USA, das Aller­letz­te vom 31.08.2026

Die eska­lie­ren­den geo­po­li­ti­schen Span­nun­gen im Nahen Osten und tief­grei­fen­de Ver­schie­bun­gen auf dem glo­ba­len Ölmarkt präg­ten den heu­ti­gen Tag.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de kam es zu den ers­ten direk­ten mili­tä­ri­schen Kon­fron­ta­tio­nen zwi­schen den USA und dem Iran seit fast einem Monat. Nach Anga­ben des US-Mili­tärs griff die ame­ri­ka­ni­sche Trup­pe CENTCOM ira­ni­sche Rake­ten­wer­fer im Bereich einer Insel in der Stra­ße von Hor­mus an, da die­se Vor­be­rei­tun­gen zur Ver­le­gung von See­mi­nen getrof­fen hat­ten. Der Iran reagier­te dar­auf mit Rake­ten­an­grif­fen auf US-Streit­kräf­te in Jor­da­ni­en und den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten. Wäh­rend die ira­ni­schen Staats­me­di­en zudem behaup­ten, eine US-Droh­ne über der Stra­ße von Hor­mus abge­schos­sen zu haben, droh­te US-Prä­si­dent Donald Trump mit hef­ti­gen Ver­gel­tungs­schlä­gen.

Die­se mili­tä­ri­sche Eska­la­ti­on trieb den Preis für Brent-Roh­öl wie­der über die Mar­ke von 90 US-Dol­lar (zeit­wei­se bis auf 91 US-Dol­lar) pro Bar­rel.

Das his­to­ri­sche US-Vene­zue­la-Ölab­kom­men und sei­ne Hür­den

Als Reak­ti­on auf die Ölpreis­span­nun­gen ver­kün­de­te Prä­si­dent Trump ein Abkom­men mit Vene­zue­la. Dem­nach erwer­ben die USA über eine pri­va­te Part­ner­schaft, die vom Office of Stra­te­gic Capi­tal des Pen­ta­gons gesteu­ert wird, eine pas­si­ve Betei­li­gung von 35 % an einem pri­va­ten vene­zo­la­ni­schen Unter­neh­men. Dies sichert den USA die effek­ti­ve Mehr­heits­kon­trol­le (55 % des Out­puts) über 65 Mil­li­ar­den Bar­rel nach­ge­wie­se­ner Reser­ven sowie das Vor­zugs­recht, 20 % der Pro­duk­ti­on zum Selbst­kos­ten­preis zu erwer­ben. Die Erträ­ge sol­len direkt zum schnel­len Auf­fül­len der stra­te­gi­schen US-Ölre­ser­ve (SPR) genutzt wer­den.

Bran­chen­ana­lys­ten äußer­ten sich jedoch skep­tisch bezüg­lich einer schnel­len Ent­las­tung an den US-Tank­stel­len. Die vene­zo­la­ni­sche Öl-Infra­struk­tur ist durch jah­re­lan­ge man­geln­de War­tung stark maro­de; Exper­ten schät­zen, dass es bis zu einem Jahr­zehnt dau­ern könn­te, um wie­der Spit­zen­pro­duk­ti­ons­wer­te zu errei­chen. Zudem birgt der Deal ver­fas­sungs­recht­li­che Kon­flik­te in Vene­zue­la und das Risi­ko einer zukünf­ti­gen Ver­staat­li­chung durch eine nach­fol­gen­de Regie­rung. Trump wird sich am mor­gi­gen Tag mit füh­ren­den US-Raf­fi­ne­rie-Chefs (dar­un­ter Ver­tre­ter von Che­vron; Exxon­Mo­bil wur­de nicht ein­ge­la­den) im Wei­ßen Haus tref­fen, um über Maß­nah­men zur Sen­kung der Ben­zin­prei­se zu bera­ten.


Geld­po­li­ti­sche Zer­reiß­pro­be bei der Fede­ral Reser­ve

Ein wei­te­res zen­tra­les The­ma des Tages sind die Nach­wir­kun­gen der mit Span­nung erwar­te­ten Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jack­son Hole. Warsh schlug über­ra­schend haw­ki­sh Töne an und bezwei­fel­te öffent­lich, dass die aktu­el­len Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen restrik­tiv genug sei­en, um die Infla­ti­on zügig auf das 2 %-Ziel zu sen­ken. Er führ­te neue Varia­blen wie die „Geschwin­dig­keit“ und „Brei­te“ der Infla­ti­on ein und ver­wies dar­auf, dass immer noch 54 % des PCE-Infla­ti­ons­korbs annua­li­siert über 3 % lie­gen.

  • Zins­er­war­tun­gen stei­gen: Die Finanz­märk­te reagier­ten prompt. Die Wahr­schein­lich­keit für eine Zins­er­hö­hung um einen Vier­tel­punkt auf der kom­men­den Fed-Sit­zung am 16. Sep­tem­ber stieg auf 60 % bis 68 %.
  • Ren­di­ten im Höhen­flug: Die Ren­di­ten für Staats­an­lei­hen klet­ter­ten deut­lich nach oben – die 10-jäh­ri­ge Ren­di­te über­schritt 4,75 % (der höchs­te Stand seit Janu­ar 2025), wäh­rend die 30-jäh­ri­ge Ren­di­te bei rund 5,25 % notier­te.
  • Öko­no­men gespal­ten: Eini­ge Exper­ten wie Andrew Hol­len­horst (Citi) oder Gre­go­ry Daco (EY-Par­the­non) hal­ten Zins­er­hö­hungs­plä­ne den­noch für unwahr­schein­lich. Sie argu­men­tie­ren, dass sich der Arbeits­markt mit nur rund 20.000 neu geschaf­fe­nen Stel­len pro Monat abkühlt und das GDP-Wachs­tum mit unter 2 % zu schwach für wei­te­re Straf­fun­gen sei.

Tech­no­lo­gi­scher Wan­del: Nvi­dia-Mega-Deal und Apple-Füh­rungs­wech­sel

Auch im Tech­no­lo­gie­sek­tor kam es heu­te zu his­to­ri­schen Wei­chen­stel­lun­gen:

  • Nvi­di­as Mil­li­ar­den-Inves­ti­ti­on in Media­Tek: Nvi­dia inves­tiert 3,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar über Wan­del­an­lei­hen in den tai­wa­ni­schen Chip­ent­wick­ler Media­Tek. Es han­delt sich um Nvi­di­as bis­her größ­te Direkt­in­ves­ti­ti­on außer­halb der USA. Das Ziel ist eine tie­fe tech­no­lo­gi­sche Ver­zah­nung: Media­Teks Sys­tem-on-Chip (SoC)-Technologie wird direkt mit Nvi­di­as Gra­fik­pro­zes­so­ren (GPUs) ver­bun­den, um hoch­ent­wi­ckel­te „Agen­ten-KI“ lokal auf Desk­tops aus­zu­füh­ren (DGX Spark, RTX Spark). Die­se Chips sol­len das Fun­da­ment für Micro­softs neue Win­dows-PC-Gene­ra­ti­on bil­den. Nvi­dia-CEO Jen­sen Huang wies Beden­ken bezüg­lich einer „zir­ku­lä­ren Finan­zie­rung“ ent­schie­den zurück und beton­te, dass Media­Tek ein eigen­stän­di­ges, hoch­pro­fi­ta­bles Unter­neh­men sei.
  • Füh­rungs­wech­sel bei Apple: Der heu­ti­ge Tag mar­kiert den offi­zi­ell letz­ten Arbeits­tag von Tim Cook als CEO von Apple. Ab mor­gen über­nimmt der bis­he­ri­ge Hard­ware-Chef John Ter­nus die Lei­tung des Tech-Gigan­ten. Cook wird dem Unter­neh­men jedoch als Bera­ter erhal­ten blei­ben und wei­ter­hin die poli­tisch sen­si­blen Bezie­hun­gen zur chi­ne­si­schen Regie­rung und zur Trump-Admi­nis­tra­ti­on koor­di­nie­ren.
  • Anthro­pic IPO-Plä­ne: Das KI-Start-up Anthro­pic berei­tet einen his­to­ri­schen Bör­sen­gang vor, ver­zö­gert die­sen jedoch leicht, um eine revol­vie­ren­de Kre­dit­fa­zi­li­tät von über 10 Mil­li­ar­den US-Dol­lar mit Ban­ken zu fina­li­sie­ren.

Wei­te­re wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen

  • G20-Tref­fen in Ashe­ville: US-Finanz­mi­nis­ter Scott Bes­sent nutzt das G20-Finanz­mi­nis­ter­tref­fen in Ashe­ville, North Caro­li­na, um die welt­wei­ten Part­ner auf Trumps Dere­gu­lie­rungs- und Wachs­tums­kurs ein­zu­schwö­ren. Unter dem Namen „Ope­ra­ti­on Eco­no­mic Out­cast“ wirbt er für eine gemein­sa­me Iso­lie­rung des Iran. Gleich­zei­tig drängt er die G20-Staa­ten dazu, ent­schlos­se­ner gegen Chi­nas mas­si­ven Han­dels­über­schuss von 1,2 Bil­lio­nen US-Dol­lar vor­zu­ge­hen.
  • Trumps “Most Favor­ed Nation”-Gesundheitsinitiative: Trump ver­kün­de­te eine mas­si­ve Aus­wei­tung sei­ner Arz­nei­mit­tel­preis-Initia­ti­ve. Neun wei­te­re Phar­ma­kon­zer­ne (ins­ge­samt nun 26 Unter­neh­men, die 90 % des US-Mark­tes abde­cken) haben sich ver­pflich­tet, US-Pati­en­ten die welt­weit nied­rigs­ten Prei­se für ihre Medi­ka­men­te anzu­bie­ten. Die Regie­rung pro­gnos­ti­ziert dadurch Ein­spa­run­gen von über 600 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. So sol­len bei­spiels­wei­se die Kos­ten für Abnehm­me­di­ka­men­te wie Ozem­pic um 1.800 US-Dol­lar pro Jahr sin­ken. Zudem sag­ten die betei­lig­ten Unter­neh­men Inves­ti­tio­nen in Höhe von 19,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu, um die Arz­nei­mit­tel­pro­duk­ti­on wie­der in die USA zu ver­la­gern.
  • Mas­si­ver Kurs­ein­bruch bei kali­for­ni­schen Ver­sor­gern: Weil das kali­for­ni­sche Par­la­ment ein Gesetz ablehn­te, das eine dau­er­haf­te Haf­tungs­ober­gren­ze für Ener­gie­ver­sor­ger bei durch Aus­rüs­tung ver­ur­sach­ten Wald­brän­den vor­ge­se­hen hät­te, gerie­ten Ver­sor­ger­ak­ti­en in Panik. Die Aktie von PG&E stürz­te um bis zu 21 % ab (der schwers­te Ver­lust seit 2020), wäh­rend Edi­son Inter­na­tio­nal um 23 % bis 24 % ein­brach.
  • Han­dels­streit mit Kana­da: Kana­da plant als Ver­gel­tungs­maß­nah­me für US-Zöl­le ab nächs­ter Woche Straf­zöl­le von bis zu 50 % auf US-Stahl- und Alu­mi­ni­um­pro­duk­te ein­zu­füh­ren. Roh­stoff­ana­lys­ten wie Tim­na Tan­ners (Wells Far­go) wie­sen jedoch dar­auf hin, dass die­ser Schritt weit­ge­hend irrele­vant und rei­ne poli­ti­sche Sym­bo­lik sei, da die kana­di­schen Stahl­prei­se ohne­hin bereits hoch sei­en.

Die­se Pres­se­er­klä­rung von Prä­si­dent Donald Trump am 31. August 2026 im Wei­ßen Haus befasst sich im Kern mit einer weit­rei­chen­den Aus­wei­tung der Regie­rungs­in­itia­ti­ve zur Erschwing­lich­keit von Medi­ka­men­ten („Most Favor­ed Nati­on drug pri­cing“) sowie einer Rei­he aktu­el­ler geo­po­li­ti­scher und wirt­schafts­po­li­ti­scher Fra­gen.

1. Aus­wei­tung der „Most Favor­ed Nation“-Initiative für Medi­ka­men­ten­prei­se

  • Grund­prin­zip der Initia­ti­ve: Unter dem von der Trump-Admi­nis­tra­ti­on aus­ge­han­del­ten „Most Favor­ed Nation“-Abkommen zah­len ame­ri­ka­ni­sche Pati­en­ten für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te künf­tig den nied­rigs­ten Preis, der in ande­ren ent­wi­ckel­ten Län­dern welt­weit ver­langt wird. Zuvor zahl­ten Ame­ri­ka­ner die his­to­risch höchs­ten Prei­se der Welt.
  • Neue Part­ner­schaf­ten und Markt­ab­de­ckung: Neun neue Phar­ma­un­ter­neh­men haben sich der Initia­ti­ve ange­schlos­sen. Damit haben sich ins­ge­samt 26 der welt­weit füh­ren­den Phar­ma­un­ter­neh­men (dar­un­ter Estel­lis, B1 Medi­ci­nes, Bridge Bio, CSL, Sun Phar­ma, Kio Kier­an, Teva USA und UCB) zu die­sen Preis­nach­läs­sen ver­pflich­tet. Die­se Unter­neh­men decken zusam­men 90 % des US-ame­ri­ka­ni­schen Arz­nei­mit­tel­mark­tes ab.
  • Finan­zi­el­le Ein­spa­run­gen: Die Ver­ein­ba­run­gen sol­len den ame­ri­ka­ni­schen Bür­gern über einen Zeit­raum von zehn Jah­ren schät­zungs­wei­se 600 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Ein­spa­run­gen brin­gen. Laut Regie­rungs­ver­tre­tern haben Pati­en­ten bereits in den ers­ten Mona­ten der Initia­ti­ve über eine Mil­li­ar­de US-Dol­lar direkt an den Apo­the­ken­kas­sen ein­ge­spart.
  • Kon­kre­te Preis­nach­läs­se und TrumpRX: Die rabat­tier­ten Medi­ka­men­te sind über die staat­li­che Platt­form trumprx.gov zugäng­lich, die bereits über 800 Medi­ka­men­te anbie­tet.
    • Abnehm­me­di­ka­men­te (GLP‑1 wie Ozem­pic): Die jähr­li­chen Kos­ten wur­den um über 1.800 US-Dol­lar gesenkt. Über Medi­ca­re erhal­ten berech­tig­te Senio­ren die­se Prä­pa­ra­te nun für 50 US-Dol­lar pro Monat statt der bis­he­ri­gen Kos­ten von 1.200 US-Dol­lar oder mehr. Inner­halb von nur zwei Mona­ten haben sich bereits 600.000 Senio­ren für die­ses Pro­gramm ange­mel­det.
    • Frucht­bar­keits­be­hand­lun­gen (IVF): Pati­en­ten spa­ren bei Frucht­bar­keits­me­di­ka­men­ten mehr als 6.000 US-Dol­lar pro Geburt.
    • Chro­ni­sche und sel­te­ne Krank­hei­ten: Die Rabat­te gel­ten auch für teu­re Medi­ka­men­te zur Behand­lung von Par­kin­son, Leber­er­kran­kun­gen und ver­schie­de­nen Krebs­ar­ten.

2. Rück­ver­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on (Res­ho­ring) und stra­te­gi­sche Reser­ven

  • Mil­li­ar­den­schwe­re US-Inves­ti­tio­nen: Neben den Preis­nach­läs­sen haben sich die betei­lig­ten Phar­ma­un­ter­neh­men ver­pflich­tet, ihre Pro­duk­ti­on und For­schung in die USA zu ver­la­gern („Res­ho­ring“). Am Tag der Ankün­di­gung wur­den neue Bau­in­ves­ti­tio­nen in Höhe von 19,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zuge­sagt. Ins­ge­samt belau­fen sich die Res­ho­ring-Agree­ments der Phar­ma­bran­che laut Regie­rungs­an­ga­ben auf 638 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (bzw. 668 Mil­li­ar­den US-Dol­lar laut RFK Jr.). Dies habe bereits über 100.000 neue Arbeits­plät­ze in die­ser Indus­trie geschaf­fen.
  • Spen­den für die Natio­na­le Stra­te­gi­sche Reser­ve: Die Unter­neh­men Estel­lis, Sun Phar­ma, Teva und UCB spen­den gemein­sam 290 Ton­nen phar­ma­zeu­ti­sche Wirk­stof­fe für die stra­te­gi­sche US-Reser­ve. Die­se Vor­rä­te (dar­un­ter das Immun­sup­pres­si­vum Tacro­li­mus von Estel­lis sowie das Anti-Epi­lep­ti­kum Kepp­ra von UCB) sol­len die Ver­sor­gung bei Not­fäl­len, Kata­stro­phen oder Krie­gen sichern.

3. Kom­men­ta­re von Regie­rungs­mit­glie­dern und Wirt­schafts­füh­rern

  • Robert F. Ken­ne­dy Jr. (HHS-Sekre­tär): Ken­ne­dy ver­glich die Bedeu­tung die­ser Initia­ti­ve mit der his­to­ri­schen Ände­rung des Arz­nei­mit­tel­ge­set­zes von 1962 durch sei­nen Onkel (Prä­si­dent John F. Ken­ne­dy) nach dem Con­ter­gan-Skan­dal (Tha­li­do­mi­de). Das aktu­el­le Abkom­men sei jedoch weit­aus bedeu­ten­der für die öffent­li­che Gesund­heit. Zudem hob er her­vor, dass Trump gro­ßen Wert dar­auf gelegt habe, die Phar­ma­un­ter­neh­men bei den Ver­hand­lun­gen nicht in den Bank­rott zu trei­ben, um die USA als glo­ba­len Kno­ten­punkt für bio­me­di­zi­ni­sche For­schung zu erhal­ten.
  • Howard Lut­nick (Han­dels­mi­nis­ter): Lut­nick beton­te, dass das Res­ho­ring der Phar­ma­pro­duk­ti­on essen­zi­ell für die natio­na­le Sicher­heit der USA sei, da wich­ti­ge Medi­ka­men­te wie­der im eige­nen Land her­ge­stellt wer­den.
  • Dr. Meh­met Oz (CMS): Dr. Oz sprach von einer „Demo­kra­ti­sie­rung des Gesund­heits­we­sens“. Er erklär­te, dass eine gesün­de­re und arbeits­fä­hi­ge­re Bevöl­ke­rung durch den Zugang zu moder­ner Medi­zin das BIP der USA um schät­zungs­wei­se eine Bil­li­on US-Dol­lar pro Jahr stei­gern kön­ne, wenn durch­schnitt­li­che Ame­ri­ka­ner dadurch auch nur ein Jahr län­ger arbei­ten.

4. Reak­tio­nen auf Pres­se­fra­gen zu wei­te­ren geo­po­li­ti­schen & wirt­schaft­li­chen The­men

  • Der Mili­tär­kon­flikt mit dem Iran: Trump bezeich­ne­te den Iran als eine „geschei­ter­te Nati­on“ mit einer Infla­ti­on von 350 %, einer wert­lo­sen Wäh­rung und einer weit­ge­hend dezi­mier­ten mili­tä­ri­schen und infra­struk­tu­rel­len Kapa­zi­tät. Den­noch bekräf­tig­te er sei­ne Dro­hung („smack them“), falls nötig, mili­tä­risch ein­zu­grei­fen. Er stell­te klar, dass der Iran nie­mals eine Nukle­ar­waf­fe erhal­ten dür­fe, da dies die Exis­tenz Isra­els und des gesam­ten Nahen Ostens gefähr­den wür­de. Auf die Fra­ge, ob er den Ein­satz von Atom­waf­fen gegen den Iran aus­schlie­ße, ant­wor­te­te Trump mit Ja, da der Iran mili­tä­risch ohne­hin bereits besiegt sei und ein sol­cher Schritt unnö­tig wäre.
  • Das Vene­zue­la-Ölab­kom­men: Trump ver­tei­dig­te den am Wochen­en­de ange­kün­dig­ten Ölde­al mit Vene­zue­la als ein „groß­ar­ti­ges Geschäft“. Gro­ße US-Ölkon­zer­ne wie Che­vron und Exxon gehen nach Vene­zue­la, um das dor­ti­ge schwe­re Öl zu för­dern und in US-Raf­fi­ne­rien (vor allem in Hous­ton und Loui­sia­na) zu ver­ar­bei­ten. Trump beton­te, dass das Abkom­men die Kos­ten des Krie­ges bereits mehr­fach ein­ge­spielt habe. Ana­lys­ten­schät­zun­gen, wonach es Jah­re dau­ern könn­te, bis das Öl fließt, wies er zurück und erklär­te, man wer­de die stra­te­gi­schen US-Ölre­ser­ven (SPR) sehr schnell mit vene­zo­la­ni­schem Öl auf­fül­len.
  • Zins­po­li­tik der Fede­ral Reser­ve: Ange­spro­chen auf Signa­le des Fed-Chefs Kevin Warsh, die Zin­sen even­tu­ell wei­ter anzu­he­ben, beton­te Trump sei­nen Respekt für Warsh, erklär­te jedoch gleich­zei­tig, dass die US-Zin­sen viel zu hoch sei­en. Sei­ner Ansicht nach soll­ten die USA als stärks­te Wirt­schafts­macht der Welt die nied­rigs­ten Zin­sen welt­weit zah­len. Er argu­men­tier­te, dass wirt­schaft­li­ches Wachs­tum und Erfolg an sich kei­ne Infla­ti­on ver­ur­sa­chen.
  • Chi­na-Bezie­hun­gen und Xi Jin­ping: Trump blickt dem bevor­ste­hen­den Besuch des chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping in eini­gen Wochen erwar­tungs­voll ent­ge­gen. Er kün­dig­te an, bei dem Tref­fen die Frei­las­sung der seit über einem Jahr­zehnt in Chi­na inhaf­tier­ten US-Bür­ger Nel­son Wells Jr. und Don Michel­le Hunt ein­zu­for­dern.
  • Inlands- und Migra­ti­ons­po­li­tik: Trump lob­te die Rekord­zahl an Abschie­bun­gen durch das Hei­mat­schutz­mi­nis­te­ri­um. Gleich­zei­tig nutz­te er die Gele­gen­heit, um die demo­kra­ti­sche Gou­ver­neu­rin von New York, Kathy Hoch­ul, scharf dafür zu kri­ti­sie­ren, dass sie angeb­lich Tau­sen­de Kri­mi­nel­le wie­der auf die Stra­ßen von New York ent­las­sen habe.

Man beschäf­tigt sich mit ame­ri­ka­ni­scher Poli­tik nicht aus Ame­ri­ka-Fas­zi­na­ti­on, son­dern aus deut­schem Eigen­in­ter­es­se.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater