Deutschlands Aufrüstung: Notwendigkeit oder Größenwahn?

Deutschland rüstet auf – und zwar massiv. Hunderte von Milliarden Euro sollen in die Wehrhaftigkeit des Landes fließen, eine Summe, die weit über das hinausgeht, was man als reine Verteidigungsfähigkeit bezeichnen könnte. Doch wohin führt dieser Weg? Ist das ein Zeichen von Größenwahn oder ein Versuch, sich in einer unsicheren Welt neu zu positionieren? Soll Deutschland zur militärischen Speerspitze der EU werden, zur Abschreckung Russlands oder gar zu etwas anderem? Die Fragen häufen sich, die Antworten bleiben vage.

Historisch betrachtet weckt ein solches Aufrüsten Skepsis – nicht nur im eigenen Land, sondern auch bei osteuropäischen Nachbarn, die Deutschland mit gemischten Gefühlen begegnen. Ist es wirklich klug, in einer Zeit, in der geopolitische Spannungen eher abzuebben scheinen, derart martialisch aufzutreten? Die Warnungen vor einem russischen Angriff, die von EU-Geheimdiensten lautstark verbreitet werden, wirken wie Panikmache, um diese enormen Investitionen zu rechtfertigen. Doch die Realität spricht eine andere Sprache: Die Welt steuert eher auf Entspannung zu, und es ist fraglich, ob die EU überhaupt die Macht hätte, einen Friedensprozess zwischen den USA und Russland nachhaltig zu torpedieren.

Stattdessen könnte man die Milliarden sinnvoller einsetzen – in Bildung, Infrastruktur oder soziale Gerechtigkeit. Die deutsche Aufrüstung erscheint überdimensioniert, ihre Motive zweifelhaft. Ist das noch Verteidigung oder schon ein Rückfall in altes Machtstreben? Während andere Probleme in der Gesellschaft brachliegen, scheint Deutschland sich in eine Rolle zu drängen, die weder zeitgemäß noch notwendig ist.


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