Börsennachrichten aus dem asiatisch-pazifischen Raum
Geopolitische Konflikte, Zinsentscheidungen und ein Boom im Tech-Sektor prägen die wichtigsten Ereignisse dieses Tages im asiatisch-pazifischen Raum.
1. Nahost-Konflikt eskaliert: Schwere Angriffe im Golf und drohender Treibstoffmangel
Die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben am Wochenende die Straße von Hormus erreicht.
- Militärische Schläge: US-Streitkräfte griffen am Samstag drei iranische Öltanker an, darunter einen nahe der wichtigen Exportinsel Charg. Als Vergeltung attackierte die Marine der iranischen Revolutionsgarden drei Öltanker auf unerlaubten Routen in der Straße von Hormus sowie drei US-Schiffe in anderen Regionen.
- Sperrzone und Drohungen: Die iranische Führung kündigte die baldige Einrichtung einer restriktiven Zone außerhalb der Straße von Hormus an und drohte mit einer „schmerzhaften Reaktion“ im Falle weiterer Angriffe.
- Schrumpfender Schiffsverkehr: Der Rohöl-Transit durch das Nadelöhr ist auf durchschnittlich nur noch 10 Schiffe pro Tag eingebrochen – der niedrigste Stand seit Mai. Vor dem Konflikt passierten täglich fast 20 Millionen Barrel die Wasserstraße.
- Preisschock bei Öl und Treibstoffen: Während die Benchmark Brent-Rohölpreise bei rund 96,45 bis 96,80 US-Dollar pro Barrel liegen, hat der Preis für die Schifffahrt-Schlüsselsorte „Very Low Sulphur Fuel Oil“ (VLSFO) in Singapur seit Beginn des Iran-Kriegs um 76 % auf knapp 825 US-Dollar pro Tonne (130 US-Dollar pro Barrel) zugelegt. Da Raffinerien fette Gewinne bei Diesel, Benzin und Kerosin bevorzugen, droht im dritten Quartal eine kritische Verknappung des Schiffstreibstoffs.
- Chinas Ölimporte: Chinas seegestützte Rohölimporte blieben im August mit 7,14 Millionen Barrel pro Tag schwach (fast 40 % unter Vorkriegsniveau). Stattdessen importiert Peking vermehrt russisches Rohöl (1,68 Millionen Barrel pro Tag im August), was es in direkte Konkurrenz zu Indien bringt.
2. Zentralbankpolitik im Fokus: Zinswetten nach robustem US-Arbeitsmarktbericht
Ein starker US-Arbeitsmarktbericht nährt weltweit Spekulationen über eine straffere Geldpolitik der großen Notenbanken.
- Fed-Zinsentscheid: Die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten (162.000 neue Stellen statt erwarteter 56.000) lassen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von rund 57 % bis 58,4 % für eine Erhöhung der US-Zinsen im September einpreisen. Alles hängt nun von den am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten (CPI) ab.
- Geldpolitik in Europa und Japan: Während die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Zinsen voraussichtlich auf 2,75 % anheben wird, wächst in Japan der Druck. Takuji Aida, Wirtschaftsberater von Premierministerin Sanae Takaichi, prognostiziert eine Erhöhung des Leitzinses der Bank of Japan (BOJ) im September auf 1,25 % und danach vierteljährliche Schritte bis Januar 2026, um die Schwäche des Yen einzudämmen.
- Indische Rupie und Anleihen: Die indische Rupie profitiert von der stetigen Dollarkauf-Intervention der Reserve Bank of India (RBI), die ihre massiven Devisenreserven einsetzt. Gleichzeitig stieg die Liquidität im indischen Bankensystem erstmals auf über 10 Billionen Rupien.
3. Rekordrückgang der japanischen Währungsreserven
Um die drastische Schwäche des Yen zu bekämpfen, hat Tokio im August eine historische Intervention durchgeführt.
- Umfang der Intervention: Japan gab im Zeitraum vom 30. Juli bis zum 26. August die Rekordsumme von 15,4 Billionen Yen (ca. 98,7 Milliarden US-Dollar) aus, um den Yen durch Dollarverkäufe zu stützen. Teilweise wurde diese Operation erstmals seit 2011 gemeinsam mit den USA durchgeführt.
- Historischer Rückgang: Infolgedessen brachen Japans Währungsreserven im August um den Rekordwert von 79,6 Milliarden US-Dollar (6,18 %) auf 1,208 Billionen US-Dollar ein – der niedrigste Stand seit Oktober 2022. Zur Schonung der eigenen Bestände könnte Japan künftig auf eine Fed-Liquiditätsfazilität zurückgreifen. Der Yen stabilisierte sich daraufhin bei etwa 155 bis 156 je Dollar.
4. Peking pumpt 54 Milliarden US-Dollar in staatliche Banken und Versicherer
Um die heimische Wirtschaft zu stützen, das Finanzsystem abzusichern und die Kreditvergabe anzukurbeln, leitet China eine massive Rekapitalisierung ein.
- Staatliche Finanzspritze: Das chinesische Finanzministerium führt eine Kapitalspritze von insgesamt 300 Milliarden Yuan (ca. 54 Milliarden US-Dollar) an staatliche Banken und Versicherer an.
- Großempfänger: Der führende Lebensversicherer China Life erhält 35 Milliarden Yuan, China Taiping 7 Milliarden Yuan. Die Großbanken ICBC und Agricultural Bank of China planen, über private Aktienplatzierungen an das Ministerium jeweils 100 Milliarden bzw. 160 Milliarden Yuan aufzunehmen, um ihr regulatorisches Kernkapital (Tier‑1) zu stärken.
5. KI-Boom treibt asiatische Aktienmärkte an
Eine Welle des Optimismus im Technologiesektor hat asiatischen Börsen am Montag kräftige Gewinne beschert.
- Die OpenAI-Rallye: Die Vorstellung des neuen Modells GPT‑6 Astra von OpenAI hat die Hoffnung auf eine explodierende Nachfrage nach Speicherchips und Halbleitern massiv befeuert. Der japanische Nikkei 225 kletterte um 2,21 % auf 66.460,11 Punkte, während der südkoreanische KOSPI um 3,09 % auf 6.893,89 Punkte zulegte. Große Tech-Werte wie Samsung (+4 %) und SK Hynix (+6 %) verzeichneten enorme Gewinne.
- Südkoreas Exportrekord: Gestützt durch den boomenden Chip-Sektor (+169,6 % Exportzuwachs von Januar bis August) erreichten Südkoreas kumulierte Exporte in diesem Jahr bereits einen Rekordwert von 709,4 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit das gesamte Vorjahr.
- Taiwans „Chip-Diplomatie“: Auf der Halbleitermesse SEMICON Taiwan inszenierte sich das demokratische Taiwan als verlässlicher Partner für die KI-Revolution. Angesichts von TSMC-Investitionen von 265 Milliarden US-Dollar in Arizona und geplanten Zusatzzahlungen wächst jedoch der Druck der USA und der EU (die mit dem Chips Act 2.0 wirbt), die technologische Wertschöpfung zu teilen.
6. Regionale Wirtschaftsnachrichten und Naturkatastrophen
- Philippinen (Mynt-Börsengang): Die philippinische Börsenaufsicht hat grünes Licht für den Börsengang der GCash-Mutter Mynt gegeben, der bis zu 1,48 Milliarden US-Dollar einbringen könnte und damit zum größten Börsengang in der Geschichte des Landes werden würde.
- Indien (Pixxel-Finanzierung): Das indische Raumfahrt-Startup Pixxel sicherte sich in einer Series-C-Finanzierungsrunde (angeführt von Temasek und Seraphim) 100 Millionen US-Dollar – die größte Finanzspritze in der Geschichte des indischen Privat-Sektors für Weltraumtechnologie.
- Indonesien (Vulkanausbruch des Anak Krakatau): Wegen massiver Vulkanaschewolken, die Höhen von bis zu 50.000 Fuß erreichen, mussten acht indonesische Flughäfen (darunter zwei für Jakarta) geschlossen bleiben. Rund 170.000 Flugpassagiere sind betroffen. Die Behörden ordneten Maskenpflicht im Freien an, und schools in Jakarta und Lampung stellten komplett auf Online-Unterricht um.
Übersicht der wichtigsten asiatisch-pazifischen Marktindizes (Stand: 05:30 Uhr MEZ)
| Name | Kurs | Änderung | Änderung % |
|---|---|---|---|
| SSE Composite Index | 3.920,70 | −9,42 | −0,24 % |
| CSI 300 | 4.556,86 | +8,81 | +0,19 % |
| IDX Composite | 6.641,50 | +5,02 | +0,08 % |
| Hang Seng China Enterprises Index | 8.423,89 | −131,14 | −1,53 % |
| Hang Seng Index | 25.394,13 | −256,74 | −1,00 % |
| Taiwan Capitalization Weighted Stock Index | 47.293,37 | +742,24 | +1,59 % |
| KOSPI | 6.893,89 | +206,68 | +3,09 % |
| Nikkei 225 | 66.460,11 | +1.439,17 | +2,21 % |
| Nifty 50 | 23.897,70 | +24,25 | +0,10 % |
| NZX 50 Index | 13.899,99 | −74,19 | −0,53 % |
| BSE Sensex | 76.515,43 | +362,57 | +0,48 % |
| S&P Asia 50 | 11.513,53 | +474,59 | +4,30 % |
| TOPIX | 4.128,53 | +25,30 | +0,62 % |
| S&P/ASX 200 | 9.014,30 | +8,40 | +0,09 % |

Der asiatisch-pazifische Börsenverlauf am Montag, den 7. September 2026, zeichnete sich durch eine deutliche Zweiteilung aus: Während technologie- und exportlastige Märkte dank eines globalen KI-Hypes und solider US-Wirtschaftsdaten kräftige Kursgewinne verzeichneten, litten andere Segmente unter Inflationssorgen, hawkishen Notenbank-Erwartungen und den eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Die übergeordneten Markttreiber des Tages
Drei wesentliche Faktoren prägten die Dynamik an den internationalen Handelsplätzen:
- Der US-Arbeitsmarktbericht und globale Zinswetten: Die am Freitag veröffentlichten, überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten (162.000 neue Stellen statt der erwarteten 56.000) wurden als Signal für ein weiterhin robustes globales Wachstum positiv aufgenommen. Gleichzeitig stieg damit jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve im September auf rund 57 % bis 58,4 % an. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen verharrten nahe ihrem Höchststand seit Ende 2023 bei 4,7840 %, was die Aktienmärkte teilweise belastete. Anleger richten ihren Fokus nun gespannt auf die am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten (CPI).
- Der „OpenAI-Effekt“ im Technologiesektor: Die Vorstellung des neuen KI-Modells GPT‑6 Astra von OpenAI löste an den asiatischen Börsen eine massive Tech-Rallye aus. Die Aussicht auf eine explodierende Nachfrage nach Speicherchips und Halbleitern trieb vor allem die techniklastigen Indizes in Japan, Südkorea und Taiwan massiv an.
- Geopolitische Belastungen durch den Nahost-Konflikt: Die gegenseitigen Angriffe der USA und des Irans auf Öltanker im Persischen Golf und der Straße von Hormus trieben die Ölpreise nach oben – Brent-Rohöl stieg auf fast 97 US-Dollar pro Barrel. Dies schürte erneut Inflationsängste und dämpfte die Risikobereitschaft der Anleger in ölimportierenden Ländern wie Indien.
Detaillierte Entwicklung nach Regionen und Ländern
Japan: Kräftige Erholung getragen von Chip-Aktien
Der japanische Aktienmarkt verzeichnete am Montag eine deutliche Erholung von den Verlusten der Vorwoche.
- Nikkei 225: Der Leitindex sprang laut Text um 2,0 % nach oben und schloss laut der CSV-Tabelle bei 66.460,11 Punkten, was einem kräftigen Plus von 2,21 % (+1.439,17 Punkte) entspricht.
- Topix-Index: Der breitere Index legte um 0,8 % auf 4.136 Punkte zu (die CSV-Tabelle verzeichnete den Schlussstand bei 4.128,53 Punkten, ein Plus von 0,62 %).
- Einzelwerte im Fokus: Vor allem technologie- und halbleiterbezogene Werte verzeichneten herausragende Gewinne: Kioxia Holdings kletterte um 7,2 %, SoftBank Group legte um 6,1 % zu, Advantest stieg um 2,6 %, Fujikura gewann 5,9 % und Tokyo Electron verzeichnete ein Plus von 5,3 %. Unterdurchschnittlich entwickelten sich hingegen Finanz- und Konsumwerte; so verbuchte die Großbank Mitsubishi UFJ Verluste von 0,9 % und Nintendo sank um 2,2 %.
- Makroökonomischer Hintergrund: Gestützt wurde der Markt auch durch Spekulationen über eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BOJ) im September zur Eindämmung der Yen-Schwäche. Takuji Aida, Wirtschaftsberater von Premierministerin Sanae Takaichi, prognostizierte eine Erhöhung im September mit anschließenden vierteljährlichen Schritten. Zudem sorgten Daten über einen historischen Rückgang der japanischen Währungsreserven um 79,6 Milliarden US-Dollar im August nach Rekordinterventionen am Devisenmarkt für Gesprächsstoff.
Südkorea: Halbleiter-Boom treibt den KOSPI
Südkoreas Börse gehörte am Montag zu den absoluten Spitzenreitern der Region.
- KOSPI Composite: Der Benchmark-Index stieg um nahezu 3 % und schloss laut der CSV-Tabelle bei 6.893,89 Punkten, ein Plus von 3,09 % (+206,68 Punkte). Dies war der dritte Gewinntag in Folge.
- Einzelwerte im Fokus: Die Erwartungen rund um GPT‑6 Astra trieben die heimischen Halbleiterschwergewichte an. Samsung Electronics kletterte um fast 4 %, während der Konkurrent SK Hynix um mehr als 6 % zulegte. Weitere starke Zuwächse verbuchten SK Square (+5,4 %), Hyundai Motor (+1,9 %), Doosan Enerbility (+5,1 %), Shinhan Financial Group (+2,3 %) und die Aktie von LG Electronics, die um stolze 9,4 % nach oben schoss.
- Fundamentaldaten: Unterstützt wurde die gute Stimmung durch historische Exportdaten: Südkoreas kumulierte Exporte erreichten im bisherigen Jahresverlauf bereits die Rekordmarke von 709,4 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit das gesamte Vorjahr, maßgeblich angetrieben durch einen Zuwachs der Halbleiterexporte um 169,6 % im Zeitraum Januar bis August.
Taiwan: Halbleiter-Diplomatie und robustes Plus
Der taiwanische Aktienmarkt zeigte sich ebenfalls in glänzender Verfassung.
- Taiwan Capitalization Weighted Stock Index (Symbol IXO001): Der Index schloss bei 47.293,37 Punkten, was einem deutlichen Zuwachs von 1,59 % (+742,24 Punkte) entspricht.
- Hintergrund: Taiwan nutzte die Branchenmesse SEMICON Taiwan, um sich als verlässlicher und demokratischer Partner für die globale KI-Revolution zu positionieren. Dennoch wächst der internationale Druck auf taiwanische Branchenriesen wie TSMC, die Chipproduktion stärker geografisch zu diversifizieren – TSMC investiert derzeit bereits 265 Milliarden US-Dollar in neue Fabriken im US-Bundesstaat Arizona.
China und Hongkong: Uneinheitliche Entwicklung und staatliche Kapitalspritzen
Die chinesischen Festlandbörsen und der Finanzplatz Hongkong zeigten am Montag ein sehr gemischtes Bild, bei dem anfängliche Kursgewinne teilweise wieder abbröckelten.
- Staatliche Interventionen: China leitet eine massive Kapitalspritze über das Finanzministerium in Höhe von insgesamt 300 Milliarden Yuan (ca. 45 bis 54 Milliarden US-Dollar) für seine größten staatlichen Banken und Versicherer ein (darunter China Life mit 35 Milliarden Yuan und China Taiping mit 7 Milliarden Yuan), was die Kreditvergabe stützen und das Finanzsystem stabilisieren soll.
- Entwicklung am Festland:
- Ein Marktbericht wies am Vormittag darauf hin, dass Tech-Werte die Festlandbörsen stützten: Der Shanghai Composite stieg demnach zunächst um 0,4 % auf 3.945 Punkte, angeführt von Cambricon Technologies (+1,2 %), SMIC (+1,7 %), Shengyi Technology (+2,7 %), Zhongji Innolight (+3,5 %), Eoptolink Technology (+3,1 %) und NAURA Technology (+2,6 %).
- Zum Handelsschluss verzeichnete der SSE Composite Index laut der CSV-Tabelle jedoch leichte Verluste und schloss bei 3.920,70 Punkten (ein Minus von 0,24 % bzw. −9,42 Punkten).
- Der breitere CSI 300 rettete ein minimales Plus von 0,19 % (+8,81 Punkte) ins Ziel und schloss bei 4.556,86 Punkten.
- Hongkong unter erheblichem Druck: An der Hongkonger Börse herrschte dagegen deutliche Schwäche. Der Hang Seng Index (HSI) rutschte um 1,00 % (−256,74 Punkte) ab und schloss bei 25.394,13 Punkten. Der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI) verbuchte sogar ein Minus von 1,53 % (−131,14 Punkte) auf 8.423,89 Punkte.
Indien: Vorsichtige Gewinne trotz Ölpreissorgen
Der indische Aktienmarkt startete verhalten positiv, blieb aber aufgrund der eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der damit verbundenen Rohölpreise vorsichtig.
- BSE Sensex: Der Leitindex Sensex stieg um 0,48 % (+362,57 Punkte) auf 76.515,43 Punkte.
- Nifty 50: Der Nifty-Index schloss mit einem hauchdünnen Plus von 0,10 % (+24,25 Punkte) bei 23.897,70 Punkten.
- Hintergrund und Kapitalabflüsse: In den vorangegangenen vier Wochen hatten der Nifty 50 und der Sensex aufgrund steigender Ölpreise und globaler Anleiherenditen bereits 2,7 % bzw. 2,5 % an Wert verloren. Zudem hielten sich ausländische Investoren zurück und verkauften im bisherigen September netto Aktien im Wert von 782 Millionen US-Dollar (darunter allein 329,38 Millionen US-Dollar am vorherigen Freitag).
- Einzelwerte im Fokus:
- Tata Consultancy Services (TCS): Die Aktie zog Aufmerksamkeit auf sich, nachdem die Tochtergesellschaft von TCS und ihre Partner Investitionen von bis zu 700 Milliarden Rupien (7,41 Milliarden US-Dollar) für den Bau eines gigantischen 1‑Gigawatt-KI-Rechenzentrumscampus im indischen Bundesstaat Telangana ankündigten.
- Cohance Lifesciences: Das Pharmaunternehmen gab bekannt, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) eine Inspektion in seinem Werk in Telangana mit einem Formblatt 483 abgeschlossen hat, das vier behördliche Beanstandungen enthält.
Australien und Neuseeland: Gemischte Performance im Pazifikraum
- Australien (S&P/ASX 200 — Symbol XJO): Der australische Leitindex beendete den Tag nahezu unverändert bei 9.014,30 Punkten (+0,09 % bzw. +8,40 Punkte). Am Vormittag hatte der Index noch zeitweise um 0,4 % auf 9.039 Punkte zugelegt, getragen von Rohstoff- und Logistikwerten. BHP Group legte um 1,9 % zu, während Reece Ltd (+2,3 %), Bluescope Steel (+2,0 %) und Lynas Rare Earths (+0,8 %) ebenfalls zulegten. Dämpfend wirkte hier die abwartende Haltung vor wichtigen Wirtschaftsdaten aus China.
- Neuseeland (NZX 50 Index — Symbol NZ50G): Der neuseeländische Leitindex gehörte zu den Verlierern des Tages und sank um 0,53 % (−74,19 Punkte) auf 13.899,99 Punkte.
Weitere Märkte der Region
- Indonesien (IDX Composite): Der indonesische Leitindex bewegte sich kaum und schloss bei 6.641,50 Punkten (+0,08 % bzw. +5,02 Punkte). Belastet wurde die lokale Stimmung unter anderem durch den heftigen Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau, der zur Schließung von acht Flughäfen (darunter zwei in der Region Jakarta) und zur Einstellung des Präsenzunterrichts an Schulen führte.
- S&P Asia 50 (Symbol SPASIA50): Als Indikator für die 50 führenden Unternehmen der Region glänzte dieser Index mit einem satten Plus von 4,30 % (+474,59 Punkte) und schloss bei 11.513,53 Punkten, was die immense Dynamik der asiatischen Tech-Schwergewichte am heutigen Tag unterstreicht.
Zusammenfassung der Schlusskurse (7. September 2026)
| Index / Symbol | Land / Region | Schlusskurs | Veränderung (Absolut) | Veränderung (Prozent) |
|---|---|---|---|---|
| S&P Asia 50 (SPASIA50) | Region Asien | 11.513,53 | +474,59 | +4,30 % |
| KOSPI (KOSPI) | Südkorea | 6.893,89 | +206,68 | +3,09 % |
| Nikkei 225 (NI225) | Japan | 66.460,11 | +1.439,17 | +2,21 % |
| Taiwan Capitalization Index (IXO001) | Taiwan | 47.293,37 | +742,24 | +1,59 % |
| TOPIX (TOPIX) | Japan | 4.128,53 | +25,30 | +0,62 % |
| BSE Sensex (SENSEX) | Indien | 76.515,43 | +362,57 | +0,48 % |
| CSI 300 (000300) | China (Festland) | 4.556,86 | +8,81 | +0,19 % |
| Nifty 50 (NIFTY_50) | Indien | 23.897,70 | +24,25 | +0,10 % |
| S&P/ASX 200 (XJO) | Australien | 9.014,30 | +8,40 | +0,09 % |
| IDX Composite (COMPOSITE) | Indonesien | 6.641,50 | +5,02 | +0,08 % |
| SSE Composite Index (000001) | China (Festland) | 3.920,70 | −9,42 | −0,24 % |
| NZX 50 Index (NZ50G) | Neuseeland | 13.899,99 | −74,19 | −0,53 % |
| Hang Seng Index (HSI) | Hongkong | 25.394,13 | −256,74 | −1,00 % |
| Hang Seng China Enterprises (HSCEI) | Hongkong | 8.423,89 | −131,14 | −1,53 % |
*Bei den angezeigten Kursen handelt es sich um Momentaufnahmen, da der Börsenhandel zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags noch läuft.
Handelszeiten der wichtigsten asiatischen Börsen
Japan – Tokyo Stock Exchange (Nikkei 225)
- Ortszeit (JST): 9:00 – 11:30 Uhr und 12:30 – 15:00 Uhr
- MEZ: 1:00 – 3:30 Uhr und 4:30 – 7:00 Uhr
- MESZ: 0:00 – 2:30 Uhr und 3:30 – 6:00 Uhr
- Mittagspause: 11:30 – 12:30 Uhr Ortszeit
Hong Kong – Hong Kong Stock Exchange (Hang Seng)
- Ortszeit (HKT): 9:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr
- MEZ: 2:30 – 5:00 Uhr und 6:00 – 9:00 Uhr
- MESZ: 3:30 – 6:00 Uhr und 7:00 – 10:00 Uhr
- Mittagspause: 12:00 – 13:00 Uhr Ortszeit
China – Shanghai Stock Exchange (SSE Composite)
- Ortszeit (CST): 9:30 – 11:30 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr
- MEZ: 2:30 – 4:30 Uhr und 6:00 – 8:00 Uhr
- MESZ: 3:30 – 5:30 Uhr und 7:00 – 9:00 Uhr
- Mittagspause: 11:30 – 13:00 Uhr Ortszeit
Südkorea – Korea Exchange (KOSPI)
- Ortszeit (KST): 9:00 – 15:20 Uhr
- MEZ: 1:00 – 7:20 Uhr
- MESZ: 0:00 – 6:20 Uhr
- Keine Mittagspause
Indien – Bombay Stock Exchange (BSE Sensex)
- Ortszeit (IST): 9:15 – 15:30 Uhr
- MEZ: 5:00 – 11:00 Uhr (Winter)
- MESZ: 3:45 – 9:45 Uhr (Sommer)
- Keine Mittagspause
Australien – ASX (S&P/ASX 200)
- Ortszeit (AEST): 10:00 – 16:00 Uhr
- MEZ: 0:00 – 6:00 Uhr
- MESZ: 23:00 – 5:00 Uhr (Vorabend)
- Keine Mittagspause
Singapur – Singapore Exchange (SGX)
- Ortszeit (SGT): 9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr
- MEZ: 2:00 – 5:00 Uhr und 6:00 – 10:00 Uhr
- MESZ: 3:00 – 6:00 Uhr und 7:00 – 11:00 Uhr
Wichtige Hinweise:
Frühhandel: Asiatische Börsen öffnen bereits in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit (zwischen 0:00–7:00 Uhr MEZ)
Mittagspausen: Besonders in Japan, China und Hong Kong gibt es ausgedehnte Mittagspausen (1–1,5 Stunden)
Wochenende: Alle Börsen sind samstags und sonntags geschlossen
MESZ – europäische Sommerzeitumstellung
Disclaimer: Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Gewähr übernommen.
