Bank First erhöht Quartalsdividende auf 0,50 US-Dollar und hält den Dividend-Growth-Kurs

Neueste Dividendenbekanntmachung

Bank First Corporation (BFC) hebt die Quartalsdividende auf 0,50 $ je Aktie an. Der neue Satz liegt 11,1 % über der Vorperiode mit 0,45 $ je Aktie. Damit setzt das Management ein klares Signal für eine fortgesetzte Dividend-Growth-Strategie.

Details zur Dividendenausschüttung

Die Dividende von 0,50 $ je Aktie wird am 8. April 2026 ausgezahlt. Anspruchsberechtigt sind Aktionäre mit Bestand zum 25. März 2026. Am selben Datum liegt auch der Ex-Dividenden-Tag. Auf Jahresbasis entspricht der neue Run-Rate einer regulären Dividende von 2,00 $ je Aktie. Beim aktuellen Kurs von 137,32 $ ergibt sich daraus eine Forward-Dividendenrendite von rund 1,46 %.
Wichtig für die Einordnung: 2025 zahlte Bank First eine Sonderdividende von 3,50 $ je Aktie. Diese Einmalzahlung kann die Renditeanzeige auf manchen Plattformen stark verzerren. Für die langfristige Planung zählt primär die reguläre Dividende.

Relevante Bewertungskennzahlen

Die Dividendenqualität steht und fällt mit Ertragskraft und Ausschüttungsdisziplin. Bank First liefert hier ein solides Fundament. Das Unternehmen verdiente 2025 0,071 Mrd. $ und erreichte ein EPS von 7,23 $. Bereinigt um Sondereffekte lag das EPS bei 7,42 $.
Die Ausschüttungsquote wirkt konservativ. Das aktuelle Payout Ratio liegt bei rund 24 % bis 25 %. Diese Quote lässt Spielraum für weitere Erhöhungen und für Kapitalbindung im Kreditgeschäft.
Auf Bewertungsseite notiert die Aktie bei einem Trailing P/E von rund 19,0. Das Forward P/E liegt bei etwa 12,9 auf Basis eines Forward EPS von 10,63 $. Das impliziert erwartetes Gewinnwachstum, setzt aber auch voraus, dass die Bank die Prognosen im Zins- und Kreditzyklus bestätigt.
Bilanzkennzahlen stützen die Story: Bank First meldete zum Jahresende 2025 Assets von 4,506 Mrd. $, Loans von 3,605 Mrd. $ und Deposits von 3,696 Mrd. $. Der Book Value je Aktie lag bei 65,47 $, das Price-to-Book bei rund 2,10. Das ist kein Deep-Value-Niveau, sondern eine Qualitätsbewertung.

Dividendenhistorie und Nachhaltigkeit

BFC weist eine belastbare Historie aus. Das Unternehmen zahlte Dividenden seit 15 Jahren in Folge und steigerte die Dividende seit 12 Jahren ohne Unterbrechung. Die jüngste Sequenz zeigt auch die Dynamik: 2024 stieg die reguläre Quartalsdividende von 0,35 $ auf 0,40 $ und anschließend auf 0,45 $. 2026 folgt nun der Schritt auf 0,50 $.
Nachhaltig wirkt die Kombination aus niedriger Ausschüttungsquote und operativer Profitabilität. 2025 lag die Net Interest Margin im vierten Quartal bei 4,01 %. Gleichzeitig blieben Nonperforming Assets mit 0,20 % der Bilanzsumme sehr niedrig. Das reduziert das Risiko, dass Kreditverluste künftige Dividendenerhöhungen ausbremsen.

Ausblick für langfristige Investoren

Für Dividendenwachstumsinvestoren bietet BFC ein attraktives Setup, aber nicht ohne Haken. Die Dividende wächst kräftig, die Payout Ratio bleibt defensiv, und die Bank zeigt robuste Asset-Quality.
Der Preis dafür ist eine niedrige Einstiegsrendite. Wer sofort hohen Cash-Flow sucht, findet im Regionalbanken-Sektor oft höhere Starting Yields. BFC eignet sich eher für Anleger, die auf künftige Dividendenerhöhungen und steigenden „Yield on Cost“ setzen.
Risikoseitig bleibt das Zinsumfeld entscheidend. Sinkende Leitzinsen können die Margen perspektivisch belasten, wenn die Repricing-Dynamik auf der Aktivseite nachlässt. Zusätzlich erhöht die Integration der jüngsten Akquisition die operative Komplexität. Langfristig kann sie Synergien liefern, kurzfristig kann sie Kosten und Ausführungrisiken erhöhen.

Kurzes Unternehmensprofil

Bank First Corporation ist die Holding der Bank First, N.A. Das Institut agiert als Regionalbank mit Schwerpunkt auf Relationship Banking und bietet Kredit-, Einlagen- sowie Treasury-Services. Ergänzend betreibt die Gruppe Trust- und Wealth-Management-Aktivitäten. Der geografische Fokus liegt auf Wisconsin und Illinois.

Letzter Quartalsbericht

Quartals- und Jahresberichts 2025 der Bank First Corporation,

1. Ertragslage und Profitabilität

Bank First erzielte im 4. Quartal 2025 einen Nettogewinn von 18,4 Mio. USD, was einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,87 USD entspricht. Im Gesamtjahr 2025 stieg der Gewinn auf 71,5 Mio. USD bzw. 7,23 USD je Aktie. Damit wuchs das Jahres-EPS gegenüber 2024 um mehr als 11 %.

Bereinigt um Sondereffekte (Akquisitionskosten, Immobilienabschreibung) lag das adjustierte EPS im Gesamtjahr sogar bei 7,42 USD. Diese Entwicklung signalisiert eine solide operative Ertragskraft, die nicht ausschließlich auf Einmaleffekten beruht.

Einordnung:
Für Dividendeninvestoren ist das nachhaltige EPS-Wachstum zentral, da Dividenden langfristig nur aus stabil steigenden Gewinnen finanziert werden können. Die bereinigten Zahlen bestätigen die Qualität des Ergebnisses.

2. Zinsgeschäft und Margenentwicklung

Das Net Interest Income (NII) stieg im vierten Quartal auf 40,2 Mio. USD. Die Net Interest Margin (NIM) verbesserte sich deutlich auf 4,01 % (Vorjahr: 3,61 %). Treiber waren:

  • höhere Kreditrenditen bei Neu- und Anschlussfinanzierungen,
  • sinkende durchschnittliche Zinskosten auf Einlagen.

Kritische Würdigung:
Der Margenanstieg ist positiv, allerdings teilweise zyklisch. Weitere Zinssenkungen der US-Notenbank könnten mittelfristig Druck auf die NIM ausüben. Die aktuelle Stärke sollte daher nicht linear fortgeschrieben werden.

3. Kostenstruktur und Sondereffekte

Die Noninterest Expenses stiegen im Q4 auf 22,0 Mio. USD. Hauptursachen:

  • 0,7 Mio. USD Akquisitionskosten im Zusammenhang mit Centre 1 Bancorp,
  • 0,9 Mio. USD Verlust durch Abriss eines ineffizienten Bankgebäudes.

Abseits dieser Effekte blieb die Kostenbasis stabil.

Bewertung:
Die Kostensteigerung ist erklärbar und größtenteils temporär. Für langfristige Investoren entscheidend ist, dass keine strukturelle Kosteninflation erkennbar ist.

4. Bilanz, Kapitalausstattung und Asset-Qualität

  • Bilanzsumme: 4,51 Mrd. USD (+7,8 % annualisiert im Q4)
  • Eigenkapital: 643,8 Mio. USD
  • Buchwert je Aktie: 65,47 USD
  • Nonperforming Assets: nur 0,20 % der Bilanzsumme

Die Kapitalquoten sind komfortabel, die Kreditqualität bleibt trotz konjunktureller Unsicherheiten sehr robust.

Relevanz für Dividenden:
Eine starke Kapitalbasis senkt das Risiko von Dividendenaussetzungen in Stressphasen und erhöht die Planungssicherheit.

5. Dividendenpolitik

Der Verwaltungsrat beschloss eine Quartalsdividende von 0,50 USD je Aktie, zahlbar im April 2026. Dies entspricht:

  • einer Erhöhung um 11,1 % gegenüber Vorquartal und Vorjahr,
  • zusätzlich zu einer bereits 2025 gezahlten Sonderdividende von 3,50 USD je Aktie.

Einordnung:
Die Kombination aus regulärer Erhöhung und Sonderdividende unterstreicht den aktionärsfreundlichen Kapitalallokationsansatz. Gleichzeitig reduziert eine hohe Sonderdividende jedoch den Kapitalpuffer – ein Punkt, den konservative Dividendeninvestoren kritisch beobachten sollten.

6. Gesamtfazit für Privatinvestoren

Bank First überzeugt 2025 durch:

  • solides Gewinnwachstum,
  • steigende Zinsmargen,
  • sehr gute Asset-Qualität,
  • dynamische Dividendenentwicklung.

Risiken liegen primär im Zinsumfeld und in der Integration der jüngsten Akquisition. Insgesamt bleibt das Unternehmen jedoch attraktiv für einkommensorientierte Langfristinvestoren, die neben Dividenden auch Wert auf Bilanzstärke legen.


finviz dynamic chart for BFC

Die Selektion dieser Aktie erfolgte zufällig aus einem breiten Spektrum an tagesaktuellen Börsenmitteilungen bezüglich angekündigter Dividendenzahlungen. Der vorliegende Beitrag zielt nicht auf eine qualitative Bewertung dieser dividendenstarken Aktie ab, sondern verfolgt einen rein deskriptiven Ansatz.

Was sind Dividend Champions, Contenders, Challengers?


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