Straf­ver­fol­gungs­sta­tis­tik 2024

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge zur Straf­ver­fol­gungs­sta­tis­tik 2024 für aus­ge­wähl­te Delik­te der §§ 249–266b StGB. Grund­la­ge sind aus­schließ­lich die Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts.

Über­blick über Inhalt und Ziel

  • Die AfD-Frak­ti­on fragt detail­lier­te Zah­len zu Ver­ur­tei­lun­gen 2024 in ver­schie­de­nen Delikts­grup­pen (Raub, Erpres­sung, Heh­le­rei, Betrug etc.).
  • Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist auf metho­di­sche Gren­zen:
    • Erfasst wird nur das schwers­te Delikt pro Urteil.
    • Ver­glei­che zwi­schen Deut­schen und Nicht­deut­schen sei­en sta­tis­tisch pro­ble­ma­tisch (Alters‑, Geschlechts‑, Sozi­al­struk­tur).
    • Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten wer­den nur teil­wei­se dif­fe­ren­ziert aus­ge­wie­sen.

Zen­tra­le Ergeb­nis­se nach Delikts­grup­pen (2024)

Raub­de­lik­te

  • § 249 Raub: 1.456 Ver­ur­tei­lun­gen, davon 48,4 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten: Syri­en, Marok­ko, Rumä­ni­en.
  • § 250 Schwe­rer Raub: 943 Ver­ur­tei­lun­gen, 45,6 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Syri­en, Tür­kei, Rumä­ni­en.
  • § 251 Raub mit Todes­fol­ge: 9 Ver­ur­tei­lun­gen, 44,4 % Nicht­deut­sche. Sehr gerin­ge Fall­zah­len.

Räu­be­ri­scher Dieb­stahl / Erpres­sung

  • § 252 Räu­be­ri­scher Dieb­stahl: 1.409 Ver­ur­tei­lun­gen, 47,8 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Alge­ri­en, Marokko/Polen, Rumä­ni­en.
  • § 253 Erpres­sung: 516 Ver­ur­tei­lun­gen, 35,3 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Tür­kei, Syri­en, Rumä­ni­en.
  • § 255 Räu­be­ri­sche Erpres­sung: 2.231 Ver­ur­tei­lun­gen, 35,3 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Syri­en, Tür­kei, Afghanistan/Irak.

Heh­le­rei

  • § 259 Heh­le­rei: 1.361 Ver­ur­tei­lun­gen, 53,6 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Polen, Rumä­ni­en, Tür­kei.
  • § 260 Gewerbs­mä­ßi­ge Heh­le­rei: 266 Ver­ur­tei­lun­gen, 54,5 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Polen, Rumä­ni­en, Tür­kei.
  • § 260a Ban­den­heh­le­rei: 20 Ver­ur­tei­lun­gen, 75 % Nicht­deut­sche (sehr klei­ne Fall­zah­len).

Ver­mö­gens­de­lik­te

  • § 261 Geld­wä­sche: 3.157 Ver­ur­tei­lun­gen, 42,5 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Tür­kei, Bul­ga­ri­en, Rumä­ni­en.
  • § 263 Betrug: 55.326 Ver­ur­tei­lun­gen, 32,8 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Tür­kei, Syri­en, Rumä­ni­en.
  • § 263a Com­pu­ter­be­trug: 2.384 Ver­ur­tei­lun­gen, 30,9 % Nicht­deut­sche. Häu­figs­te: Rumä­ni­en, Bul­ga­ri­en, Tür­kei.
  • § 266b Miss­brauch von Scheck-/Kre­dit­kar­ten: 3 Ver­ur­tei­lun­gen, 2 Nicht­deut­sche (Fall­zah­len extrem gering).

Über­grei­fen­de Mus­ter

  • Hohe Fall­zah­len bei Betrug (§ 263) und Geld­wä­sche (§ 261).
  • Anteil Nicht­deut­scher vari­iert stark je nach Delikt (ca. 30–55 %).
  • Wie­der­keh­ren­de Her­kunfts­län­der unter den Nicht­deut­schen: Tür­kei, Rumä­ni­en, Syri­en, Bul­ga­ri­en, Polen.
  • Sehr gerin­ge Fall­zah­len bei Raub mit Todes­fol­ge und Kre­dit­kar­ten­miss­brauch → sta­tis­tisch kaum belast­bar.

Metho­di­sche Hin­wei­se der Bun­des­re­gie­rung

  • Die Sta­tis­tik bil­det nicht die tat­säch­li­che Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung ver­schie­de­ner Bevöl­ke­rungs­grup­pen ab.
  • Sozio-demo­gra­fi­sche Unter­schie­de ver­hin­dern ein­fa­che Ver­glei­che zwi­schen Deut­schen und Nicht­deut­schen.
  • Neue Straf­tat­be­stän­de wer­den erst im Fol­ge­jahr voll­stän­dig erfasst.

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