McKesson bestätigt Quartalsdividende von 0,82 US-$ und setzt weiter auf Total Return

Neueste Dividendenbekanntmachung

McKesson hat am 28. Januar 2026 eine reguläre Quartalsdividende von 0,82 US-$ je Aktie angekündigt. Der Betrag liegt auf dem Niveau der Vorperiode. Das Unternehmen signalisiert damit Kontinuität nach der kräftigen Erhöhung im Sommer 2025.

Details zur Dividendenausschüttung

McKesson zahlt die Dividende am 1. April 2026 aus. Maßgeblich sind Aktionäre, die am 2. März 2026 im Aktienregister stehen; der Ex-Dividenden-Tag liegt ebenfalls am 2. März 2026. Auf Jahressicht ergibt sich daraus eine Dividende von 3,28 US-$ je Aktie (0,82 US-$ × 4). Die ausgewiesene Forward Dividend Yield liegt bei rund 0,39 %. Das unterstreicht den Charakter der Aktie: McKesson zielt weniger auf laufende Ausschüttung, sondern auf Gesamtrendite aus Dividende plus Aktienrückkäufen.

Relevante Bewertungskennzahlen

Mit einem Kurs von rund 829,57 US-$ kommt McKesson auf eine Marktkapitalisierung von ca. 103,2 Mrd. US-$. Das Forward-KGV liegt bei etwa 18,9, basierend auf einem Forward EPS von rund 43,80 US-$. Das Enterprise Value beträgt ca. 110,1 Mrd. US-$; daraus folgt ein EV/EBITDA von rund 16,9 bei einem EBITDA von etwa 6,5 Mrd. US-$.

Für Dividendeninvestoren zählt die Cashflow-Qualität stärker als Buchwerte. McKesson erwirtschaftet einen Free Cash Flow von ca. 6,1 Mrd. US-$. Gleichzeitig liegt die Payout Ratio bei rund 9,2 %. Diese Kombination wirkt defensiv: Der Konzern kann die Dividende aus Cashflows bequem bedienen und behält großen finanziellen Spielraum.

Dividendenhistorie und Nachhaltigkeit

McKesson weist eine lange Historie aus. Das Unternehmen zahlt seit 26 Jahren ohne Unterbrechung Dividenden und erhöhte sie laut gängigen Qualitätsmetriken über 18 Jahre in Folge. Die Dynamik bleibt hoch: Die letzte echte Erhöhung erfolgte im Sommer 2025 von 0,71 US-$ auf 0,82 US-$ je Quartal, also um rund 15 %. Seitdem hält McKesson das Niveau konstant, was die aktuelle Meldung bestätigt.

Das Wachstum der Dividende fällt trotz niedriger Yield attraktiv aus. Mehrjährige Wachstumsraten bewegen sich im zweistelligen Bereich. Entscheidend ist die Nachhaltigkeit: Die niedrige Ausschüttungsquote liefert einen großen Sicherheitspuffer, selbst wenn die Gewinne temporär unter Druck geraten. Gleichzeitig stützt McKesson den Gewinn je Aktie durch aggressive Buybacks. In den ersten sechs Monaten bis Ende September 2025 flossen 1,6 Mrd. US-$ an Aktionäre, davon 1,4 Mrd. US-$ über Aktienrückkäufe und 0,179 Mrd. US-$ über Dividenden.

Kritisch bleibt: Die Dividende allein eignet sich kaum als laufender Einkommensstrom. Anleger kaufen hier primär ein Dividendenwachstumsprofil plus Kapitalrückführung, nicht eine High-Yield-Story.

Ausblick für langfristige Investoren

Operativ profitiert McKesson von Volumenwachstum im Kerngeschäft und vom Ausbau margenstärkerer Plattformen, vor allem im Onkologie-Umfeld. Das Management investierte gezielt über Akquisitionen, muss aber auch Risiken steuern. Ein Beispiel liefert die Wertberichtigung im Zusammenhang mit der Rite-Aid-Insolvenz, die die Ergebnisqualität kurzfristig belasten kann. Zudem wirkt das Großhandelsmodell strukturell margenschwach, weshalb Effizienz und Skalierung dauerhaft entscheidend bleiben. Für Langfrist-Anleger spricht die Kombination aus Cashflow-Stärke, niedriger Payout Ratio und konsequenter Kapitalallokation, auch wenn die Bewertung nicht mehr „billig“ wirkt.

Ein kurzes Unternehmensprofil

McKesson Corporation ist ein führender US-Healthcare-Services-Konzern. Das Unternehmen verbindet Pharma-Distribution, Onkologie- und Spezialpharma-Services sowie technologiegetriebene Lösungen für Apotheken und Leistungserbringer. McKesson positioniert sich damit als zentraler Infrastrukturanbieter im Gesundheitswesen und setzt strategisch auf wachstums- und margenstärkere Segmente.

Letzter Quartalsbericht

1. Geschäftsentwicklung und Ergebnislage

McKesson erzielte im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 103,2 Mrd. USD, was einem Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Auf Halbjahressicht belief sich der Umsatz auf 201,0 Mrd. USD (+16 %). Das Wachstum wurde vor allem durch höhere Volumina im Segment North American Pharmaceutical sowie durch starkes Wachstum im Bereich Oncology & Multispecialty getragen .

Der Nettogewinn stieg im Quartal deutlich auf 1,16 Mrd. USD (Vorjahr: 287 Mio. USD). Das verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) erhöhte sich auf 8,92 USD nach 1,87 USD im Vorjahresquartal. Auf Halbjahressicht lag das EPS bei 15,16 USD (+71 %) .

Kritisch anzumerken ist, dass der starke Ergebnisanstieg teilweise durch Sondereffekte begünstigt wurde, insbesondere durch den Wegfall hoher Vorjahresbelastungen (Rückstellungen, Neubewertungen). Das operative Wachstum ist dennoch solide, aber weniger spektakulär als das EPS-Wachstum suggeriert.

2. Margen und Kostenstruktur

Die Bruttomarge blieb mit 3,43 % niedrig und ging leicht zurück. Dies ist strukturell typisch für das Großhandelsgeschäft, unterstreicht aber die hohe Abhängigkeit von Volumen und Effizienz. Positiv hervorzuheben ist der deutliche Rückgang der operativen Kosten um 20 % im Quartalsvergleich, was die operative Hebelwirkung verbessert hat .

3. Segmententwicklung

  • North American Pharmaceutical: Umsatz +8 % im Quartal, getrieben durch höhere Abnahmemengen großer Einzelhandelskunden.
  • Oncology & Multispecialty: Umsatz +32 %, unterstützt durch Spezialpharmazeutika und die Übernahmen von PRISM Vision und Core Ventures.
  • Prescription Technology Solutions: Stabiles, margenstärkeres Wachstum (+9 %).
  • Medical-Surgical Solutions: Umsatz stagnierend, Ergebnisverbesserung primär durch Kostensenkungen .

Strategisch stärkt McKesson damit gezielt margenstärkere Gesundheitsdienstleistungen, was langfristig positiv für die Cashflow-Qualität ist.

4. Cashflow, Kapitalstruktur und Verschuldung

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres wurden 1,6 Mrd. USD an Aktionäre zurückgeführt, davon 1,4 Mrd. USD über Aktienrückkäufe und 179 Mio. USD über Dividenden. Die ausstehenden Rückkaufgenehmigungen belaufen sich weiterhin auf 6,1 Mrd. USD .

Die Debt-to-Capital-Ratio sank auf 112 % (Vorjahr: 125 %), bleibt aber hoch. McKesson ist aufgrund stabiler Cashflows zwar gut refinanzierbar, die Bilanz bleibt jedoch stark fremdfinanziert – ein strukturelles Risiko bei steigenden Zinsen .

5. Dividende und Aktionärsrendite

Besonders relevant für Dividendeninvestoren: Der Vorstand erhöhte am 29. Juli 2025 die Quartalsdividende von 0,71 USD auf 0,82 USD je Aktie. Das entspricht einer Steigerung von rund 15 %. Das Management bekräftigt die Absicht, auch künftig regelmäßige Dividenden zu zahlen, betont jedoch den Ermessensspielraum des Boards .

Die Kombination aus Dividendenwachstum und umfangreichen Aktienrückkäufen spricht für eine klar aktionärsfreundliche Kapitalallokation.

6. Gesamtwürdigung

McKesson präsentiert sich operativ robust mit starkem EPS-Wachstum, wachsendem Engagement in margenstärkeren Segmenten und attraktiver Kapitalrückführung. Kritisch bleiben die niedrigen Margen im Kerngeschäft und die hohe Verschuldung. Für langfristig orientierte Dividendeninvestoren ist McKesson dennoch interessant, sofern man das Geschäftsmodell als defensiv-stabil und nicht als klassisches Wachstumsinvestment einordnet.

finviz dynamic chart for MCK

Die Selektion dieser Aktie erfolgte zufällig aus einem breiten Spektrum an tagesaktuellen Börsenmitteilungen bezüglich angekündigter Dividendenzahlungen. Der vorliegende Beitrag zielt nicht auf eine qualitative Bewertung dieser dividendenstarken Aktie ab, sondern verfolgt einen rein deskriptiven Ansatz.

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