Asi­ens Bör­sen am Mor­gen – 18.03.2026

Bör­sen­nach­rich­ten aus dem asia­tisch-pazi­fi­schen Raum

Am 18. März 2026 zeigt sich der asia­ti­sche Bör­sen­ver­lauf als ein kom­ple­xes Zusam­men­spiel aus geo­po­li­ti­schen Span­nun­gen durch den Iran-Krieg und einer anhal­ten­den Begeis­te­rung für Künst­li­che Intel­li­genz (KI). Wäh­rend die Tech­no­lo­gie­märk­te in Japan und Süd­ko­rea kräf­ti­ge Zuwäch­se ver­zeich­nen, belas­ten die Unsi­cher­hei­ten im Nahen Osten und die damit ver­bun­de­nen Ölpreis­schwan­kun­gen ande­re Regio­nen.

Per­for­mance der wich­tigs­ten Indi­zes

Die Markt­da­ten ver­deut­li­chen eine unein­heit­li­che, in wei­ten Tei­len aber posi­ti­ve Ten­denz:

  • Japan (Nik­kei 225): Der Nik­kei ist einer der stärks­ten Per­for­mer mit einem Anstieg von 2,47 % auf 55.028,81 Punk­te. In der lau­fen­den Sit­zung wur­den zeit­wei­se sogar Gewin­ne von über 5 % ver­zeich­net. Dies geschah trotz Sor­gen über eine mög­li­che Stag­fla­ti­on auf­grund hoher Ener­gie­prei­se und eines schwa­chen Yen, der sich bei etwa 159 gegen­über dem US-Dol­lar sta­bi­li­sier­te. Zudem mel­de­te Japan über­ra­schend einen Han­dels­über­schuss von über 57 Mil­li­ar­den Yen für Febru­ar.
  • Süd­ko­rea (KOSPI): Der KOSPI ver­zeich­ne­te einen deut­li­chen Sprung um 3,85 % auf 5.857,55 Punk­te. Getrie­ben wur­de die­ser Anstieg vor allem durch den Halb­lei­ter­sek­tor und die posi­ti­ve Stim­mung rund um NVIDIA. Gleich­zei­tig san­ken die Arbeits­lo­sen­zah­len in Korea auf 2,9 %, was auf einen ange­spann­ten Arbeits­markt hin­deu­tet.
  • Chi­na und Hong­kong: Die chi­ne­si­schen Märk­te zeig­ten sich ver­hal­te­ner. Der Shang­hai Com­po­si­te sank um 0,40 %, wäh­rend der Hang Seng in Hong­kong ein leich­tes Minus von 0,14 % ver­buch­te. Anle­ger bli­cken hier gespannt auf die anste­hen­den Gewinn­be­rich­te von Schwer­ge­wich­ten wie Ten­cent und Ali­baba, wobei ins­be­son­de­re deren Fort­schrit­te im KI-Bereich im Fokus ste­hen.
  • Aus­tra­li­en: Der All Ordi­na­ries stieg leicht um 0,39 %. Hier stan­den per­so­nel­le Ver­än­de­run­gen bei den Roh­stoffrie­sen BHP und Woodsi­de Ener­gy im Vor­der­grund, die bei­de neue CEOs ernann­ten.
  • Süd­ost­asi­en: Indi­zes in Indo­ne­si­en (JSX Index +1,20 %), Thai­land (SET +1,18 %) und Sin­ga­pur (Straits Times +1,02 %) konn­ten eben­falls zule­gen.

Zen­tra­le Markt­trei­ber und Risi­ko­fak­to­ren

1. Der KI-Boom als Gegen­ge­wicht zum Krieg: Trotz der Kriegs­wir­ren bleibt der KI-Sek­tor ein mas­si­ver Wachs­tums­trei­ber. NVIDIA kün­dig­te an, die Pro­duk­ti­on sei­ner H200-KI-Beschleu­ni­ger für den chi­ne­si­schen Markt wie­der hoch­zu­fah­ren, nach­dem Lizen­zen gesi­chert wur­den. Die Pro­gno­se des NVI­DIA-CEOs, dass der KI-Umsatz die Mar­ke von einer Bil­li­on Dol­lar errei­chen könn­te, sorg­te für einen posi­ti­ven “Tail­wind” an den asia­ti­schen Tech-Bör­sen.

2. Geo­po­li­tik und die Ener­gie­kri­se: Der Krieg mit dem Iran domi­niert die Schlag­zei­len. Die Schlie­ßung der Stra­ße von Hor­mus für den Groß­teil des Schiffs­ver­kehrs hat die glo­ba­len Ener­gie­märk­te in Auf­ruhr ver­setzt. Öl-abhän­gi­ge Volks­wirt­schaf­ten wie Japan und Süd­ko­rea (die über 90 % ihres Öls aus dem Nahen Osten bezie­hen) lei­den unter den hohen Roh­öl­prei­sen, wobei Brent-Öl zeit­wei­se über 100 US-Dol­lar gehan­delt wur­de. Die Märk­te suchen hän­de­rin­gend nach Alter­na­ti­ven, etwa rus­si­schem oder vene­zue­la­ni­schem Öl, was jedoch logis­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen mit sich bringt.

3. Span­nun­gen zwi­schen den USA und ihren Ver­bün­de­ten: Prä­si­dent Trump übt mas­si­ven Druck auf asia­ti­sche Part­ner wie Japan, Süd­ko­rea und Aus­tra­li­en aus, mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung im Iran-Kon­flikt zu leis­ten. Da die­se Län­der bis­her zögern, hat sich der Ton aus Washing­ton ver­schärft, was die diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen belas­tet. Ein geplan­ter Gip­fel mit dem chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping wur­de zudem um fünf bis sechs Wochen ver­scho­ben, da Trump durch den Krieg gebun­den ist und Peking Distanz zum Kon­flikt wah­ren möch­te.

4. Geld­po­li­tik und Infla­ti­on: Die Märk­te war­ten gespannt auf die Zins­ent­schei­dung der US-Noten­bank (Fed). Wäh­rend die aus­tra­li­sche Zen­tral­bank (RBA) die Zin­sen auf­grund von Infla­ti­ons­sor­gen bereits zum zwei­ten Mal in Fol­ge erhöht hat, wird für die Bank of Japan (BOJ) am kom­men­den Don­ners­tag ein Still­hal­ten erwar­tet. Es besteht jedoch die Sor­ge, dass Zen­tral­ban­ken ihre Straf­fungs­zy­klen beschleu­ni­gen könn­ten, falls die Ölprei­se die Infla­ti­on wei­ter antrei­ben.

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass die asia­ti­schen Märk­te der­zeit zwi­schen der Eupho­rie über tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen und der Angst vor einer kriegs­be­ding­ten Rezes­si­on oder Stag­fla­ti­on schwan­ken.


Geo­po­li­ti­sche Ver­wer­fun­gen und tech­no­lo­gi­sche Resi­li­enz

1. Stra­te­gi­scher Über­blick: Die asia­ti­sche Markt­land­schaft im Schat­ten des Iran-Kon­flikts

Der 18. März 2026 mar­kiert einen kri­ti­schen Wen­de­punkt für die asia­ti­schen Finanz­märk­te. Wir beob­ach­ten eine tief­grei­fen­de stra­te­gi­sche Span­nung: Wäh­rend die Eska­la­ti­on des US-Iran-Krie­ges die glo­ba­le Ener­gie­ver­sor­gung bedroht und die diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen zwi­schen den USA und ihren pazi­fi­schen Part­nern mas­siv belas­tet, ent­fal­tet der Tech­no­lo­gie­sek­tor – getrie­ben durch die unge­bro­che­ne Dyna­mik der Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) – eine bemer­kens­wer­te Eigen­he­bel­wir­kung. Die­se Diver­genz führt zu einer zwei­ge­teil­ten Markt­re­ak­ti­on in der Regi­on, bei der tech­no­lo­gisch ori­en­tier­te Indi­zes von den makro­öko­no­mi­schen Risi­ken weit­ge­hend ent­kop­pelt schei­nen.

Die fol­gen­de Tabel­le illus­triert die Per­for­mance-Diver­genz der wich­tigs­ten Indi­zes (Stand: 12:02 AM EDT, 18. März 2026):

IndexLetz­ter StandVer­än­de­rung% Ver­än­de­rungYTD % Ver­än­de­rung
Nik­kei 225 (Japan)55.028,81+1.328,42+2,47 %+9,32 %
KOSPI (Süd­ko­rea)5.857,55+217,07+3,85 %+39,00 %
Asia Dow5.604,33+119,45+2,18 %+6,83 %
Shang­hai Com­po­si­te (Chi­na)4.033,62-16,29-0,40 %+1,63 %
Hang Seng (Hong­kong)25.832,22-36,32-0,14 %+0,79 %

Der Nik­kei 225 und der KOSPI ver­zeich­nen Rekord­ge­win­ne, da Inves­to­ren die­se Märk­te pri­mär als Stell­ver­tre­ter für den glo­ba­len Halb­lei­ter- und KI-Boom wahr­neh­men. Die Ral­lye wird durch opti­mis­ti­sche Umsatz­pro­gno­sen von Nvi­dia befeu­ert, die das Ver­trau­en in die tech­no­lo­gi­sche Hard­ware-Basis stär­ken. Im Gegen­satz dazu lei­den die Märk­te in Shang­hai und Hong­kong unter der unmit­tel­ba­ren geo­po­li­ti­schen Unsi­cher­heit. Das Zögern Pekings, sich wäh­rend der lau­fen­den US-Bom­bar­die­run­gen mit der US-Admi­nis­tra­ti­on zu tref­fen, belas­tet die Stim­mung und dämpft die Hoff­nung auf eine kurz­fris­ti­ge Klä­rung der Han­dels- und Tarif­kon­flik­te.

Die­se Markt­span­nung wird durch die zuneh­men­de diplo­ma­ti­sche Iso­la­ti­on Washing­tons im Nahen Osten wei­ter ver­schärft.

2. Geo­po­li­ti­sche Ana­ly­se: Trumps „Iran-Exkur­si­on“ und die Belas­tung der Alli­an­zen

Die USA navi­gie­ren der­zeit durch eine Pha­se stra­te­gi­scher Iso­la­ti­on. Die Wei­ge­rung tra­di­tio­nel­ler Ver­bün­de­ter wie Japan, Süd­ko­rea und Aus­tra­li­en, mili­tä­ri­sche Hil­fe im Iran-Kon­flikt zu leis­ten, mar­kiert das Ende der mul­ti­la­te­ra­len Sicher­heits­ko­or­di­na­ti­on. Wir tre­ten in ein Zeit­al­ter einer rein uni­la­te­ra­len US-Außen­po­li­tik ein, in der Washing­ton Alli­an­zen zuneh­mend als trans­ak­tio­nal und unzu­ver­läs­sig betrach­tet.

Geo­po­li­ti­sche Dyna­mik: Prä­si­dent Trump reagier­te mit einer als „petu­lant“ (eigen­sin­nig) ein­ge­stuf­ten Tona­li­tät auf die Zurück­hal­tung der Part­ner. Er warf ins­be­son­de­re den NATO-Mit­glie­dern einen „törich­ten Feh­ler“ vor und kri­ti­sier­te Japan, Aus­tra­li­en und Süd­ko­rea via Social Media, obwohl von US-Sei­te kei­ne offi­zi­el­len Hil­fe­er­su­chen für Kriegs­schif­fe gestellt wor­den waren. In Washing­ton wird der Tod des Soh­nes von Moh­sen Fakhriz­adeh, der als einer der „prag­ma­ti­sche­ren“ Akteu­re des Atom­ab­kom­mens von 2015 galt, als „psy­cho­lo­gi­scher Sieg“ gewer­tet. Fred Fleitz, ehe­ma­li­ger NSC-Stabs­chef, pro­gnos­ti­ziert auf die­ser Basis eine Dees­ka­la­ti­on und einen Sieg inner­halb von zwei bis drei Wochen – eine Ein­schät­zung, die ange­sichts der Sta­bi­li­tät des ira­ni­schen Regimes an den Märk­ten skep­tisch beur­teilt wird.

Die Ver­schie­bung des Gip­fel­tref­fens zwi­schen Trump und Xi Jin­ping um wei­te­re fünf bis sechs Wochen ver­deut­licht das diplo­ma­ti­sche Vaku­um. Peking ver­mei­det ein Tref­fen wäh­rend der akti­ven Kriegs­hand­lun­gen, um eine sym­bo­li­sche Unter­stüt­zung der US-Aktio­nen zu ver­hin­dern. Für Inves­to­ren bedeu­tet dies, dass stra­te­gi­sche Durch­brü­che im Han­dels­streit bis min­des­tens Mai blo­ckiert blei­ben, wäh­rend die USA ihre Res­sour­cen in der „Iran-Exkur­si­on“ bin­den.

Die diplo­ma­ti­sche Kri­se mün­det unmit­tel­bar in eine exis­ten­zi­el­le Bedro­hung der regio­na­len Ener­gie­ver­sor­gung.

3. Roh­stof­fe und Ener­gie: Die Blo­cka­de der Stra­ße von Hor­mus und die Suche nach Alter­na­ti­ven

Die Stra­ße von Hor­mus bleibt das kri­ti­sche Nadel­öhr für Asi­en. Da Japan und Süd­ko­rea über 90 % ihres Roh­öls aus der Golf­re­gi­on bezie­hen, stellt die aktu­el­le Blo­cka­de – die Iran der­zeit selek­tiv nur für bestimm­te natio­na­le Affi­lia­tio­nen lockert – eine mas­si­ve Bedro­hung dar.

Ener­gie­markt-Daten und Logis­tik:

  • Prei­se: Brent-Roh­öl han­delt sta­bil über 100 $ (zuletzt 103 $), wäh­rend WTI bei 96 $ liegt.
  • Ver­sor­gungs­al­ter­na­ti­ven: Die Aus­wei­tung der US-Wai­ver für rus­si­sches Öl bie­tet eine gewis­se Ent­las­tung. Die von Trump ange­prie­se­nen Expor­te aus Vene­zue­la sind auf­grund extrem hoher Tan­ker-Fracht­ra­ten und der logis­ti­schen Distanz nach Asi­en jedoch kaum wirt­schaft­lich. Ein Hoff­nungs­schim­mer ist die mög­li­che Wie­der­auf­nah­me der Expor­te aus dem Irak über die Tür­kei. Chi­na nutzt der­weil sei­ne mas­si­ven stra­te­gi­schen Lager­be­stän­de als Puf­fer.

Die Füh­rungs­wech­sel bei BHP (Brendan Craig) und Woodsi­de Ener­gy (Liz Wes­cott) sind eine direk­te Ant­wort auf das Hoch­kos­ten­um­feld. Craig, zuvor Lei­ter des Wes­tern Aus­tra­lia Iron Ore Geschäfts, soll „Ope­ra­tio­nal Excel­lence“ zur Kom­pen­sa­ti­on stei­gen­der Die­sel- und Ener­gie­kos­ten for­cie­ren. Wes­cott über­nimmt ein Unter­neh­men, das sich durch Pro­jek­te wie Loui­sia­na LNG glo­bal diver­si­fi­ziert, um die Abhän­gig­keit von regio­na­len Schocks zu ver­rin­gern. In die­sem Umfeld sind Mar­gen­sta­bi­li­tät und logis­ti­sche Fle­xi­bi­li­tät die ent­schei­den­den Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­ma­le.

Trotz die­ser makro­öko­no­mi­schen Schmerz­punk­te gibt es einen Sek­tor, der sich der Schwer­kraft der Kri­se ent­zieht.

4. Der tech­no­lo­gi­sche Gegen­trend: KI-Boom inmit­ten der Vola­ti­li­tät

Der Tech­no­lo­gie­sek­tor ent­kop­pelt sich zuneh­mend von den Stag­fla­ti­ons­ri­si­ken. Wäh­rend die tra­di­tio­nel­le Indus­trie unter den Ener­gie­kos­ten lei­det, fun­giert KI als auto­no­mer Wachs­tums­mo­tor, getrie­ben durch mas­si­ve Inves­ti­tio­nen der Hypers­ca­ler.

Nvi­dia und die Hard­ware-Stra­te­gie: Jen­sen Huang (Nvi­dia) pro­gnos­ti­ziert bis 2027 ein Umsatz­po­ten­zi­al von einer Bil­li­on US-Dol­lar. Stra­te­gisch bri­sant ist die Wie­der­auf­nah­me der Fer­ti­gung für den chi­ne­si­schen Markt. Nvi­dia hat Lizen­zen für den Export der H200-Beschleu­ni­ger nach Chi­na erhal­ten. Wich­tig für Stra­te­gen: Die­se Archi­tek­tur liegt zwei Gene­ra­tio­nen hin­ter der aktu­el­len „Rubin“-Architektur zurück, was den tech­no­lo­gi­schen Vor­sprung der USA zemen­tiert, Chi­na aber den­noch einen not­wen­di­gen Ent­wick­lungs­pfad lässt.

Trotz der Eupho­rie sind die kurz­fris­ti­gen Risi­ken nicht zu igno­rie­ren. Die ADRs von Ten­cent fie­len im Vor­feld der Quar­tals­zah­len, da die Erwar­tungs­hal­tung extrem hoch ist. KI-Agen­ten könn­ten sich auf­grund immenser Rechen­kos­ten als Mar­gen-Kil­ler erwei­sen, ins­be­son­de­re da der API-Preis­krieg in Chi­na (Prei­se nahe Null) die Unter­neh­men zwingt, ihre Diens­te mas­siv zu sub­ven­tio­nie­ren, wäh­rend sie gleich­zei­tig Mil­li­ar­den in Hard­ware inves­tie­ren müs­sen.

Die­se tech­no­lo­gi­sche Dyna­mik erschwert die geld­po­li­ti­sche Steue­rung der regio­na­len Zen­tral­ban­ken.

5. Wäh­rungs- und Geld­po­li­tik: Stag­fla­ti­ons­ri­si­ken und fis­ka­li­sche Diver­genz

Die Zen­tral­ban­ken Asi­ens ste­hen vor einem klas­si­schen Dilem­ma zwi­schen Infla­ti­ons­druck und Wachs­tums­stüt­zung.

Wäh­rungs- und Wirt­schafts­da­ten:

  • Japan: Eine über­ra­schen­de Han­dels­bi­lanz (Über­schuss von 47,3 Mrd. Yen gegen­über einem erwar­te­ten Defi­zit von 400 Mrd. Yen) stütz­te den Yen kurz­zei­tig, doch er ver­harrt auf dem 159er-Niveau. Eine soli­de Auk­ti­on 20-jäh­ri­ger Staats­an­lei­hen signa­li­siert jedoch Ver­trau­en in die Sta­bi­li­tät der JGBs.
  • Süd­ko­rea: Der Won han­delt nahe der psy­cho­lo­gi­schen 1500er-Mar­ke, wäh­rend die Arbeits­lo­sen­quo­te auf 2,9 % sank – ein Zei­chen für einen über­hitz­ten Arbeits­markt, der den Infla­ti­ons­druck zusätz­lich zum Ölpreis antreibt.
  • Zen­tral­bank-Aktio­nen: Die RBA (Aus­tra­li­en) hat bereits mit Back-to-Back-Zins­er­hö­hun­gen reagiert, wäh­rend die Bank of Japan (BoJ) trotz Stag­fla­ti­ons­ge­fahr vor­erst an ihrer Poli­tik fest­hält.

Inves­co (David Chao) stützt die Theo­rie eines „momen­ta­ry blip“. Eine Ana­ly­se der letz­ten sechs gro­ßen Ange­bots­schocks zeigt, dass sich die Märk­te his­to­risch inner­halb von vier bis fünf Mona­ten nor­ma­li­sie­ren. Den­noch bleibt die Gefahr einer geld­po­li­ti­schen „Dis-Syn­chro­ni­sa­ti­on“: Wäh­rend Chi­na die Zin­sen zur Wachs­tums­för­de­rung senkt, sind Korea und Japan gezwun­gen, restrik­tiv zu blei­ben, um ihre Wäh­run­gen gegen die impor­tier­te Ener­gie­preis­in­fla­ti­on zu schüt­zen.

Zusam­men­fas­sung der kri­ti­schen Risi­ko­fak­to­ren für die kom­men­de Woche:

  1. Hor­mus-Sper­re & Selek­ti­vi­tät: Die Dau­er der Blo­cka­de und die ira­ni­sche Pra­xis der selek­ti­ven Pas­sa­ge nach natio­na­ler Affi­lia­ti­on bestim­men die Tie­fe der Stag­fla­ti­on in Japan und Korea.
  2. Tech-Mar­gen-Check: Die Dis­kre­panz zwi­schen Nvi­di­as Hard­ware-Boom und den tat­säch­li­chen Net­to-Mar­gen der Soft­ware-Gigan­ten (Tencent/Alibaba) ange­sichts des API-Preis­kriegs.
  3. Wäh­rungs­vo­la­ti­li­tät: Ein Durch­bre­chen der 160er-Mar­ke beim Yen oder der 1500er beim Won könn­te zu unge­plan­ten Not­fall-Inter­ven­tio­nen der Zen­tral­ban­ken füh­ren.

*Bei den ange­zeig­ten Kur­sen han­delt es sich um Moment­auf­nah­men, da der Bör­sen­han­del zum Zeit­punkt der Erstel­lung die­ses Bei­trags noch läuft.

Han­dels­zei­ten der wich­tigs­ten asia­ti­schen Bör­sen

Japan – Tokyo Stock Exch­an­ge (Nik­kei 225)

  • Orts­zeit (JST): 9:00 – 11:30 Uhr und 12:30 – 15:00 Uhr
  • MEZ: 1:00 – 3:30 Uhr und 4:30 – 7:00 Uhr
  • MESZ: 0:00 – 2:30 Uhr und 3:30 – 6:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 11:30 – 12:30 Uhr Orts­zeit

Hong Kong – Hong Kong Stock Exch­an­ge (Hang Seng)

  • Orts­zeit (HKT): 9:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr
  • MEZ: 2:30 – 5:00 Uhr und 6:00 – 9:00 Uhr
  • MESZ: 3:30 – 6:00 Uhr und 7:00 – 10:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 12:00 – 13:00 Uhr Orts­zeit

Chi­na – Shang­hai Stock Exch­an­ge (SSE Com­po­si­te)

  • Orts­zeit (CST): 9:30 – 11:30 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr
  • MEZ: 2:30 – 4:30 Uhr und 6:00 – 8:00 Uhr
  • MESZ: 3:30 – 5:30 Uhr und 7:00 – 9:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 11:30 – 13:00 Uhr Orts­zeit

Süd­ko­rea – Korea Exch­an­ge (KOSPI)

  • Orts­zeit (KST): 9:00 – 15:20 Uhr
  • MEZ: 1:00 – 7:20 Uhr
  • MESZ: 0:00 – 6:20 Uhr
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Indi­en – Bom­bay Stock Exch­an­ge (BSE Sen­sex)

  • Orts­zeit (IST): 9:15 – 15:30 Uhr
  • MEZ: 5:00 – 11:00 Uhr (Win­ter)
  • MESZ: 3:45 – 9:45 Uhr (Som­mer)
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Aus­tra­li­en – ASX (S&P/ASX 200)

  • Orts­zeit (AEST): 10:00 – 16:00 Uhr
  • MEZ: 0:00 – 6:00 Uhr
  • MESZ: 23:00 – 5:00 Uhr (Vor­abend)
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Sin­ga­pur – Sin­ga­po­re Exch­an­ge (SGX)

  • Orts­zeit (SGT): 9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr
  • MEZ: 2:00 – 5:00 Uhr und 6:00 – 10:00 Uhr
  • MESZ: 3:00 – 6:00 Uhr und 7:00 – 11:00 Uhr

Wich­ti­ge Hin­wei­se:

Früh­han­del: Asia­ti­sche Bör­sen öff­nen bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den deut­scher Zeit (zwi­schen 0:00–7:00 Uhr MEZ)

Mit­tags­pau­sen: Beson­ders in Japan, Chi­na und Hong Kong gibt es aus­ge­dehn­te Mit­tags­pau­sen (1–1,5 Stun­den)

Wochen­en­de: Alle Bör­sen sind sams­tags und sonn­tags geschlos­sen

MESZ – euro­päi­sche Som­mer­zeit­um­stel­lung

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater