Der Schweizer Finanzmarkt vom 14. März 2025
Gesamtentwicklung des Marktes
Der Schweizer Finanzmarkt beendete den Handelstag mit einem soliden Plus, angetrieben von einer Erholung am Nachmittag. Der SMI (Swiss Market Index) stieg um 0,63 % auf 12’916,81 Punkte. Das Tageshoch lag sogar bei 12’948 Punkten. Allerdings verlor der Index auf Wochensicht 1,2 %, was den ersten Wochenverlust in den ersten zehn Handelswochen dieses Jahres markiert. Der SLI (Swiss Leader Index), in dem die Schwergewichte weniger stark gewichtet sind, stieg um 0,77 % auf 2090,54 Punkte, während der SPI (Swiss Performance Index) 0,65 % auf 17’093,16 Punkte zulegte.


Die positive Marktbewegung wurde vor allem durch die Einigung der deutschen Parteien auf ein milliardenschweres Finanzpaket für Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben unterstützt. Zudem beeinflusste eine mögliche Lösung des US-Haushaltsstreits die Märkte positiv.
Markttreiber und Einflussfaktoren
- Positive Entwicklungen in Deutschland:
- Einigung auf 500 Milliarden Euro Sondervermögen für Infrastruktur.
- Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben.
- Erwartung eines langfristigen Wachstumsanstiegs in Europa.
- US-Marktimpulse:
- Hoffnung auf eine Verhinderung eines Regierungs-Shutdowns in den USA.
- US-Konsumentenvertrauen fiel zwar schwächer aus als erwartet, dennoch zeigte sich eine positive Marktreaktion.
- Globale Konjunkturdaten:
- Rückgang des britischen BIP im Januar um 0,1 %.
- Bestätigung der deutschen Inflationsrate bei 2,3 % für Februar.
Entwicklung der wichtigsten Schweizer Aktien
Top-Gewinner des Tages:
- Adecco (+5,7%) – Starke Kursentwicklung dank einer Kaufempfehlung von BNP Paribas und positiven Nachrichten aus Deutschland.
- Partners Group (+3,5%) – Profitierte von gestiegenen Zinsen und dem Investitionsprogramm in Deutschland.
- UBS (+2,5%) – Erwartung einer positiven Unternehmensentwicklung, da am Montag der Geschäftsbericht veröffentlicht wird.
- Holcim (+2,1%) – Wurde durch Infrastrukturprojekte in Deutschland gestärkt.
- Orell Füssli (+4,1%) – Nach starken Geschäftszahlen um mehr als 4 % gestiegen.
Verlierer des Tages:
- Swiss Life (-2,2%) – Trotz solider Zahlen kam es zu Gewinnmitnahmen.
- Givaudan (-2,2%) – Herabstufung des Kursziels durch Baader Helvea sorgte für Abgabedruck.
- Novartis (-0,6%) – ODDO BHF senkte das Rating von „Outperform“ auf „Neutral“.
- Swisscom (-0,4%) und Nestlé (-0,1%) – Beide Titel hatten in einem von zyklischen Werten dominierten Umfeld Schwierigkeiten.
Auf dem breiten Markt konnte DocMorris um 10,2 % zulegen, nachdem es am Vortag starke Verluste gegeben hatte. Auch Idorsia (+3,1%) und IVF Hartmann (+3,5%) waren unter den Gewinnern.


Internationale Vergleichsindizes
- Euro Stoxx 50: +1,34 % auf 5’399,79 Punkte
- DAX: +1,65 % auf 22’939,39 Punkte
- SMI: +0,63 % auf 12’916,81 Punkte
Im Vergleich zu den europäischen Indizes hinkte der SMI leicht hinterher, da defensive Werte weniger stark performten und der Schweizer Markt generell von einem zurückhaltenden Investorenverhalten geprägt war.
Währungs- und Rohstoffmärkte
- EUR/CHF: 0,9628 (+0,51 %)
- USD/CHF: 0,8844 (+0,20 %)
- Bundesanleihen: 0,7710 (+0,26 %)
- Ölpreis (Brent): 70,42 USD (+0,39 %)
- Gold: 2’989,53 USD (+0,08 %)
- Bitcoin: 84’751,31 USD (+4,84 %)
Der Schweizer Franken schwächte sich leicht ab, was exportorientierten Unternehmen zugutekam. Die Rohstoffpreise entwickelten sich stabil, während Bitcoin mit einem Anstieg von fast 5 % weiterhin hohe Volatilität zeigte.
Fazit und Ausblick
Der Schweizer Finanzmarkt zeigte eine späte Erholung nach einem schwachen Wochenbeginn. Zyklische Werte waren die Gewinner, während defensive Titel Verluste hinnehmen mussten. Die Einigung in Deutschland auf ein Investitionsprogramm könnte mittel- bis langfristig für positive Impulse sorgen. Dennoch bleiben die globalen Risiken – insbesondere die geopolitische Unsicherheit in der Ukraine und wirtschaftliche Unsicherheiten in den USA – als potenzielle Belastungsfaktoren bestehen.
Schweizer Familienunternehmen behaupten sich unter den Global 500
Die Schweiz ist mit 19 Unternehmen in der Liste der weltweit 500 umsatzstärksten Familienfirmen vertreten, die gemeinsam 8,8 Billionen Dollar erwirtschaften. Dies geht aus dem Global Family Business Index 2025 hervor, den EY Schweiz in Zusammenarbeit mit der Universität St.Gallen erstellt.
Die führenden Schweizer Familienunternehmen sind die MSC Group (Platz 14), Roche (20), Kühne+Nagel (62) und Richemont (81). Weitere bekannte Namen unter den Top 200 sind Tetra Laval, Emil Frey, Liebherr, Droege, Schindler, DKSH und DSM-Firmenich. Die Top-500-Liste wird durch Unternehmen wie Barry Callebaut, Swatch, AMAG, REHAU Automotive, Omya, Endress+Hauser, Stadler Rail und Bucher Industries ergänzt.
Laut EY zeigen die gelisteten Unternehmen Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg. Über ein Drittel der 500 Firmen besteht seit mehr als 100 Jahren.
Schweizer Armee modernisiert Spezialkräfte mit neuem Sturmgewehr 25
Die Schweizer Armee hat einen Vertrag mit dem US-Unternehmen Lewis Machine & Tool (LMT) Defense geschlossen, um ihre Spezialkräfte mit dem Sturmgewehr 25 auszustatten. Das neue Modell basiert auf dem Modular Ambidextrous Rifle System – Light (MARS-L) und wird in den Kalibern 5,56×45 mm mit Gas-Kolben-System geliefert. Die Waffen kommen in Varianten mit 12- und 16-Zoll-Läufen und werden von der in Dietikon ansässigen Firma Swissloxx an die Bedürfnisse der Armee angepasst.
Das Sturmgewehr 25 ergänzt das bereits eingeführte Sturmgewehr 20 (Kaliber 7,62×51 mm) von LMT, das von der 10. Armeeaufklärungsabteilung und Spezialeinheiten der Militärpolizei genutzt wird.
Diese Anschaffung folgt dem internationalen Trend zu vielseitigen und präzisen Waffensystemen, die eine höhere Ergonomie und Zuverlässigkeit bieten. Sie ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsprogramms der Schweizer Armee, das auch die Einführung des Embraer Global 7500 Langstreckenflugzeugs und eines neuen ferngesteuerten 155-mm-Haubitzensystems für das Piranha-IV-Radfahrzeug umfasst.
Die Zusammenarbeit mit LMT und anderen internationalen Partnern zeigt, dass die Schweiz verstärkt auf globale Kooperationen setzt, um ihre Verteidigungsfähigkeiten zu optimieren.