Ein­füh­rung eines sozi­al gestaf­fel­ten Kli­ma­gel­des

Die zen­tra­len Punk­te der Druck­sa­che 21/4377 las­sen sich klar bün­deln: Es geht um den Antrag der Frak­ti­on Die Lin­ke zur Ein­füh­rung eines sozi­al gestaf­fel­ten Kli­ma­gel­des, die Bera­tun­gen im Bun­des­tag und die Grün­de für die Ableh­nung durch die Aus­schuss­mehr­heit.

Kern­an­lie­gen des Antrags

  • Ein­füh­rung eines jähr­li­chen Kli­ma­gel­des von 320 Euro pro Per­son, rück­wir­kend ab 1. Janu­ar 2025.
  • Finan­zie­rung aus Ein­nah­men der CO₂-Beprei­sung und Emis­si­ons­han­dels­sys­te­men.
  • Sozia­le Staf­fe­lung: zunächst pau­schal, spä­ter ein­kom­mens­ab­hän­gig über direk­ten Aus­zah­lungs­me­cha­nis­mus.
  • Ziel: Aus­gleich der Belas­tun­gen durch stei­gen­de CO₂-Prei­se, beson­ders für Haus­hal­te mit nied­ri­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men.

Pro­blem­de­fi­ni­ti­on im Doku­ment

  • CO₂-Beprei­sung belas­tet pri­va­te Haus­hal­te zuneh­mend.
  • Len­kungs­wir­kung im Ver­kehr und Gebäu­de­sek­tor begrenzt, da vie­le Men­schen kaum Alter­na­ti­ven haben (Mie­ter, Pend­ler).
  • Es exis­tiert kein aus­rei­chen­der Rück­ver­tei­lungs­me­cha­nis­mus.
  • Kli­ma­geld soll Akzep­tanz für Kli­ma­schutz­maß­nah­men sichern.

Ergeb­nis der Bera­tun­gen

Der feder­füh­ren­de Aus­schuss emp­fiehlt Ableh­nung des Antrags – mit Stim­men von CDU/CSU, SPD und AfD gegen Grü­ne und Die Lin­ke.
Dies ent­spricht auch der Emp­feh­lung des Wirt­schafts­aus­schus­ses.

Posi­tio­nen der Frak­tio­nen im Über­blick

Die Lin­ke

  • Kli­ma­geld not­wen­dig für sozia­len Aus­gleich und Akzep­tanz.
  • Pau­scha­le Aus­zah­lung nur für schnel­len Start; danach sozi­al gestaf­felt.
  • Kri­ti­siert, dass aktu­el­le Mit­tel eher Unter­neh­men zugu­te­kom­men.

CDU/CSU

  • Ent­las­tung der Bür­ger wich­tig, aber Kli­ma­geld nicht das rich­ti­ge Instru­ment.
  • Setzt auf För­der­pro­gram­me (Hei­zungs­tausch, Sanie­rung, E‑Mobilität).
  • Sen­kung von Strom­steu­er und Netz­ent­gel­ten als zen­tra­ler Ansatz.
  • Sieht sozia­le Aus­ge­wo­gen­heit bereits gewähr­leis­tet.

SPD

  • Kli­ma­schutz ist auch eine sozia­le Fra­ge.
  • Bevor­zugt geziel­te För­der­instru­men­te statt pau­scha­ler Zah­lun­gen.
  • Kli­ma­geld sei zu undif­fe­ren­ziert und habe gerin­ge Steue­rungs­wir­kung.
  • Will sozia­le Ein­rich­tun­gen stär­ker berück­sich­ti­gen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

  • Grund­idee des Kli­ma­gel­des rich­tig und not­wen­dig.
  • Zwei­fel an der Finan­zier­bar­keit der vor­ge­schla­ge­nen 320 Euro.
  • Unter­stützt Antrag als poli­ti­sches Signal.
  • Fragt nach Zeit­plan der Bun­des­re­gie­rung.

AfD

  • Grund­sätz­li­che Ableh­nung der CO₂-Beprei­sung.
  • Hält Kli­ma­po­li­tik für wir­kungs­los und wirt­schaft­lich schäd­lich.
  • Kli­ma­geld daher über­flüs­sig.

Fazit

Der Antrag der Lin­ken auf Ein­füh­rung eines sozi­al gestaf­fel­ten Kli­ma­gel­des wur­de abge­lehnt, obwohl die Grund­idee eines sozia­len Aus­gleichs von Grü­nen und teil­wei­se auch ande­ren Frak­tio­nen aner­kannt wird. Die Ableh­nung resul­tiert aus unter­schied­li­chen Vor­stel­lun­gen über Treff­si­cher­heit, Finan­zier­bar­keit, Len­kungs­wir­kung und die grund­sätz­li­che Bewer­tung der CO₂-Beprei­sung.


Quel­le: Druck­sa­che 21/789

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