Defizit im August gesunken – aber nur wegen Kalender-Effekt
- Das US‑Bundesdefizit im August beträgt 167 Mrd. USD, ein Rückgang um 52 % gegenüber dem Vorjahr. → Dieser Rückgang ist kein echter Trend, sondern entsteht, weil Sozialversicherungs- und Medicare‑Zahlungen aufgrund des Wochenendes in den Juli vorgezogen wurden.
Jahresdefizit bleibt extrem hoch
- Das Defizit seit Beginn des Fiskaljahres liegt bei 1,97 Billionen USD – praktisch unverändert.
- Es übersteigt bereits das Gesamtdefizit des Vorjahres (1,775 Billionen USD).
Bereinigte Zahlen zeigen Anstieg
- Bereinigt um die vorgezogenen Zahlungen liegt das August‑Defizit bei 248 Mrd. USD, 7 Mrd. USD mehr als im Vorjahr.
Ausgaben & Einnahmen
- Unbereinigte Ausgaben: −24 % auf 527 Mrd. USD.
- Zinszahlungen auf Staatsschulden: −14 Mrd. USD (wegen geänderter Inflationsberechnungen).
- Einnahmen: +5 % auf 360 Mrd. USD.
Tarif- und Zollthemen: Rückerstattungen laufen aus
Erstmals seit Monaten wieder Netto‑Zolleinnahmen
- August: 23,3 Mrd. USD eingenommen, 10,5 Mrd. USD zurückerstattet → erster Netto‑Zuwachs seit April.
Rückerstattungen sinken deutlich
- Juli: 33,4 Mrd. USD
- Juni: 49,1 Mrd. USD
Hintergrund: Supreme Court‑Urteil
- Gericht entschied im Februar, dass die Trump‑Administration bestimmte IEEPA‑Zölle nicht rechtmäßig erhoben hatte. → Folge: 166 Mrd. USD müssen zurückerstattet werden.
Bisherige Rückzahlungen
- Seit Mai wurden 115 Mrd. USD ausgezahlt.
Gesamtbild der Staatsfinanzen
- Nach 11 Monaten: 1,966 Billionen USD Defizit.
- Anstieg um 160+ Mrd. USD gegenüber Juli.
- CBO‑Prognose für Gesamtjahr 2026: 2,1 Billionen USD Defizit.
Politische Diskussionen über zukünftige Zoll-Einnahmen
- Trump schlägt vor, jedem erwachsenen US‑Bürger 5.000 USD auszuzahlen, finanziert durch zukünftige Zolleinnahmen. → Kosten: 1,3 Billionen USD – deutlich mehr als realistische Zolleinnahmen.
- Experten betonen: Zolleinnahmen decken nur einen kleinen Bruchteil der Kosten.