Asi­ens Bör­sen am Mor­gen – 20.03.2026

Bör­sen­nach­rich­ten aus dem asia­tisch-pazi­fi­schen Raum

Der asia­ti­sche Bör­sen­ver­lauf am 20. März 2026 ist von einer extre­men Vola­ti­li­tät geprägt, die pri­mär durch den anhal­ten­den Kon­flikt zwi­schen den USA, Isra­el und dem Iran sowie die dar­aus resul­tie­ren­den mas­si­ven Schwan­kun­gen der Ener­gie­prei­se getrie­ben wird. Wäh­rend eini­ge Märk­te Anzei­chen einer Erho­lung zei­gen, blei­ben Infla­ti­ons­sor­gen und die Unsi­cher­heit über die Dau­er des Krie­ges die domi­nie­ren­den The­men.

Japan: Fei­er­tags­pau­se und Wäh­rungs­stär­ke

Obwohl die japa­ni­schen Märk­te auf­grund eines Fei­er­tags geschlos­sen sind, gibt es bedeu­ten­de Bewe­gun­gen bei den Futures und am Devi­sen­markt.

  • Wäh­run­gen: Der Japa­ni­sche Yen konn­te gegen­über dem US-Dol­lar an Stär­ke gewin­nen. Dies geschieht vor dem Hin­ter­grund einer sehr hohen Abhän­gig­keit Japans von Ölim­por­ten aus dem Nahen Osten, was die Wirt­schaft anfäl­lig für Han­dels­de­fi­zi­te macht.
  • Geld­po­li­tik: Der Gou­ver­neur der Bank of Japan (BoJ) hielt die Zins­sät­ze zwar sta­bil, gab jedoch fal­ken­haf­te Signa­le, wonach eine Zins­er­hö­hung bereits im April erfol­gen könn­te. Die BoJ ver­sucht, den unmit­tel­ba­ren Schock durch die stei­gen­den Ölprei­se zu igno­rie­ren und kon­zen­triert sich auf die lang­fris­ti­ge Wachs­tums­dy­na­mik.
  • Futures und Anlei­hen: Nik­kei-Futures zei­gen nach oben, wäh­rend japa­ni­sche Staats­an­lei­hen (JGBs) unter Druck ste­hen und fie­len.

Süd­ko­rea: Fokus auf Tech­no­lo­gie und Infla­ti­on

Der süd­ko­rea­ni­sche Markt zeigt ein gemisch­tes Bild mit star­kem Fokus auf den Halb­lei­ter­sek­tor.

  • KOSPI: Der Leit­in­dex eröff­ne­te zunächst unter Abwärts­pfand, konn­te aber im Ver­lauf leich­te Gewin­ne ver­zeich­nen.
  • Wäh­rung: Der Korea­ni­sche Won han­delt sehr nahe an der psy­cho­lo­gisch wich­ti­gen Mar­ke von 1500 gegen­über dem US-Dol­lar.
  • Unter­neh­mens­nach­rich­ten: Sam­sung plant für die­ses Jahr Rekord­in­ves­ti­tio­nen (CapEx) in Höhe von 73 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, um die Füh­rung bei KI-Chips von SK Hynix zurück­zu­er­obern.
  • Anlei­hen: Auch hier fie­len die Kur­se der Staats­an­lei­hen auf­grund von Infla­ti­ons­sor­gen und der Erwar­tung welt­weit stei­gen­der Zin­sen.

Aus­tra­li­en: Rekord­hoch bei Ren­di­ten

In Aus­tra­li­en füh­ren die Infla­ti­ons­ängs­te zu signi­fi­kan­ten Ver­käu­fen am Ren­ten­markt.

  • Anlei­hen: Die Ren­di­te der 10-jäh­ri­gen aus­tra­li­schen Staats­an­lei­hen stieg auf 4,97 %, den höchs­ten Stand seit 2011. Dies folgt auf zwei auf­ein­an­der­fol­gen­de Zins­er­hö­hun­gen der aus­tra­li­schen Zen­tral­bank (RBA).
  • Akti­en­markt: Der ASX 200 sank um 0,4 %. Belas­tet wur­de der Markt auch durch den tro­pi­schen Zyklon „Mora­le“, der den Berg­bau (z. B. Rio Tin­to) in Nord­aus­tra­li­en beein­träch­tigt.

Chi­na und Hong­kong: Tech-Ein­bruch und Diver­si­fi­ka­ti­on

Die chi­ne­si­schen Tech­no­lo­gie­wer­te ste­hen unter erheb­li­chem Druck.

  • Ali­baba: Die in den USA gelis­te­ten Akti­en von Ali­baba bra­chen ein, nach­dem der Quar­tals­ge­winn um 67 % ein­brach und die Umsatz­zie­le ver­fehlt wur­den. Ein „mör­de­ri­scher Preis­krieg“ im E‑Commerce und die schwa­che Kon­sum­stim­mung belas­ten das Ergeb­nis.
  • Anla­ge­stra­te­gie: Eini­ge Ana­lys­ten betrach­ten Onshore-Akti­en in Chi­na den­noch als Diver­si­fi­ka­ti­ons­mög­lich­keit, da die chi­ne­si­sche Wirt­schaft durch Elek­tri­fi­zie­rungs­pro­jek­te ver­gleichs­wei­se bes­ser gegen Ölpreis­schocks iso­liert sein könn­te als ande­re asia­ti­sche Volks­wirt­schaf­ten.

Roh­stof­fe und Makro-Trends

  • Ölprei­se: Brent-Roh­öl stieg zwi­schen­zeit­lich fast auf 120 US-Dol­lar, fiel dann aber wie­der in den Bereich von 93 bis 100 US-Dol­lar zurück. Händ­ler reagier­ten posi­tiv auf Signa­le einer mög­li­chen Dees­ka­la­ti­on, wie die Zusa­ge Isra­els, vor­erst kei­ne Ener­gie­infra­struk­tur mehr anzu­grei­fen.
  • Gold: Edel­me­tal­le ver­zeich­ne­ten Ver­lus­te und steu­ern auf die schlech­tes­te Woche seit sechs Jah­ren zu, da die Hoff­nung auf bal­di­ge Zins­sen­kun­gen der Fed schwin­det.
  • Künst­li­che Intel­li­genz (KI): Ein neu­er Trend ist, dass Händ­ler ver­stärkt KI-Model­le (wie Clau­de oder ChatGPT) nut­zen, um die kom­ple­xen Aus­wir­kun­gen des Iran-Krie­ges auf ver­schie­de­ne Anla­ge­klas­sen in Echt­zeit zu ana­ly­sie­ren.

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass die asia­ti­schen Märk­te in einer „Risk-Off“-Stimmung gefan­gen sind, wobei die Sor­ge vor einem dau­er­haf­ten Infla­ti­ons­schock durch blo­ckier­te Han­dels­rou­ten wie die Stra­ße von Hor­mus die zag­haf­ten Hoff­nun­gen auf eine bal­di­ge Dees­ka­la­ti­on über­wiegt.


Markt­be­richt Asi­en-Pazi­fik

Geo­po­li­ti­sche Eska­la­ti­on und die Neu­ord­nung der Ener­gie­märk­te

1. Die geo­po­li­ti­sche Groß­la­ge: Diplo­ma­tie unter extre­mem Druck

Der eska­lie­ren­de Kon­flikt zwi­schen den USA, Isra­el und dem Iran hat die asia­ti­schen Märk­te in eine Pha­se sys­te­mi­scher Insta­bi­li­tät gestürzt. Wäh­rend Washing­ton und Tel Aviv ihre mili­tä­ri­sche Schlag­kraft gegen Tehe­ran bün­deln, gera­ten die vita­len Han­dels­we­ge und Ener­gie-Schlag­adern des Indo­pa­zi­fiks unter mas­si­ven Stress. Für die asia­ti­schen Volks­wirt­schaf­ten han­delt es sich nicht mehr um eine peri­phe­re Kri­se, son­dern um eine unmit­tel­ba­re Bedro­hung der Ver­sor­gungs­si­cher­heit und der regio­na­len Sicher­heits­ar­chi­tek­tur.

Die atmo­sphä­ri­schen Stö­run­gen inner­halb der Kern-Alli­an­zen tra­ten beim jüngs­ten Tref­fen zwi­schen US-Prä­si­dent Trump und der japa­ni­schen Pre­mier­mi­nis­te­rin Takai­chi im Wei­ßen Haus offen zuta­ge. Auf kri­ti­sche Nach­fra­gen, war­um Tokio nicht vor­ab über die Angriffs­pla­nung gegen den Iran infor­miert wur­de, reagier­te Trump mit einem belas­te­ten his­to­ri­schen Ver­gleich: Japan sei schließ­lich „groß­ar­tig im Über­ra­schen“ und schlug eine Brü­cke zum Angriff auf Pearl Har­bor. Die­se Bemer­kung, gepaart mit der Ankün­di­gung neu­er Sek­ti­on-301-Unter­su­chun­gen durch die USTR wegen „struk­tu­rel­ler Über­ka­pa­zi­tä­ten“, unter­gräbt das bila­te­ra­le Ver­trau­en nach­hal­tig. Japan sieht sich mit einer US-Admi­nis­tra­ti­on kon­fron­tiert, die trotz eines $550-Mil­li­ar­den-Inves­ti­ti­ons­pa­kets aus Tokio pro­tek­tio­nis­ti­sche Här­ten zeigt und gleich­zei­tig sicher­heits­po­li­ti­sche Vor­leis­tun­gen ein­for­dert.

Die diplo­ma­ti­schen Posi­tio­nen sind der­zeit wie folgt zemen­tiert:

  • USA: Prio­ri­sie­ren die Schwä­chung des ira­ni­schen Regimes, signa­li­sie­ren jedoch tak­ti­sche Fle­xi­bi­li­tät (mög­li­che Auf­he­bung von Sank­tio­nen), um den Ölpreis-Schock abzu­fe­dern.
  • Isra­el: Folgt einer aggres­si­ven mili­tä­ri­schen Agen­da, muss­te jedoch nach einem direk­ten Rebu­ke von Prä­si­dent Trump zusa­gen, von Angrif­fen auf die zivi­le Ener­gie­infra­struk­tur des Iran abzu­se­hen, um die Welt­märk­te nicht kol­la­bie­ren zu las­sen.
  • Japan: Steht vor einer exis­ten­zi­el­len Bedro­hung (90 % Öl-Abhän­gig­keit von der Stra­ße von Hor­mus). Takai­chi signa­li­siert Unter­stüt­zung bei der Minen­räu­mung nach den Kampf­hand­lun­gen, pocht jedoch auf kon­sti­tu­tio­nel­le Gren­zen.
  • Aus­tra­li­en: Warnt vor einem „Sup­p­ly Chain Shock“ auf COVID-Niveau und reagiert mit restrik­ti­ver Fis­kal- und Geld­po­li­tik.

Die­se geo­po­li­ti­sche Gemenge­la­ge führt zu einer dras­ti­schen Neu­be­wer­tung von Risi­ko­prä­mi­en bei Roh­stof­fen.

2. Schock­wel­len am Ener­gie­markt: Ölpreis-Vola­ti­li­tät und Ver­sor­gungs­ri­si­ken

Die fak­ti­sche Blo­cka­de der Stra­ße von Hor­mus ent­zieht dem Welt­markt täg­lich rund 9 Mil­lio­nen Bar­rel Roh­öl. In asia­ti­schen Logis­tik-Hubs wie Sin­ga­pur schlägt sich dies pri­mär in der Ver­knap­pung von Pro­duk­ten mit gerin­ger Lager­ka­pa­zi­tät nie­der – ins­be­son­de­re Flug­ben­zin (Jet Fuel) und Petro­che­mi­ka­li­en sind die ers­ten Opfer des Ver­sor­gungs­en­pas­ses.

Die Preis­dy­na­mik von Brent Cru­de ver­zeich­ne­te einen Peak bei 120 USD, fiel jedoch nach der US-Frei­ga­be rus­si­schen Öls und Spe­ku­la­tio­nen über eine Wie­der­zu­las­sung ira­ni­scher Expor­te auf ein Niveau von 93 bis 100 USD zurück. Den­noch ist eine Rück­kehr zum Sta­tus quo ante unwahr­schein­lich: Die phy­si­sche Zer­stö­rung der Infra­struk­tur hat irrepa­ra­ble Fak­ten geschaf­fen.

Beson­ders kri­tisch ist die glo­ba­le Dün­ge­mit­tel-Kri­se (Fer­ti­li­zer Crunch). Ein Drit­tel der welt­wei­ten Ver­sor­gung ist durch die Blo­cka­de und Gas-Ratio­nie­run­gen (u.a. in Indi­en) zum Erlie­gen gekom­men. Schät­zun­gen gehen davon aus, dass dies den Ver­lust von 20 Mil­li­ar­den Mahl­zei­ten im Jahr 2025 zur Fol­ge haben könn­te – ein „Multi-Industry-Crisis“-Szenario, das die regio­na­le Infla­ti­on über die Ener­gie­prei­se hin­aus anheizt.

Infra­struk­tur-ObjektSta­tus / Scha­denPro­gnos­ti­zier­te Repa­ra­tur­zeitMarkt­aus­wir­kung
Qatar Ener­gy2 von 14 LNG-Pro­duk­ti­ons­li­ni­en („Trains“) zer­stört3 bis 5 Jah­reLang­fris­ti­ger LNG-Eng­pass; Asi­en ver­liert 80% sei­ner Katar-Impor­te
Kharg Island (Iran)Export-Ter­mi­nal nach Angrif­fen schwer beschä­digtUnge­wiss (Jah­re)Total­aus­fall des ira­ni­schen Roh­öl-Exports
Indus­tri­al City (Katar)Schwe­re Schä­den an Gas-Ver­ar­bei­tungs­an­la­genMeh­re­re Mona­teEin­nah­me­aus­fall von ca. 20 Mrd. USD für Katar

Die phy­si­sche Beschä­di­gung der kata­ri­schen LNG-Infra­struk­tur zemen­tiert ein lang­fris­ti­ges Preis­pla­teau. Da die Repa­ra­tu­ren 3 bis 5 Jah­re in Anspruch neh­men, bleibt das Ange­bot künst­lich ver­knappt, was die asia­ti­sche Indus­trie zu dau­er­haft höhe­ren Input­kos­ten zwingt.

3. Geld­po­li­tik und Wäh­rungs­märk­te: Der Kampf gegen den Infla­ti­ons­schock

Die Zen­tral­ban­ken kämp­fen gegen mas­si­ve Zweit­run­den­ef­fek­te. In Aus­tra­li­en haben die Wet­ten auf wei­te­re Zins­er­hö­hun­gen der RBA die Ren­di­te der 10-jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen auf ein 15-Jah­res-Hoch von 4,97 % kata­pul­tiert.

In Japan steht der Yen unter extre­mem Druck und tes­tet die Mar­ke von 160 zum USD – ein Niveau, das im Markt als Schwel­le für eine immi­nen­te Inter­ven­ti­on gilt. Trotz des Fei­er­tags signa­li­sier­te die Bank of Japan (BoJ), dass sie über den unmit­tel­ba­ren Öl-Schock hin­weg­se­hen und die lang­fris­ti­ge Wachs­tums­dy­na­mik bewer­ten wer­de. Den­noch prei­sen Markt­teil­neh­mer eine Zins­er­hö­hung bereits für April ein, um die impor­tier­te Infla­ti­on zu dämp­fen.

Glo­bal hat sich das Nar­ra­tiv gedreht: Die Fed, BoE und EZB rücken von geplan­ten Zins­sen­kun­gen ab und erwä­gen neue Hikes, da die Ener­gie­kos­ten die Kern­in­fla­ti­on erneut anhei­zen. Die asia­ti­schen Märk­te müs­sen sich auf ein „Hig­her for Longer“-Zinsumfeld ein­stel­len.

4. Cor­po­ra­te Land­scape: KI-Inves­ti­tio­nen als stra­te­gi­scher Schutz­schild

Inmit­ten makro­öko­no­mi­scher Vola­ti­li­tät prio­ri­sie­ren asia­ti­sche Tech-Kon­zer­ne mas­si­ve Kapi­tal­in­ves­ti­tio­nen (CAPEX), um tech­no­lo­gi­sche Aut­ar­kie und Effi­zi­enz­ge­win­ne durch KI zu rea­li­sie­ren.

  • Sam­sung vs. TSMC: Sam­sung setzt alles auf eine Kar­te und plant einen Rekord-CAPEX von 73 Mrd. USD (ca. 110 Bio. Won). Damit über­trifft Sam­sung die Inves­ti­ti­ons­plä­ne des Bran­chen­pri­mus TSMC (50 Mrd. USD) deut­lich. Ziel ist es, den Rück­stand bei High-Band­width Memo­ry (HBM) gegen­über SK Hynix auf­zu­ho­len. Die kom­mer­zi­el­le Aus­lie­fe­rung von HBM-Chips der nächs­ten Gene­ra­ti­on an Nvi­dia mar­kiert hier­bei den ent­schei­den­den Wen­de­punkt.
  • Ali­baba-Para­do­xon: Trotz eines 67%igen Gewinn­ein­bruchs im Kern­ge­schäft (E‑Commerce) wächst die Cloud-Spar­te mit über 40 %. Ein signi­fi­kan­ter Daten­punkt für Inves­to­ren: Das Wachs­tum der KI-Token-Nut­zung hat sich im März-Quar­tal ver­sechs­facht. Ali­baba strebt bis 2031 einen KI-Umsatz von 100 Mrd. USD an.

Inves­to­ren-Takea­ways für die Halb­lei­ter-Lie­fer­ket­te:

  1. HBM-Domi­nanz: Der Wett­be­werb zwi­schen Sam­sung und SK Hynix ist das Epi­zen­trum des KI-Booms.
  2. Sys­tem­re­le­vanz: Ohne süd­ko­rea­ni­sche HBM-Spei­cher ist der Betrieb von Nvi­dia-GPUs und damit die glo­ba­le KI-Infra­struk­tur (Ope­nAI, AMD) unmög­lich.
  3. CAPEX-Dis­zi­plin: Anle­ger müs­sen bewer­ten, ob Sam­sungs mas­si­ve Aus­ga­ben die Mar­gen kurz­fris­tig kan­ni­ba­li­sie­ren oder den Weg zur Markt­füh­rung ebnen.

5. Regio­na­le Sicher­heits­ar­chi­tek­tur und Aus­blick

Die mas­si­ve Ver­schie­bung US-mili­tä­ri­scher Res­sour­cen – dar­un­ter Flug­zeug­trä­ger, U‑Boote aus Oki­na­wa und Luft­ab­wehr­sys­te­me aus Süd­ko­rea – in den Nahen Osten schwächt die Abschre­ckung gegen­über Peking. Chi­na nutzt die­se Vakanz als „stra­te­gi­sches Fens­ter“. Ein aktu­el­ler Bericht des Natio­nal Intel­li­gence Coun­cil (NIC) stuft Pre­mier­mi­nis­te­rin Takai­chis Ein­schät­zung der Lage in der Tai­wan-Stra­ße als „Sur­vi­val Thre­at“ (exis­ten­zi­el­le Bedro­hung) ein – eine signi­fi­kan­te Ver­schär­fung der japa­ni­schen Sicher­heits­po­si­ti­on.

Inter­es­san­ter­wei­se fun­giert Chi­na in die­sem Umfeld für eini­ge Port­fo­li­os als geo­po­li­ti­scher Diver­si­fi­ka­tor. Dank mas­si­ver Inves­ti­tio­nen in die Elek­tri­fi­zie­rung und beträcht­li­cher schwim­men­der Ölla­ger (floa­ting sto­rage) ist die zweit­größ­te Volks­wirt­schaft der Welt teil­wei­se gegen den unmit­tel­ba­ren Öl-Schock iso­liert.

Stra­te­gi­sche Risi­ken und Oppor­tu­ni­tä­ten (Q2 2026)

  • Zins-Whip­lash: Eine Neu­be­wer­tung der glo­ba­len Zins­pfa­de durch BoE und EZB belas­tet Bond-Märk­te; der Fokus ver­schiebt sich auf das kur­ze Ende der Kur­ve.
  • Wäh­rungs-Inter­ven­ti­on: Der JPY bei 160 bie­tet attrak­ti­ve, aber hoch­ris­kan­te Set­ups für Inter­ven­ti­onst­ra­des.
  • Ener­gy Resi­li­ence: Unter­neh­men mit Fokus auf Erneu­er­ba­re und LNG-Logis­tik pro­fi­tie­ren von den 3- bis 5‑jährigen Aus­fäl­len in Katar.
  • AI Hard­ware Hun­ger: Sam­sung und SK Hynix blei­ben trotz makro­öko­no­mi­schem Gegen­wind struk­tu­rel­le Gewin­ner des KI-Spei­cher-Zyklus.

Fazit: Die asia­ti­schen Märk­te agie­ren in einem Span­nungs­feld zwi­schen kriegs­be­ding­ten Ver­sor­gungs­eng­päs­sen und einem bei­spiel­lo­sen tech­no­lo­gi­schen Auf­rüs­tungs­zy­klus. Wäh­rend die Ener­gie- und Dün­ge­mit­tel­märk­te auf eine schwe­re Rezes­si­on hin­deu­ten, bie­tet die KI-getrie­be­ne CAPEX-Offen­si­ve einen sta­bi­li­sie­ren­den Wachs­tums­an­ker, der die Regi­on mit­tel­fris­tig resi­li­en­ter gegen­über exter­nen Schocks macht.


*Bei den ange­zeig­ten Kur­sen han­delt es sich um Moment­auf­nah­men, da der Bör­sen­han­del zum Zeit­punkt der Erstel­lung die­ses Bei­trags noch läuft.

Han­dels­zei­ten der wich­tigs­ten asia­ti­schen Bör­sen

Japan – Tokyo Stock Exch­an­ge (Nik­kei 225)

  • Orts­zeit (JST): 9:00 – 11:30 Uhr und 12:30 – 15:00 Uhr
  • MEZ: 1:00 – 3:30 Uhr und 4:30 – 7:00 Uhr
  • MESZ: 0:00 – 2:30 Uhr und 3:30 – 6:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 11:30 – 12:30 Uhr Orts­zeit

Hong Kong – Hong Kong Stock Exch­an­ge (Hang Seng)

  • Orts­zeit (HKT): 9:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr
  • MEZ: 2:30 – 5:00 Uhr und 6:00 – 9:00 Uhr
  • MESZ: 3:30 – 6:00 Uhr und 7:00 – 10:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 12:00 – 13:00 Uhr Orts­zeit

Chi­na – Shang­hai Stock Exch­an­ge (SSE Com­po­si­te)

  • Orts­zeit (CST): 9:30 – 11:30 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr
  • MEZ: 2:30 – 4:30 Uhr und 6:00 – 8:00 Uhr
  • MESZ: 3:30 – 5:30 Uhr und 7:00 – 9:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 11:30 – 13:00 Uhr Orts­zeit

Süd­ko­rea – Korea Exch­an­ge (KOSPI)

  • Orts­zeit (KST): 9:00 – 15:20 Uhr
  • MEZ: 1:00 – 7:20 Uhr
  • MESZ: 0:00 – 6:20 Uhr
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Indi­en – Bom­bay Stock Exch­an­ge (BSE Sen­sex)

  • Orts­zeit (IST): 9:15 – 15:30 Uhr
  • MEZ: 5:00 – 11:00 Uhr (Win­ter)
  • MESZ: 3:45 – 9:45 Uhr (Som­mer)
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Aus­tra­li­en – ASX (S&P/ASX 200)

  • Orts­zeit (AEST): 10:00 – 16:00 Uhr
  • MEZ: 0:00 – 6:00 Uhr
  • MESZ: 23:00 – 5:00 Uhr (Vor­abend)
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Sin­ga­pur – Sin­ga­po­re Exch­an­ge (SGX)

  • Orts­zeit (SGT): 9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr
  • MEZ: 2:00 – 5:00 Uhr und 6:00 – 10:00 Uhr
  • MESZ: 3:00 – 6:00 Uhr und 7:00 – 11:00 Uhr

Wich­ti­ge Hin­wei­se:

Früh­han­del: Asia­ti­sche Bör­sen öff­nen bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den deut­scher Zeit (zwi­schen 0:00–7:00 Uhr MEZ)

Mit­tags­pau­sen: Beson­ders in Japan, Chi­na und Hong Kong gibt es aus­ge­dehn­te Mit­tags­pau­sen (1−1,5 Stun­den)

Wochen­en­de: Alle Bör­sen sind sams­tags und sonn­tags geschlos­sen

MESZ – euro­päi­sche Som­mer­zeit­um­stel­lung

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater