)
- Bedrohung
- Straßenkriminalität
- Diebstahl (insgesamt, Laden‑, Wohnungs‑, Kfz‑, Taschen-)
- Betrug
- Erschleichen von Leistungen
Wo die Daten zu finden sind
Die Bundesregierung verweist für alle Unterpunkte auf PKS‑Standardtabellen des BKA:
- T01 – Fälle nach Bundesländern
- T20 – Tatverdächtige insgesamt
- T40 – Deutsche Tatverdächtige
- T50 – Nichtdeutsche Tatverdächtige
- T62 – Nationalitäten nichtdeutscher Tatverdächtiger
- T01 (Bund) – Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger
Die Links im Dokument führen direkt zu den entsprechenden Excel‑Tabellen.
Einzige konkrete Zahlen im Dokument: Veränderung nichtdeutscher Tatverdächtiger (2000–2025)
Die Bundesregierung listet für jeden Deliktsbereich die prozentuale Veränderung nichtdeutscher Tatverdächtiger:
- Straftaten insgesamt: +39,8 %
- Gewaltkriminalität: +71,6 %
- Mord/Totschlag: +77,1 %
- Sexualdelikte: +148,2 %
- Raub: +22,9 %
- Gefährliche/schwere Körperverletzung: +88,9 %
- Einfache Körperverletzung: +169,3 %
- Bedrohung: +231,5 %
- Straßenkriminalität: +52,6 %
- Diebstahl insgesamt: +11,5 %
- Ladendiebstahl: +11,2 %
- Wohnungseinbruch: +8,0 %
- Diebstahl aus/an Kfz: +3,8 %
- Taschendiebstahl: +97,9 %
- Betrug: +45,3 %
- Erschleichen von Leistungen: +52,0 %
Kernbotschaft der Bundesregierung
Die Bundesregierung liefert keine eigenen Auswertungen, sondern verweist vollständig auf die PKS‑Tabellen. Die einzige eigene Darstellung betrifft die prozentuale Veränderung nichtdeutscher Tatverdächtiger, die je nach Delikt stark variiert.
Quelle: Bundestagsdrucksache 21/7672