1. Marktübersicht
Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Mittwoch mit einem leichten Plus von 0,13 % bei 13’042,51 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf ein neues Rekordhoch von 13’100,22 Punkten erreicht hatte. Der Swiss Leader Index (SLI) legte um 0,63 % auf 2’124,27 Punkte zu, während der Swiss Performance Index (SPI) um 0,17 % auf 17’220,74 Punkte stieg.
Der Handel war geprägt von einer Mischung aus Gewinnmitnahmen bei Schwergewichten wie Novartis (-3,7 %) und Nestlé (-1,6 %) sowie starken Kursgewinnen bei Unternehmen mit positiven Unternehmensnachrichten.

Analyse des SMI-Index-Charts (Intraday-Entwicklung am 26.02.2025)
1. Einführung
Der Swiss Market Index (SMI) ist der wichtigste Aktienindex der Schweiz und umfasst die 20 größten börsennotierten Unternehmen des Landes. Die vorliegende Analyse konzentriert sich auf die intraday Kursentwicklung des SMI am 26. Februar 2025, unter Berücksichtigung technischer Indikatoren und makroökonomischer Einflussfaktoren.
2. Kursentwicklung und Performance
- Aktueller Kurs: 13’042.51 Punkte
- Tageshoch: 13’100.22 Punkte
- Tagestief: 12’993.65 Punkte
- Eröffnungskurs: 13’018.02 Punkte
- Vortageskurs: 13’025.01 Punkte
- Differenz zum Vortag: +17.50 Punkte (+0.13 %)
Der SMI startete nahe am Vortagesniveau und zeigte zunächst eine Aufwärtsbewegung bis zum Tageshoch bei 13’100.22 Punkten, bevor es zu einer Abwärtskorrektur kam. Der Index bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 12’993.65 und 13’100.22 Punkten, was auf eine moderate Schwankungsbreite hindeutet.
3. Technische Analyse
3.1. Trendanalyse
- Der SMI eröffnete bei 13’018.02 Punkten und bewegte sich zunächst aufwärts bis zum Tageshoch von 13’100.22 Punkten.
- Nach dem Erreichen dieses Hochs folgte eine deutliche Korrektur mit einer Rückkehr zum Bereich um 13’000 Punkte.
- Der spätere Handel war durch eine Seitwärtsbewegung gekennzeichnet, wobei sich der Kurs nahe dem Schlusskurs von 13’042.51 Punkten stabilisierte.
3.2. Unterstützungen und Widerstände
- Unterstützungsniveau: Das Tagestief von 12’993.65 Punkten dient als kurzfristige Unterstützung.
- Widerstandsniveau: Das Tageshoch bei 13’100.22 Punkten fungiert als primärer Widerstand.
- Wichtige gleitende Durchschnitte:
- SMA 20 (13’059.77 Punkte): Der Kurs liegt leicht darunter, was eine kurzfristige Schwäche andeutet.
- SMA 50 & 100: Verlaufen im mittelfristigen Bereich und bieten mögliche Richtungsimpulse.
- SMA 200 (12’970.53 Punkte): Dient als langfristige Unterstützung.
3.3. Relative Stärke & Marktstimmung
- Die MACD-Anzeige zeigt einen schwächeren Kaufimpuls, da die Histogrammbalken zuletzt negativ wurden.
- Das Handelsvolumen war mit rund 27 Millionen gehandelten Einheiten durchschnittlich, deutet aber auf keine extreme Marktbewegung hin.
- Die Volatilität war moderat, mit einer Spanne von etwa 100 Punkten zwischen Hoch und Tief.
4. Makroökonomische Einflüsse
- Globale Märkte: Die allgemeine Marktentwicklung anderer Leitindizes (DAX, S&P 500) beeinflusst den SMI stark.
- Zinsentscheidungen: Eine abwartende Haltung gegenüber geldpolitischen Maßnahmen könnte zu einer geringeren Dynamik geführt haben.
- Unternehmensnachrichten: Einzelne Unternehmensberichte oder Quartalszahlen könnten zu kurzfristigen Bewegungen beigetragen haben.
5. Fazit und Ausblick
- Der SMI zeigt eine stabile, aber wenig dynamische Tagesentwicklung, mit einem geringen Plus von +0.13 %.
- Die Widerstandszone bei 13’100 Punkten bleibt vorerst ein entscheidender Bereich.
- Solange der SMI über 12’993 Punkten bleibt, ist ein erneuter Anstieg möglich.
- Die nächsten Kursziele:
- Bullisch: Ein Anstieg über 13’100 Punkte könnte weiteres Potenzial freisetzen.
- Bärisch: Ein Bruch unter 12’993 Punkte könnte zu einem Rücksetzer Richtung 12’970 Punkte (SMA 200) führen.
Gesamtbewertung: Seitwärtstendenz mit leichten bullischen Impulsen – Entscheidung über neuen Trend steht noch aus.
2. Wichtige Unternehmensentwicklungen
- Adecco (+12,3 %): Der Personaldienstleister veröffentlichte Zahlen, die positiv aufgenommen wurden, trotz einer deutlichen Dividendenkürzung von 2,50 CHF auf 1,00 CHF je Aktie. Analysten begrüßten diesen Schritt zur Sicherung der Bilanz. Der Nettogewinn für Q4 2024 lag bei 73 Mio. EUR, leicht über den Vorjahreswerten.
- Alcon (+5,4 %): Der Augenheilkundespezialist überzeugte mit starken Zahlen und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an.
- Swiss Re (+3,8 %): Der Rückversicherer profitierte von den positiven Zahlen seines deutschen Konkurrenten Munich Re, der überraschend hohe Gewinne und Dividenden meldete.
- Emmi (-0,83 %): Der Milchverarbeiter konnte den Reingewinn von 186,3 Mio. CHF auf 220,3 Mio. CHF steigern und erwartet für 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 1,5 bis 2,5 %.
- U-Blox (+13,7 %): Trotz eines schwachen Jahres 2024 honorierten Anleger den positiven Ausblick für 2025, insbesondere die erwartete Erholung der EBIT-Marge.
- Implenia (-3,0 %): Der Baukonzern meldete zwar einen gesunkenen Reingewinn von 93,4 Mio. CHF, konnte aber die operative Profitabilität steigern und erhöhte die Dividende auf 0,90 CHF (+50 % im Vergleich zum Vorjahr).

3. Marktstimmung & Konjunkturdaten
- Der Index für wirtschaftliche Stimmung in der Schweiz fiel im Februar deutlich von 17,7 auf 3,4 Punkte, was auf zunehmende Unsicherheiten hinweist.
- Die MEM-Industrie (Maschinen, Elektro, Metall) bleibt unter Druck: Der Branchenindex fiel auf -33 Punkte, belastet durch den starken Franken und eine schwache internationale Nachfrage.
- In Deutschland sank das Verbrauchervertrauen (GfK) auf -24,7 Punkte, was eine mögliche wirtschaftliche Abschwächung signalisiert.
- In Frankreich stieg das Verbrauchervertrauen leicht auf 93 Punkte, bleibt aber unter dem langfristigen Durchschnitt.
4. Internationale Vergleiche & Indizes
- SMI: 13’042,51 (+0,13 %)
- SPI: 17’215,28 (+0,14 %)
- EURO STOXX 50: 5’529,14 (+1,49 %)
- DAX: 22’797,41 (+1,73 %)
- EUR/CHF: 0,9388 (+0,01 %)
- USD/CHF: 0,8931 (+0,02 %)
- Bundesobligationen: 0,4860 (-6,00 %)
- Ölpreis (Brent): 72,14 USD (-0,65 %)
- Gold (1 Unze): 2’911,71 USD (-0,16 %)
- Bitcoin: 86’958,00 USD (-0,50 %)
5. Fazit & Ausblick
Der Schweizer Markt zeigte sich insgesamt widerstandsfähig, litt jedoch unter Gewinnmitnahmen bei Schwergewichten wie Novartis und Nestlé. Unternehmen mit positiven Zahlen wie Adecco, Alcon und Swiss Re standen im Fokus der Anleger. Die Schwäche der MEM-Industrie und der Rückgang der Konjunkturstimmung sind jedoch Warnsignale für die kommenden Monate. Anleger sollten sich auf erhöhte Volatilität einstellen, insbesondere in Anbetracht globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen.
Optimismus der Schweizer Anleger sinkt im Februar
Der Stimmungsindex der Schweizer Anleger sank im Februar 2025 gegenüber dem Vormonat um 14,3 Punkte auf 3,4 Punkte, was auf einen starken Rückgang des Optimismus bei den Schweizer Marktteilnehmern hindeutet. Dennoch blieb der Indikator den zweiten Monat im positiven Bereich, nachdem er das Jahr 2024 mit fünf Rückgängen in Folge beendet hatte. Der Rückgang spiegelte die größere Besorgnis der Anleger über die Volatilität an den Finanzmärkten wider, die durch die anhaltenden Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump ausgelöst wurde. In der Zwischenzeit lag der Index für die aktuellen Bedingungen bei 0, verglichen mit -2,9 aus dem Vormonat.

Wichtige Änderungen in der Schweiz im März 2025
- Mobilfunkpreise steigen:
- Salt und Sunrise erhöhen die Preise für einige Abonnements.
- Preiserhöhungen zwischen 50 Rappen und 2,30 Franken pro Monat.
- Kündigungsmöglichkeit bis Ende Februar.
- Referenzzinssatz könnte sinken:
- Experten erwarten eine Senkung auf 1,5 %.
- Mieter hätten dann Anspruch auf eine Mietzinsreduktion.
- Mehr Getreideimporte:
- Wegen schlechter Ernte erhöht der Bundesrat das Zollkontingent um 60’000 Tonnen.
- Autopilot-Fahren erlaubt:
- Autonomes Fahren auf Autobahnen unter Aufsicht wird gestattet.
- Automatisiertes Parkieren und führerlose Fahrzeuge auf bestimmten Strecken werden zugelassen.
- Lidl erhöht Löhne:
- 1,5 % mehr Lohnsumme für Mitarbeiter.
- Mindestlohn für ungelernte Kräfte steigt auf 4’600 Franken.
- Höhere Gasttaxe in Basel:
- Erhöhung um 20 Rappen auf 4,20 Franken pro Nacht.
- Reiseänderungen:
- Vietnam: Schweizer Gruppenreisende benötigen kein Visum mehr.
- Großbritannien: Einführung einer kostenpflichtigen digitalen Einreisegenehmigung (ETA).
- Deutschland: Verlängerung der Grenzkontrollen bis zum 15. September 2025.
Seit 2020 steigen die Mieten in der Schweiz kontinuierlich, und es zeichnet sich ein zunehmender Wohnungsmangel ab, der sowohl städtische Zentren als auch Tourismusgemeinden in den Bergen betrifft. Am 26. Februar 2025 verabschiedete der Bundesrat einen Bericht, der die Ursachen und Lösungen für diese Entwicklung analysiert. Der Bericht wurde im Rahmen der Postulate 22.4289 und 22.4290 von Ständerat Damian Müller erstellt, um die Gründe für die steigenden Mieten und die niedrige Leerwohnungsquote zu untersuchen sowie Maßnahmen zur Entschärfung der Situation zu evaluieren.
Ursachen für Mietpreisentwicklung und Wohnungsmangel
- Steigende Nachfrage: Die Wohnungsnachfrage wächst aufgrund der zunehmenden Anzahl von Haushalten, der sinkenden Haushaltsgröße und des höheren Wohnflächenbedarfs pro Person.
- Begrenztes Angebot: Der Wohnungsbau hinkt der Nachfrage hinterher, da er von Faktoren wie der Verfügbarkeit von Bauland, dem Rechtsrahmen und der allgemeinen Wirtschaftslage abhängig ist.
- Leerstandsquote: Die Leerstandsquote ist zwischen 2020 und 2024 von 1,72 % auf 1,08 % gesunken, was die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt verdeutlicht.
- Mietpreisindex: Zwischen 2000 und 2024 stieg der Mietpreisindex um 38 %, was sowohl die Inflation als auch das Lohnwachstum deutlich übertrifft.
Folgen
Die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage führt zu höheren Mieten, Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche und potenziell negativen Auswirkungen auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.
Lösungsansätze
- Aktionsplan: Ein 2024 verabschiedeter Aktionsplan von Bund, Kantonen, Gemeinden, Städten sowie der Bau- und Immobilienbranche umfasst 35 Maßnahmen zur Schaffung von qualitätsvollem, preisgünstigem und bedarfsgerechtem Wohnraum.
- Regulierung des Mietwohnungsmarktes: Vertiefte Überlegungen zu den Regeln für die Mietzinsfestsetzung könnten die Differenz zwischen Angebots- und Bestandsmieten verringern.
- Bauboom: Seit 2023 gibt es Anzeichen einer Erholung bei Baugesuchen und seit Sommer 2024 auch bei Baubewilligungen. Es bleibt jedoch unklar, ob dies ausreicht, um einen ausgewogeneren Wohnungsmarkt zu erreichen.
Der Bundesrat arbeitet seit 2022 an Lösungen gegen den Wohnungsmangel und betont die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure, um langfristige Verbesserungen zu erzielen.
Der Bundesrat hat die Modernisierung des Freihandelsabkommens (FHA) zwischen den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) und Chile genehmigt.
- Die Verhandlungen zur Modernisierung wurden 2024 abgeschlossen, und das Abkommen wird nun zur Genehmigung an die eidgenössischen Räte überwiesen.
- Fast alle Schweizer Exporte nach Chile werden zollfrei sein (99,99%).
- Das modernisierte Abkommen umfasst neue Bestimmungen zu Handel und nachhaltiger Entwicklung, Finanzdienstleistungen, KMU sowie elektronischem Handel.
- Der Schutz wichtiger schweizerischer geographischer Angaben (GIs) wird garantiert.
- Chile gewährt der Schweiz zollfreien Zugang für bestimmte verarbeitete Landwirtschaftsprodukte wie Schokolade und Biscuits.
- Ein zollfreies Kontingent für Rotwein wurde gewährt, das etwa 1% der Gesamtrotweinimporte der Schweiz entspricht.
- Das ursprüngliche FHA trat 2004 in Kraft und seitdem ist der bilaterale Handel stetig gewachsen.
- Die eidgenössischen Räte werden die Botschaft voraussichtlich in der Sommer- bzw. Herbstsession 2025 behandeln.
Das modernisierte Abkommen soll die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Planbarkeit für die Wirtschaftsakteure weiter verbessern.
Der Bundesrat hat am 26. Februar 2025 beschlossen, die Erwerbstätigkeit von Personen mit Schutzstatus S und in der Schweiz ausgebildeten Drittstaatsangehörigen zu fördern. Dazu wurden Änderungen des Ausländer- und Integrationsgesetzes, des Asylgesetzes sowie zweier Verordnungen in die Vernehmlassung geschickt, die bis zum 2. Juni 2025 dauert.
Maßnahmen für Personen mit Schutzstatus S
- Kantonswechsel: Erwerbstätige Personen mit Schutzstatus S sollen künftig Anspruch auf einen Kantonswechsel haben, um Arbeitsstellen in der ganzen Schweiz annehmen zu können.
- Administrative Erleichterungen: Die bisherige Bewilligungspflicht für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit soll in eine einfache Meldepflicht umgewandelt werden.
- Arbeitsvermittlung: Arbeitslose Personen mit Schutzstatus S müssen sich neu bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung anmelden.
- Berufliche Integration: Schutzbedürftige können verpflichtet werden, an Maßnahmen zur beruflichen Ein- oder Wiedereingliederung teilzunehmen.
Erleichterungen für Drittstaatsangehörige
- Arbeitsmarktzugang: Drittstaatsangehörige, die in der Schweiz einen höheren Berufsschulabschluss oder ein Postdoktorat erworben haben und deren Erwerbstätigkeit von hohem wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Interesse ist, sollen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Diese Regelung gilt bereits für Drittstaatsangehörige mit Schweizer Hochschulabschluss.
Weitere Anpassungen
- Integrationsprogramme: Auf Verordnungsstufe soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Programmvereinbarungen zwischen Bund und Kantonen zur Integration von Ausländerinnen und Ausländern zu verlängern.
Ziel der vorgeschlagenen Änderungen ist es, administrative Hürden abzubauen und die Erwerbstätigkeit der betroffenen Personen zu fördern, um ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern.