Der Schweizer Finanzmarkt hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Die globalen Konjunktursorgen, insbesondere durch die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und der EU, belasteten die Märkte. US-Präsident Donald Trump drohte mit Zöllen von 200 % auf europäische Wein- und Champagnerimporte als Reaktion auf EU-Gegenmaßnahmen gegen US-Whiskey-Zölle. Dies führte zu erhöhter Volatilität an den Märkten.
Marktentwicklung
- SMI (Swiss Market Index): 12’836,19 Punkte (-0,25 %)
- SLI (Swiss Leader Index): 2’074,55 Punkte (-0,30 %)
- SPI (Swiss Performance Index): 16’983,21 Punkte (-0,32 %)
- EURO STOXX 50: 5’326,36 Punkte (-0,62 %)
- DAX: 22’532,98 Punkte (-0,63 %)

Während sich der SMI vergleichsweise stabil hielt, erlitten der EURO STOXX 50 und der DAX stärkere Verluste. Diese Rückgänge waren auf die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Ausblick und politische Risiken zurückzuführen.
Währungs- und Rohstoffmärkte
- EUR/CHF: 0,9616 (+0,17 %) – Der Euro legte gegenüber dem Schweizer Franken leicht zu, bleibt jedoch unter Druck.
- USD/CHF: 0,8844 (+0,33 %) – Der US-Dollar gewann etwas an Stärke gegenüber dem Franken.
- Bundesanleihen (10 Jahre, Schweiz): 0,7690 (+0,92 %) – Die Renditen zogen an, was auf eine leichte Abnahme der Risikoaversion hindeutet.
- Ölpreis (Brent): 69,99 USD (-1,37 %) – Öl verlor an Wert, möglicherweise aufgrund von Nachfragesorgen durch die wirtschaftliche Unsicherheit.
- Gold: 2’979,49 USD (+1,43 %) – Das Edelmetall profitierte von seiner Funktion als sicherer Hafen.
- Bitcoin: 80’706,75 USD (-1,52 %) – Kryptowährungen standen unter Druck, möglicherweise durch Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Anstiegen.
Unternehmenswerte
Verlierer des Tages:
- DocMorris (-28,69 %): Die Online-Apotheke meldete einen Jahresverlust von 97,3 Mio. CHF und plant eine Kapitalerhöhung von 200 Mio. CHF. Anleger reagierten enttäuscht.
- Inficon (-9,4 %): Trotz stabiler Umsätze und verbesserter Rentabilität belasteten schwache Erwartungen für 2025 die Aktie.
- Rieter (-5,6 %): Die schlechten Geschäftszahlen und eine pessimistische Prognose führten zu einem Kursrückgang.
- ABB (-2,4 %): Der Industriekonzern litt unter allgemeinen Konjunktursorgen.
- Roche (-1,4 %): Die Aktie korrigierte nach einem starken Anstieg am Vortag.
Gewinner des Tages:
- Geberit (+1,1 %): Die Aktie profitierte von einer Kurszielerhöhung durch Berenberg, die das Unternehmen weiterhin positiv bewertet.
- Interroll (+7,4 %): Trotz schwacher Jahreszahlen sorgten positive Signale aus dem Markt für Kursgewinne.
- Swiss Life (+0,7 %): Die bevorstehende Veröffentlichung der Geschäftszahlen weckte Dividendenfantasien.
- Novartis (+0,6 %): Der Pharmakonzern profitierte von Umschichtungen aus Roche.
- Zurich Insurance (+0,6 %): Positive Nachrichten aus der Versicherungsbranche unterstützten den Titel.

Makroökonomische Faktoren
- In der Schweiz stieg der Erzeuger- und Importpreisindex im Februar um 0,3 %, während die Jahresrate um 0,1 % sank. Dies deutet darauf hin, dass der Inflationsdruck weiterhin moderat bleibt.
- In der Eurozone stieg die Industrieproduktion im Januar um 0,8 %, was auf eine Stabilisierung nach einer längeren Schwächephase hindeutet.
Fazit und Ausblick
Die Stimmung an den Märkten bleibt angespannt. Die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und der EU sorgt für Unsicherheit. Der Schweizer Markt konnte sich jedoch im Vergleich zu anderen europäischen Börsen relativ stabil halten, was auf die defensive Struktur des SMI mit starken Pharmatitel und Versicherern zurückzuführen ist. Die weiteren Entwicklungen in der US-Handelspolitik sowie die geldpolitische Ausrichtung der Zentralbanken werden entscheidend für die nächsten Wochen sein.
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QS steht für Quacquarelli Symonds, ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen, das weltweit anerkannte Hochschulrankings erstellt. Diese Ranglisten dienen dazu, die Leistungen von Universitäten in verschiedenen Bereichen zu vergleichen und zu bewerten. Die Ergebnisse haben erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung der akademischen Qualität und die internationale Reputation der Hochschulen.
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