Tagesrückblick Schweiz: 24.02.2025

1. Aktienmarktentwicklung

SMI, SLI und SPI
  • Der Swiss Market Index (SMI) schloss mit einem leichten Plus von 0,04 % bei 12’953,17 Punkten. Während des Tages markierte er ein Allzeithoch von 13’016,64 Punkten, bevor die Gewinne wieder abschmolzen​.
  • Der Swiss Leader Index (SLI) fiel um 0,25 % auf 2’109,04 Punkte.
  • Der Swiss Performance Index (SPI) schloss mit einem leichten Verlust von 0,07 % bei 17’144,50 Punkten.
SMI 5-Tage
Marktbewegungen und Trends
  • Defensive Werte sind gefragt: Die Kursgewinne von Nestlé (+3,2 %), Novartis (+0,3 %) und Roche (-0,1 %) gaben dem SMI Auftrieb. Insbesondere Nestlé profitierte von einer Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs sowie einer überzeugenden Präsentation des CEO​.
  • Technologie- und Industriewerte unter Druck: ABB (-4,7 %), Straumann (-4,3 %), Partners Group (-3,8 %) und Sika (-2,3 %) verloren deutlich. ABB wurde durch Berichte über eine Verzögerung eines Microsoft-Auftrags negativ beeinflusst​.
  • Spekulation auf Dividendenanpassungen: Adecco (+0,9 %) verzeichnete Käufe in Erwartung der Unternehmenszahlen​.
  • Politische Einflüsse: Die Bundestagswahl in Deutschland wurde zunächst als stabilisierender Faktor gewertet, allerdings nahmen Anleger rasch Gewinne mit​.
SMI

2. Internationale Indizes

  • EURO STOXX 50: Schließt mit einem Minus von -0,39 % bei 5’453,76 Punkten.
  • DAX: Starker Anstieg um +0,62 % auf 22’425,93 Punkte.
  • Dow Jones (DJ): Erhöht sich um +0,54 % auf 43’628,28 Punkte.
  • NASDAQ 100: Fällt um -0,37 % auf 21’535,18 Punkte.
  • Nikkei: Steigt leicht um +0,26 % auf 38’776,94 Punkte.

3. Währungen und Rohstoffe

  • EUR/CHF: Leicht gesunken auf 0,9399 CHF (-0,08 %).
  • USD/CHF: Kaum verändert bei 0,8973 CHF (-0,07 %).
  • Bundesanleihen: Rückgang auf 0,5180 (-10,23 %).
  • Ölpreis (Brent): Leicht gestiegen auf 74,35 USD (+0,17 %).
  • Gold: Erhöht sich um +0,25 % auf 2’943,83 USD.
  • Bitcoin: Starker Rückgang um -1,40 % auf 94’930,86 USD.

4. Branchenspezifische Entwicklungen

Nestlé und Konsumgüter
  • Nestlé-Aktie stieg auf 87,78 CHF (+3,15 %), das höchste Niveau seit Mitte September.
  • Goldman Sachs erhöhte das Kursziel auf 93 CHF, langfristig wird ein Aktienrückkaufprogramm ab 2026 erwartet​.
Pharma und Biotechnologie
  • Sandoz führte das Biosimilar Pyzchiva in den USA ein, was das Wachstumspotenzial stärkt​.
  • Alcon veröffentlichte optimistische Quartalszahlen und könnte die Markterwartungen diesmal erfüllen​.
Industrie und Bau
  • ABB (-4,7 %) wurde durch eine Verzögerung eines Microsoft-Auftrags belastet.
  • SPS Swiss Prime Site kündigte eine Kapitalerhöhung über 300 Mio. CHF an​.

5. Makroökonomische Entwicklungen

  • Inflation im Euroraum: Stieg auf 2,5 %, hauptsächlich getrieben durch höhere Energiepreise​.
  • Schweizer Arbeitsmarkt: Nonfarm Payrolls stiegen um 0,9 % im Q4 2024, was auf eine stabile Beschäftigungslage hindeutet​.
  • Zinspolitik der EZB: Mögliche weitere Zinssenkungen, aber Unsicherheiten über das Timing​.

Fazit und Ausblick

  • Der SMI hat mit 13’016,64 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht, bevor Gewinne wieder abgegeben wurden.
  • Defensive Werte wie Nestlé, Roche und Novartis sind gefragt, während zyklische Werte wie ABB und Sika Verluste hinnehmen mussten.
  • Internationale Märkte bleiben volatil, insbesondere aufgrund geldpolitischer Unsicherheiten und geopolitischer Risiken.
  • Die nächsten Impulse könnten durch die US-Inflationsdaten (PCE-Deflator) am Freitag und Unternehmenszahlen wie die von Nvidia erwartet werden.

Der Schweizer Finanzmarkt bleibt stabil, aber Investoren zeigen erhöhte Vorsicht aufgrund globaler Unsicherheiten.


Beschäftigungsbarometer im 4. Quartal 2024

1. Gesamtentwicklung der Beschäftigung

  • Die Gesamtbeschäftigung (ohne Landwirtschaft) in der Schweiz stieg im 4. Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 % (+48.300 Stellen).
  • Saisonbereinigt beträgt der Zuwachs 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal.
  • Die Anzahl der offenen Stellen sank um 17,1 % auf 90.500, was auf eine verringerte Arbeitsnachfrage hinweist.
  • Der Frauenanteil lag insgesamt bei 46,7 %, im Teilzeitbereich bei 69,3 %.
  • Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten erreichte 4,315 Millionen Stellen (+1 % zum Vorjahr).

2. Entwicklung nach Wirtschaftssektoren

  • Industrie und Baugewerbe (zweiter Sektor): Leichtes Wachstum um 6700 Stellen (+0,6 %) auf 1,131 Millionen Beschäftigte.
  • Dienstleistungssektor (dritter Sektor): Anstieg um 41.600 Stellen (+1 %) auf 4,403 Millionen Beschäftigte.
  • Kurzfristige Entwicklung: Saisonbereinigt stieg die Beschäftigung zum Vorquartal um 6500 Stellen (+0,1 %).

3. Rückgang bei offenen Stellen und Fachkräftemangel

  • Die Zahl der offenen Stellen sank sowohl im zweiten (-17,5 %) als auch im dritten Sektor (-17,0 %).
  • Schwierigkeiten bei der Fachkräftegewinnung nahmen leicht ab: Der Anteil der Unternehmen, die Probleme bei der Rekrutierung meldeten, sank um 2,5 Prozentpunkte auf 37,6 %.

4. Beschäftigungsaussichten und Unternehmenserwartungen

  • Leichte Eintrübung der Beschäftigungsaussichten:
    • 11,7 % der Unternehmen planen eine Erhöhung des Personalbestands (Vorjahr: 12,5 %).
    • 4,7 % rechnen mit einem Abbau (Vorjahr: 4,0 %).
    • Der Indikator der Beschäftigungsaussichten sank leicht auf 1,04 (-0,9 % zum Vorjahr).

5. Methodische Hinweise

  • Das Beschäftigungsbarometer basiert auf einer quartalsweisen Befragung von ca. 18.000 Unternehmen mit 65.000 Betrieben.
  • Die Erhebung berücksichtigt nur den zweiten und dritten Sektor, nicht aber Landwirtschaft oder Privathaushalte.
  • Die Saisonbereinigung sorgt für eine Bereinigung von jahreszeitlich bedingten Schwankungen.

Fazit

Trotz eines moderaten Beschäftigungswachstums im Jahr 2024 zeigen sich Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung. Die Zahl der offenen Stellen ist deutlich gesunken, ebenso die Erwartungen der Unternehmen an weiteres Personalwachstum. Dennoch bleiben die Beschäftigungsaussichten insgesamt positiv, wenn auch gedämpfter als im Vorjahr.


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