Donald Trump ist in den deutschen Medien ein rotes Tuch. Tag für Tag prasselt eine Welle der Kritik auf den ehemaligen und möglicherweise künftigen amerikanischen Präsidenten nieder, ohne dass auch nur ein Funken Positives an seiner Politik hervorgehoben wird. Diese einseitige Ablehnung, die man durchaus als „Trump-Bashing“ bezeichnen kann, prägt die Berichterstattung – und das nicht erst seit gestern. Doch was steckt dahinter, und warum wird hier eine Chance vertan, die für Deutschland und Europa von enormer Bedeutung sein könnte?
Frieden mit Russland? Nein, danke!
Ein Beispiel ist Trumps neuer Fokus auf Frieden mit Russland. Während er früher mit harten Sanktionen und Konfrontation auffiel, schlägt er nun versöhnlichere Töne an – wenn auch teils ruppig und konfrontativ gegenüber Putin formuliert. Man könnte meinen, dass dies den Falken im Bundestag, die stets auf Stärke gegenüber Moskau pochen, gefallen müsste. Doch weit gefehlt: Die deutschen Medien stellen diesen Kurswechsel als Fehler dar, als Schwäche oder gar als Verrat an westlichen Werten. Statt die Möglichkeit eines entspannten Verhältnisses zu Russland als Chance zu sehen, wird Trump weiter attackiert. Hier zeigt sich eine seltsame Paradoxie: Was den Kriegstreibern gefallen sollte, wird zum Anlass für noch mehr Kritik.
Universitätsreformen: Angriff oder Befreiung?
Ein weiteres Reizthema ist Trumps Umgang mit den amerikanischen Eliteuniversitäten. Die Kürzung staatlicher Gelder wird in deutschen Zeitungen als Angriff auf die Wissenschaft geframt. Doch ist das die ganze Wahrheit? Für mich ist es vielmehr ein Befreiungsschlag. Viele dieser Institutionen haben sich in den letzten Jahren von wissenschaftlicher Objektivität verabschiedet und sind zu Brutstätten ideologischer Verblendung geworden – finanziert durch Steuergelder, die zweckentfremdet werden. Trump zwingt sie, sich wieder auf ihre Kernaufgabe zu besinnen: Forschung und Lehre statt Aktivismus. Die Abwanderung von Figuren wie Timothy Snyder, die in den Medien als „Massenexodus“ hochgeschrieben wird, ist kein Verlust. Snyder ist kein Wissenschaftler mehr, sondern ein Aktivist – und das unter dem Deckmantel der Objektivität. Die Universitäten werden dadurch nicht geschwächt, sondern könnten langfristig gestärkt werden.
Doppelmoral und blinde Flecken
Apropos Aktivismus: Die deutschen Medien zeigen eine eklatante Doppelmoral. Während Trump für seine angebliche Haltung gegen Medienvielfalt nicht kritisiert wird, bleiben Personen wie Anne Applebaum, die unliebsame Medien bekämpfen und deren Werbegelder streichen lassen wollen, von Kritik verschont. Diese selbsternannten Verteidiger der Demokratie agieren selbst autokratisch, indem sie Meinungsvielfalt unterdrücken – ein Widerspruch, der in der Berichterstattung kaum thematisiert wird. Stattdessen wird Trump mit der Kettensäge der Kritik bearbeitet, während die Heuchelei anderer ignoriert wird.
Eine verpasste transatlantische Chance
Die großen deutschen Medienhäuser, selbst der traditionsreiche Springer-Verlag, der einst die Treue zu den USA im Arbeitsvertrag festschrieb, versäumen es, Trump als Chance zu erkennen. Seine Abkehr von seelenloser Konfrontation und Sanktionspolitik gegenüber Russland könnte Europa Luft verschaffen. Seine Universitätsreformen könnten ein Vorbild sein, um auch hier ideologische Verkrustungen aufzubrechen. Doch statt transatlantische Zusammenarbeit zu fördern, dominiert das „Trump-Bashing“. Dabei kontrastiert dies scharf mit der deutschen Innenpolitik: Unter Friedrich Merz treibt die CDU Projekte wie die sogenannte „Demokratieförderung“ voran, die ich als staatliche Indoktrination und Linksextremismus sehe. Trump hingegen setzt seine Wahlversprechen um, kehrt zur Normalität zurück – und wird dafür unfair behandelt.
Europa im falschen Film
Europa, und besonders Deutschland, verpasst eine historische Gelegenheit. Während Trump in den USA versucht, ideologische Extreme abzubauen und pragmatische Lösungen zu finden, verharrt die EU in protektionistischer und grün-roter Politik. Die Medien, gefangen im täglichen „Trump-Bashing“, tragen dazu bei, dass diese Chance nicht erkannt wird. Statt ihn als Gefahr zu dämonisieren, sollten sie fragen: Was können wir von ihm lernen? Denn eines ist klar: Trump handelt, während Europa in alten Mustern steckenbleibt.
Fazit
Das tägliche „Trump-Bashing“ in deutschen Medien ist mehr als nur Kritik – es ist eine einseitige Kampagne, die Chancen ignoriert und Doppelmoral pflegt. Trump mag polarisieren, aber er setzt um, was er verspricht. Deutschland und Europa könnten davon profitieren, wenn sie endlich aufhören würden, ihn reflexartig zu verdammen. Es ist Zeit für eine nüchterne Debatte – jenseits des medialen Trommelfeuers.