1. Gesamtzahl der Messergewaltdelikte
- 2. Halbjahr 2025:
- Messer eingesetzt: 230 Fälle
- Messer mitgeführt: 419 Fälle
- Gesamtjahr 2025:
- Messer eingesetzt: 519 Fälle
- Messer mitgeführt: 870 Fälle
2. Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit
- Deutsche Tatverdächtige:
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- Halbjahr 2025: 121 (eingesetzt), 77 (mitgeführt)
- Jahr 2025: 256 (eingesetzt), 252 (mitgeführt)
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- Nichtdeutsche Tatverdächtige:
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- Halbjahr 2025: 153 (eingesetzt), 93 (mitgeführt)
- Jahr 2025: 325 (eingesetzt), 191 (mitgeführt)
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- Unbekannte Tatverdächtige:
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- Halbjahr 2025: 147 (eingesetzt), 37 (mitgeführt)
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3. Häufigste nichtdeutsche Staatsangehörigkeiten
- 2. Halbjahr 2025: Syrien, Polen, Ukraine, Rumänien, Afghanistan, Türkei, Marokko, Somalia, Tunesien, Bulgarien.
- Gesamtjahr 2025: Syrien (64), Polen (38), Afghanistan (34), Ukraine (24), Türkei (22), Rumänien (21), Marokko (13), Tunesien (11), Algerien (10), Bulgarien (10).
4. Altersstruktur
- Mehrheit der Tatverdächtigen sind Erwachsene, sowohl bei deutschen als auch nichtdeutschen Personen.
- Auffällig: Bei nichtdeutschen Tatverdächtigen gibt es höhere Anteile an Heranwachsenden und Jugendlichen als bei deutschen.
5. Tatörtlichkeiten
- Messergewaltdelikte konzentrieren sich stark auf Bahnhöfe, Straßen/Adressen und Bahnstreckenpunkte.
- 2025 (Messer eingesetzt):
- Bahnhof: 440 Fälle
- Straße/Adresse: 281 Fälle
- Bahnstreckenpunkt: 125 Fälle
Kernbotschaft
Die Bundespolizei registriert 2025 einen Anstieg der Messergewaltdelikte gegenüber 2024. Die meisten Fälle ereignen sich im Umfeld von Bahnhöfen und Bahnstrecken. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen dominieren Staatsangehörige aus Syrien, Polen, Afghanistan, Ukraine und der Türkei. Erwachsene stellen die größte Tätergruppe, doch der Anteil jüngerer Tatverdächtiger ist bei Nichtdeutschen höher.
Quelle: Bundestags‑Drucksache 21/4104