Marktentwicklung:
Nach fünf verlustreichen Handelstagen erlebte die Wall Street am Freitag eine Erholung. Der Dow Jones stieg um 0,8 % auf 42.732 Punkte, der S&P 500 um 1,3 %, und die Nasdaq-Indizes legten bis zu 1,8 % zu. Die Erholung wurde durch eine Entspannung bei Zinssenkungshoffnungen, gute Konjunkturdaten und starke Technologiewerte unterstützt.
Konjunkturdaten:
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Dezember auf 49,3 (Vormonat: 48,4) und übertraf die Erwartungen, blieb jedoch unter der Expansionsgrenze von 50. Dies deutet weiterhin auf eine Kontraktion hin. Der Subindex für neue Aufträge stieg deutlich, während der Beschäftigungsindex fiel.
Zinspolitik:
Eine Zinssenkung bei der nächsten Fed-Sitzung im Januar wird als unwahrscheinlich angesehen, während für März eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung prognostiziert wird. Die Anleiherenditen stiegen leicht an, was auf eine gestiegene Risikobereitschaft hinweist.
Aktienbewegungen:
Die Stärke der Megacap-Technologieaktien am Freitag stützte den breiteren Markt. Amazon.com (AMZN), Alphabet (GOOGL), Microsoft (MSFT) und Meta Platforms (META) schlossen mit einem Plus von über +1 %.
- Gewinner:
- Tesla (+8,2 %) erholte sich dank starker Verkaufszahlen in China im Dezember.
- Rivian Automotive (+24 %) profitierte von besser als erwarteten Auslieferungen.
- Nvidia (+4,7 %) setzte seinen Aufwärtstrend fort, beflügelt durch Erwartungen an die CES-Rede des CEO.
- Nuklearaktien wie Constellation Energy (+4,0 %) und Vistra (+8,5 %) stiegen nach Regierungsverträgen.
- Verlierer:
- US Steel (-6,5 %) fiel nach einem Veto von Präsident Biden gegen eine Übernahme durch Nippon Steel.
- Aktien alkoholischer Getränke wie Molson Coors (-3,4 %) gerieten unter Druck nach einem Gutachten über das Krebsrisiko von Alkohol.
- Carvana (-10 %) sank nach einem kritischen Bericht von Hindenburg Research.
Die Chiphersteller legten am Freitag zu und kurbelten den Gesamtmarkt an. ARM Holdings Plc (ARM) schloss mit einem Plus von über +10 % und Nvidia (NVDA) mit einem Plus von über +4 % und führte damit die Gewinner im Dow Jones Industrials an. Auch Advanced Micro Devices (AMD), Marvell Technology (MRVL), Applied Materials (AMAT), Lam Research (LRCX), ON Semiconductor (ON) und KLA Corp (KLAC) schlossen mit einem Plus von über +3 %. Darüber hinaus schlossen Micron Technology (MU) und Qualcomm (QCOM) mit einem Plus von über +2 %.
Block (SQ) schloss mit einem Plus von über 6 %, nachdem Raymond James die Aktie von „Market Perform“ auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 115 USD hochgestuft hatte.
Chewy (CHWY) schloss mit einem Plus von über 6 %, nachdem Wolfe Research die Aktie von „Peer Perform“ auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 42 USD hochgestuft hatte.
Jabil (JBL) schloss mit einem Plus von über 4 %, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass es Amazon.com einen Optionsschein zum Kauf von bis zu 1,16 Millionen Unternehmensaktien ausgestellt hatte.
J.B. Hunt Transport Services (JBHT) schloss mit einem Plus von über 3 %, nachdem Susquehanna Financial die Aktie von „Neutral“ auf „Positive“ mit einem Kursziel von 200 USD hochgestuft hatte.
PulteGroup (PHM) schloss mit einem Plus von über 2 %, nachdem Wedbush die Aktie von „Neutral“ auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 135 USD hochgestuft hatte.
Carlyle Group (CG) schloss mit einem Plus von über +2 %, nachdem Wolfe Research die Aktie von Peer Perform auf Outperform mit einem Kursziel von 60 USD hochgestuft hatte.
Aktien von Alkoholgetränken standen am Freitag unter Druck, nachdem der US-Generalarzt sagte, dass Etiketten auf Alkoholprodukten wie Bier und Wein vor deren Krebsgefahr warnen sollten. Infolgedessen schloss Molson Coors Beverage (TAP) mit einem Minus von über -3 % und Brown-Forman Corp (BF.A) mit einem Minus von über -2 %. Auch Constellation Brands (STZ) schloss mit einem Minus von -0,29 %.
Adobe (ADBE) schloss mit einem Minus von mehr als -2 % und war damit der führende Verlierer im Nasdaq 100, nachdem UBS sein Kursziel für die Aktie von 525 auf 475 USD gesenkt hatte.
Vertex Inc (VERX) schloss mit einem Minus von mehr als -3 %, nachdem Raymond James die Aktie von „Outperform“ auf „Market Perform“ herabgestuft hatte.
Stellantis NV (STLA) schloss mit einem Minus von mehr als -1 %, nachdem einige der Elektrofahrzeugmodelle des Unternehmens, die zuvor bis zu 3.750 USD an US-Steuergutschriften erhalten hatten, aufgrund strengerer neuer Regeln nun nicht mehr in Frage kommen.
ACADIA Pharmaceuticals (ACAD) schloss mit einem Minus von mehr als -1 %, nachdem Guggenheim Securities die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ herabgestuft hatte.
Makroökonomische Trends:
Das Jahr 2024 war durch robustes Wirtschaftswachstum, sinkende Inflation und eine stabile Arbeitslosenquote von 4,2 % gekennzeichnet. Die Fed senkte die Zinsen dreimal, signalisierte jedoch Ende 2024 eine Verlangsamung des Lockerungstempos.
Ausblick:
Technologieaktien dominierten 2024 mit einer starken Performance, während Small- und Mid-Cap-Aktien hinterherhinkten. Die Marktbreite blieb begrenzt, und die Volatilität war vergleichsweise gedämpft. Zu Beginn von 2025 bleibt der makroökonomische Hintergrund weitgehend stabil, und die Erwartungen an die Trump-Administration beeinflussen die Marktstimmung.
Last | Change | %Chg | |
DJIA | 42732,13 | 339,86 | 0,8 |
Nasdaq Composite | 19621,68 | 340,88 | 1,77 |
S&P 500 | 5942,47 | 73,92 | 1,26 |
DJ Total Stock Market | 59080,86 | 774,76 | 1,33 |
Russell 2000 | 2268,47 | 36,8 | 1,65 |
NYSE Composite | 19254,29 | 158,87 | 0,83 |
CBOE Volatility | 16,13 | -1,8 | -10,04 |
Zusammenfassung der Marktstatistik (NYSE und NASDAQ):
NYSE (New York Stock Exchange):
- Anzahl der gehandelten Werte: 2.840 (nahezu unverändert gegenüber dem Vortag).
- Gewinner: 2.132 Werte (stark gestiegen, zuvor 1.535).
- Verlierer: 663 Werte (deutlich gesunken, zuvor 1.271).
- Unverändert: 45 Werte.
- Neue Höchststände: 38 (zuvor 31).
- Neue Tiefststände: 58 (zuvor 49).
- Gesamthandelsvolumen: 807,94 Mio. Aktien (leicht rückläufig von 836,19 Mio.).
- TRIN-Wert: 1,54 (deutlich höher als 0,87, was auf stärkeren Verkaufsdruck hinweist).
NASDAQ:
- Anzahl der gehandelten Werte: 4.483 (leichter Rückgang von 4.520).
- Gewinner: 3.176 Werte (deutlich gestiegen, zuvor 2.384).
- Verlierer: 1.179 Werte (stark gesunken, zuvor 1.986).
- Unverändert: 128 Werte.
- Neue Höchststände: 93 (zuvor 85).
- Neue Tiefststände: 45 (zuvor 58).
- Gesamthandelsvolumen: 8,21 Mrd. Aktien (leicht gesunken von 8,37 Mrd.).
- TRIN-Wert: 0,76 (nahezu unverändert, zuvor 0,51, zeigt relativ ausgeglichene Marktbedingungen).
Hauptaussage: Beide Börsen zeigten eine deutliche Erholung mit steigender Anzahl der Gewinner und Rückgang der Verlierer. Besonders an der NYSE war der Marktbreite-Anstieg signifikant, begleitet von leicht sinkendem Handelsvolumen.

Die Santa Claus Rally bezeichnet eine saisonale Marktbewegung, bei der die Aktienmärkte in den letzten fünf Handelstagen des Jahres und den ersten zwei Handelstagen des neuen Jahres typischerweise steigen. Diese Bewegung wurde erstmals in den 1970er Jahren durch die „Stock Trader’s Almanac“ bekannt gemacht.
Mögliche Gründe für die Santa Claus Rally:
- Jahresend-Stimmung: Investoren und Händler sind oft optimistisch gestimmt und kaufen Aktien, um das neue Jahr positiv zu starten.
- Steuerliche Optimierung: Einige Investoren kaufen am Jahresende neue Aktien, um ihre Portfolios für steuerliche Zwecke neu auszurichten.
- Geringeres Handelsvolumen: Viele institutionelle Investoren sind während der Feiertage abwesend, was geringere Volatilität und stärkeren Einfluss von Privatanlegern zur Folge hat.
- Bonus- und Prämienzahlungen: Viele Privatanleger investieren Boni und Prämien in den Aktienmarkt.
- Psychologische Effekte: Positive Erwartungen an das neue Jahr können die Stimmung beeinflussen.
Statistik und Bedeutung:
Historisch gesehen, verzeichnet der S&P 500 während der Santa Claus Rally in etwa 75 % der Fälle Gewinne mit einem durchschnittlichen Anstieg von rund 1,3 %. Der Ausbleib dieser Rally wird manchmal als schlechtes Omen für das kommende Jahr interpretiert.
Aktuelle Situation (2025):
Im aktuellen Zeitraum konnte die Santa Claus Rally nicht vollständig realisiert werden. Trotz der Marktgewinne am letzten Tag des Zeitraums schloss der S&P 500 in diesem Messzeitraum insgesamt um etwa 0,5 % niedriger, was für Marktbeobachter als ungewöhnlich gilt.