Marktbericht Schweiz: 21.03.2025

Tagesrückblick Schweizer Finanzmarkt – 21. März 2025

Marktentwicklung

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte am Freitag leichte Verluste, wobei der SMI um 0,17 % auf 13’075,40 Punkte sank. Trotz der Tagesverluste schloss die Woche mit einem soliden Plus von 1,2 %. Der breitere SPI gab 0,15 % auf 17’275,34 Punkte nach, während der SLI, in dem die 30 liquidesten Titel enthalten sind, 0,39 % auf 2’107,77 Punkte einbüßte.

SMI 5-Tage

Die Kursrückgänge standen im Zeichen des ersten großen Verfallstermins des Jahres, der insgesamt unspektakulär verlief. Zudem sorgte eine Umsatzwarnung des US-Logistikkonzerns FedEx, der als konjunktureller Frühindikator gilt, für eine trübere Stimmung bei zyklischen Aktien.

Internationale Vergleichsindizes

Die europäischen Märkte verzeichneten ebenfalls Abschläge:

  • EURO STOXX 50: -0,41 % auf 5’428,41 Punkte
  • DAX: -0,47 % auf 22’891,38 Punkte

Besonders im Fokus standen weiterhin geopolitische Unsicherheiten sowie protektionistische Maßnahmen der US-Regierung, die neue Importzölle auf europäische Waren erwägt.

SMI-Gewinner und -Verlierer

Gewinner des Tages:

  • Swisscom: +1,3 % auf 529,50 CHF
  • Richemont: +1,3 % auf 162,25 CHF
  • Roche: +1,0 % auf 309,20 CHF
  • Nestlé: +0,5 % auf 91,68 CHF

Verlierer des Tages:

  • Givaudan: -3,0 % auf 3’913,00 CHF
  • Sika: -2,4 % auf 225,60 CHF
  • ABB: -1,6 % auf 49,99 CHF
  • Geberit: -1,4 % auf 565,60 CHF

Der größte Tagesverlierer war Adecco, das um 5,4 % einbrach. Grund hierfür waren Konjunktursorgen und ein vorsichtiger Ausblick des deutschen Personaldienstleisters Amadeus Fire.

SMI

Sektorale Entwicklungen

  • Defensive Werte wurden bevorzugt. Swisscom, Roche und Nestlé konnten die Verluste im Gesamtmarkt abfedern.
  • Konjunktursensitive Werte wie Givaudan, Sika, Geberit und Holcim standen unter Druck. Die bevorstehende Abspaltung der Holcim-Nordamerika-Tochter Amrize sorgt für Unsicherheit unter den Anlegern.
  • Finanzwerte: UBS verlor 0,7 %, nachdem Berichte über eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland kursierten.

Makroökonomische Einflüsse

  • EUR/CHF fiel um 0,15 % auf 0,9557, was den Schweizer Franken leicht stärkte.
  • USD/CHF stieg um 0,17 % auf 0,8831, was auf eine anhaltende Nachfrage nach dem US-Dollar hinweist.
  • Schweizer Bundesobligationen legten um 0,46 % auf 0,6560 zu, was auf eine Flucht in sichere Anlagen hindeutet.
  • Ölpreis (Brent) sank um 0,30 % auf 72,04 USD, belastet durch Unsicherheiten im globalen Handel.
  • Gold verzeichnete mit einem Rückgang um 1,03 % auf 3’014,02 CHF eine schwächere Nachfrage.
  • Bitcoin zeigte eine positive Entwicklung mit einem Plus von 0,09 % auf 83’837,18 USD.

Fazit

Der Schweizer Finanzmarkt zeigte am Freitag leichte Verluste, konnte sich jedoch auf Wochensicht behaupten. Defensive Titel waren gefragt, während konjunktursensible Aktien Verluste hinnehmen mussten. Die anhaltenden Unsicherheiten durch protektionistische US-Handelspolitik sowie makroökonomische Faktoren könnten die Märkte weiterhin belasten.


Cartier als Zweitmarkt-Star: Trends und Entwicklungen im Luxusuhrensegment 2024

Im Jahr 2024 hat sich Cartier als einer der großen Gewinner auf dem Zweitmarkt für Luxusuhren etabliert. Die Marke steigerte ihren Marktanteil um beeindruckende 24 %, was sie zur viertbeliebtesten Marke in diesem Segment macht. Besonders Modelle wie Santos und Tank trugen zu diesem Erfolg bei. Doch Cartier ist nicht allein: Patek Philippe Complications, Tudor Black Bay und Breitling Navitimer folgen im Ranking der beliebtesten Uhrenmodelle. Auch Vacheron Constantin konnte seinen Marktanteil zweistellig ausbauen und punktet bei Sammlern mit hoher Qualität sowie attraktiven Preisen. Neben den Marken selbst sind klare Designtrends erkennbar: Rechteckige Gehäuse und römische Ziffern liegen im Trend, genauso wie Materialien wie Roségold und goldene Zifferblätter. Das Fazit zeigt, dass Marken mit einem starken Heritage, eigenständigen Designs und einer strategisch durchdachten Preispolitik die besten Chancen haben, sich auf dem wettbewerbsintensiven Zweitmarkt erfolgreich zu positionieren.


Mietpreisboom in der Schweiz: Rekordanstieg im Jahr 2024

Der Schweizer Immobilienmarkt hat im Jahr 2024 eine bemerkenswerte Erholung erlebt, begleitet von einem starken Anstieg der Mieten. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mieten durchschnittlich um 4,5 % – der höchste Anstieg innerhalb der letzten 20 Jahre. Sowohl Bestands- als auch Angebotsmieten wuchsen deutlich, was maßgeblich auf die zweimalige Erhöhung des Referenzzinssatzes zurückzuführen ist. Besonders in Zürich fiel der Anstieg der Bestandsmieten mit 6,8 % überdurchschnittlich aus, während die Angebotsmieten dort moderater um 4,0 % zulegten. Langfristig zeigt sich, dass vor allem Mieten im unteren Preissegment stark gestiegen sind. In den vergangenen 20 Jahren legten diese um 30 % zu, während die Nominallöhne nur um 20 % wuchsen. Diese Entwicklung verdeutlicht die angespannte Situation auf dem Schweizer Wohnungsmarkt und die wachsende Belastung für Mieter.


Rückgang der Schweizer Uhrenexporte: Herausforderungen im globalen Markt

Im Februar 2024 sind die Exporte der Schweizer Uhrenindustrie um 8,2 % gesunken, was vor allem auf die schwache Nachfrage in China und den USA zurückzuführen ist. Insgesamt wurden 102.000 Uhren weniger exportiert, wobei nur Modelle unter 200 Schweizer Franken positive Ergebnisse verzeichneten. Besonders betroffen war das mittlere Preissegment zwischen 500 und 3.000 Franken mit einem Rückgang von 15,4 % sowie teurere Uhren über 3.000 Franken, die um 7,3 % einbrachen. Während Stahluhren unter dem Druck standen, schnitten Uhren aus Edelmetallen trotz hoher Goldpreise besser ab. In den USA beeinträchtigten wirtschaftliche Unsicherheiten und die Politik von Präsident Donald Trump die Verbraucherstimmung zusätzlich. Im Gesamtjahr 2023 sanken die Schweizer Uhrenexporte bereits um 3 %, was die zunehmend schwierigen Bedingungen für große Konzerne wie Richemont, Swatch und LVMH sowie unabhängige Hersteller widerspiegelt. Die Branche steht damit vor erheblichen Herausforderungen in einem sich wandelnden globalen Marktumfeld.


Neue Regelungen für Mietverträge: Mehr Transparenz und Anpassungen ab 2025

Am 21. März 2025 hat der Bundesrat wichtige Änderungen an der Verordnung über Mieten und Pachten (VMWG) beschlossen, um die Transparenz bei Mietpreisen zu erhöhen. Ab dem 1. Oktober 2025 müssen Vermieter im Formular für die Mitteilung des Anfangsmietzinses künftig den Referenzzinssatz und die Teuerung (LIK) angeben. Diese Neuerung betrifft vor allem Kantone mit einer Formularpflicht, wie Zürich, Genf und Basel, die ihre Formulare entsprechend anpassen müssen. Die Nutzung alter Formulare könnte künftig zur Ungültigkeit von Mietverträgen führen.

Zudem wurden Regelungen für Staffelmieten vereinfacht: Ab dem 1. Oktober 2025 sind für Mietzinserhöhungen bei Staffelmieten keine amtlichen Formulare mehr erforderlich; eine schriftliche Mitteilung genügt. Parallel dazu beauftragte der Bundesrat das Wirtschaftsdepartement (WBF), das seit den 1980er Jahren gültige Modell zur Berechnung der Mietzinsen zu überarbeiten, da es als veraltet gilt. Diese Änderungen zielen darauf ab, den Mietmarkt fairer und transparenter zu gestalten.


Bundesrat lehnt Nachhaltigkeitsinitiative ohne Gegenvorschlag ab

Der Bundesrat empfiehlt die Volksinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz!“ (Nachhaltigkeitsinitiative) ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung. Die Initiative fordert eine Begrenzung der Schweizer Bevölkerung auf unter 10 Millionen Menschen bis 2050, was nach Einschätzung des Bundesrats den wirtschaftlichen Wohlstand, die Entwicklung und die Sicherheit des Landes gefährden würde. Eine Annahme hätte weitreichende Konsequenzen für die Beziehungen zur EU, da sie zur Kündigung des Freizügigkeitsabkommens führen und den bilateralen Weg sowie den Zugang zum europäischen Binnenmarkt gefährden würde. Auch die Teilnahme am Schengen- und Dublin-System könnte verloren gehen. Der Bundesrat betont, dass die Schweiz für ihren Wohlstand und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiterhin auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sein wird. Gleichzeitig plant er Maßnahmen zur besseren Integration bestimmter Bevölkerungsgruppen in den Arbeitsmarkt sowie zusätzliche Schritte gegen das knappe Wohnungsangebot und zur Verhinderung von Missbräuchen im Asylbereich.


Neuer EU-Migrations- und Asylpakt: Auswirkungen auf die Schweiz

Der neue europäische Migrations- und Asylpakt zielt auf ein effizienteres, krisenresistenteres und solidarischeres System ab. Als Schengen/Dublin-Mitglied muss die Schweiz ihr nationales Recht anpassen und sich teilweise beteiligen. Die Hauptziele umfassen die Eindämmung irregulärer Migration nach Europa, die Verringerung der Sekundärmigration innerhalb des Schengen-Raums und die Unterstützung von Mitgliedstaaten mit hohem Migrationsdruck durch solidarische Verteilung. Im Dublin-Bereich werden die Fristen für die Zuständigkeitsklärung verkürzt und neue Regeln zur Vermeidung von Sekundärmigration eingeführt, während eine neue Krisenverordnung Abweichungen in Ausnahmesituationen erlaubt. Der Solidaritätsmechanismus ist für die Schweiz nicht verbindlich, allerdings ist eine freiwillige Teilnahme möglich. Technische Neuerungen beinhalten die Überarbeitung der Eurodac-Verordnung für bessere IT-Interoperabilität mit neuen Daten wie Gesichtsbildern und Fingerabdrücken ab sechs Jahren sowie Verfahren zur schnellen Überprüfung von Drittstaatsangehörigen ohne Einreisevoraussetzungen.


Bundesrat verabschiedet umfassendes Maßnahmenpaket zum Lohnschutz

Der Bundesrat hat am 21. März 2025 ein aus 14 Maßnahmen bestehendes Paket zur Sicherung des Lohnschutzes in der Schweiz beschlossen. 13 dieser Maßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit Sozialpartnern und Kantonen entwickelt, während eine zusätzliche Maßnahme vom Bundesrat selbst vorgeschlagen wurde. Das Maßnahmenpaket zielt darauf ab, den Lohnschutz in der Schweiz zu stärken, wobei ein besonderer Fokus auf Entsendebetrieben aus der EU liegt. Dabei wurde darauf geachtet, dass Schweizer Unternehmen nicht mit wesentlichen neuen Belastungen konfrontiert werden und der flexible Arbeitsmarkt erhalten bleibt. Zu den rechtlichen Verbesserungen gehören unter anderem Anpassungen bei den Quoren für allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge sowie ein verbesserter Kündigungsschutz für gewählte Arbeitnehmervertreter. Das SECO wurde beauftragt, die Gespräche mit Sozialpartnern und Kantonen fortzuführen, um die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen bis Ende März 2025 abzuschließen.


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