Asien: Aktienmärkte brechen ein

1. Auslöser des Markteinbruchs

Der starke Kursrückgang an den asiatischen Börsen wurde vor allem durch die Eskalation des Krieges gegen den Iran ausgelöst. Investoren fürchten insbesondere einen starken Anstieg der Öl- und Gaspreise, der die energieabhängigen Volkswirtschaften Ostasiens belasten könnte.

2. Entwicklung der wichtigsten Aktienmärkte

Mehrere große Indizes verzeichneten deutliche Verluste:

  • Südkorea (Kospi): über −12 %, größter Tagesverlust der Geschichte; Handel wurde zeitweise ausgesetzt.
  • Japan:
    • Nikkei 225: etwa −3,6 %
    • Topix: etwa −3,7 %
  • Taiwan (Taiex): etwa −2,3 %
  • Singapur (Straits Times): etwa −2,7 %
  • China (Shanghai / Shenzhen): etwa −1 %

Trotz der starken Kursverluste liegen Nikkei und Kospi insgesamt noch ungefähr auf dem Niveau von Anfang Februar.

3. Wirtschaftliche Risiken

Die Märkte reagieren besonders sensibel, weil:

  • Japan und Südkorea stark von Energieimporten abhängig sind.
  • Ein Großteil der japanischen Ölimporte über die Straße von Hormus transportiert wird, deren Sicherheit durch den Konflikt gefährdet ist.
  • steigende Energiepreise Inflation erhöhen und Wirtschaftswachstum bremsen könnten.

Berechnungen der japanischen Zentralbank zeigen:

  • +10 % Ölpreis → −0,1 Prozentpunkte BIP und +0,12 Prozentpunkte Inflation.

4. Weitere Faktoren für die Kursverluste

Neben geopolitischen Risiken spielten auch marktspezifische Gründe eine Rolle:

  • Gewinnmitnahmen nach starken Kursanstiegen der letzten Monate.
  • Verkäufe von Technologie- und Chipaktien, die zuvor vom KI-Boom profitiert hatten.
  • Massive Kapitalabflüsse internationaler Investoren aus Südkorea und Taiwan.

Beispiele:

  • Samsung Electronics und SK Hynix: rund −20 % innerhalb von zwei Tagen.
  • Hyundai Motor: etwa −26 %.
  • TSMC: rund −7 % in einer Woche.

5. Mögliche Folgen

  • Risiko einer Energiekrise und Rezession in Ostasien.
  • mögliche Verzögerung der Zinserhöhung der japanischen Zentralbank, falls Ölpreise stark steigen.
  • weitere Volatilität an den Finanzmärkten, solange der Konflikt andauert.

IndexStandVeränderungVeränderung %
Nikkei 22554.245,54-2.033,51-3,61 %
SSE Composite Index4.082,47-40,20-0,98 %
Hang Seng Index25.249,48-518,60-2,01 %
BSE Sensex79.116,19-1.122,66-1,40 %
Nifty 5024.480,50-385,20-1,55 %
S&P Asia 508.568,83-876,74-9,28 %
Taiwan Capitalization Weighted Index32.828,88-1.494,77-4,35 %
KOSPI5.093,54-698,37-12,06 %
S&P/ASX 2008.901,20-176,10-1,94 %
NZX 50 Index13.531,12-89,09-0,65 %
S&P BSE 10025.651,60-448,56-1,72 %
TOPIX3.633,67-138,50-3,67 %
A-share Index4.280,90-42,22-0,98 %
B-share Index263,91-0,75-0,28 %
SZSE Component Index13.917,75-104,64-0,75 %
Shanghai Stock Exchange 180 Index10.166,58-111,16-1,08 %
Shanghai Stock Exchange 50 Index2.974,21-40,06-1,33 %
ChiNext3.164,37-45,11-1,41 %
CSI 3004.602,62-53,27-1,14 %
SZSE Composite Index2.641,79-14,02-0,53 %
S&P/HKEX GEM Index20,31-0,18-0,88 %
S&P/HKEX Large Cap Index35.286,92-662,02-1,84 %
Hang Seng China Enterprises Index8.483,95-124,76-1,45 %
S&P BSE 50035.125,64-686,38-1,92 %
S&P BSE 20011.120,67-211,35-1,87 %
LQ-45772,45-33,15-4,11 %
IDX Composite7.577,06-362,70-4,57 %
FTSE ASEAN All-Share Index1.012,62-25,26-2,43 %
S&P/ASX 3008.838,20-176,20-1,95 %
S&P/NZX 20 Index7.682,87-53,37-0,69 %
S&P/NZX All Index1.917,41-13,63-0,71 %

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