Tages­rück­blick: US-Märk­te 04.03.2026

Kom­pakt­ver­si­on

Der US-Akti­en­markt ver­zeich­ne­te am Mitt­woch eine deut­li­che Erho­lung, wobei die gro­ßen Indi­zes die Ver­lus­te des Vor­ta­ges weit­ge­hend aus­glei­chen konn­ten. Getrie­ben wur­de die­ser Auf­schwung vor allem durch Anzei­chen für die wirt­schaft­li­che Resi­li­enz der USA sowie durch nach­las­sen­den Infla­ti­ons­druck, was die Sor­gen über den anhal­ten­den Iran-Kon­flikt in den Hin­ter­grund dräng­te.

Hier ist eine detail­lier­te Zusam­men­fas­sung der Markt­ent­wick­lun­gen:

Per­for­mance der wich­tigs­ten Indi­zes

Alle bedeu­ten­den US-Indi­zes schlos­sen im grü­nen Bereich:

  • Der S&P 500 Index stieg um 0,78 % auf 50 Punk­te.
  • Der Nasdaq 100 ver­zeich­ne­te ein Plus von 1,51 %, ange­führt von star­ken Gewin­nen im Tech­no­lo­gie­sek­tor.
  • Der Dow Jones Indus­tri­al Avera­ge leg­te um 0,49 % (über 20 Punk­te) zu.
  • Der Rus­sell 2000 schloss eben­falls mit einem Gewinn von etwa 1,1 %.

Wirt­schaft­li­che Trei­ber und Resi­li­enz

Die Markt­stim­mung wur­de durch posi­ti­ve Wirt­schafts­da­ten gestützt, die eine sta­bi­li­sie­ren­de Kon­junk­tur signa­li­sier­ten:

  • Star­ker Arbeits­markt: Der ADP-Beschäf­ti­gungs­be­richt für Febru­ar zeig­te einen Zuwachs von 63.000 Arbeits­plät­zen, was über den Erwar­tun­gen von 50.000 lag.
  • Dienst­leis­tungs­sek­tor auf Expan­si­ons­kurs: Der ISM-Ein­kaufs­ma­na­ger­index für den Dienst­leis­tungs­sek­tor stieg uner­war­tet auf 56,1, den höchs­ten Stand seit drei­ein­halb Jah­ren. Beson­ders posi­tiv wur­de auf­ge­nom­men, dass die Prei­se im Dienst­leis­tungs­sek­tor auf ein 11-Monats-Tief fie­len, was die Infla­ti­ons­sor­gen mil­der­te.
  • Beige Book der Fed: Der Bericht der Noten­bank bestä­tig­te eine leich­te bis mode­ra­te Zunah­me der wirt­schaft­li­chen Akti­vi­tät in den meis­ten Distrik­ten bei sta­bi­len Beschäf­ti­gungs­zah­len.

Geo­po­li­ti­sche Lage und Ölmarkt

Trotz der Span­nun­gen im Nahen Osten zeig­ten sich Inves­to­ren zuver­sicht­lich. Berich­te über mög­li­che diplo­ma­ti­sche Kanä­le zwi­schen dem Iran und der CIA nähr­ten die Hoff­nung auf ein bal­di­ges Ende des Kon­flikts, auch wenn die­se Berich­te von ira­ni­scher Sei­te teil­wei­se als „psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung“ bezeich­net wur­den.

  • Ener­gie­prei­se: Die Roh­öl­prei­se schwank­ten stark. Zwar bleibt die Stra­ße von Hor­muz teil­wei­se blo­ckiert, was die Lie­fe­run­gen ein­schränkt, doch Zusa­gen von Prä­si­dent Trump über Mari­ne-Eskor­ten und Ver­si­che­rungs­ga­ran­tien zur Siche­rung des Ener­gie­flus­ses wirk­ten dämp­fend auf die Preis­stei­ge­run­gen.
  • Sek­tor-Per­for­mance: Der Ener­gie­sek­tor war mit einem Minus von etwa 0,7 % bis 2 % einer der weni­gen Ver­lie­rer des Tages, da er einen Teil sei­ner jüngs­ten star­ken Gewin­ne wie­der abgab.

Sek­to­ren und Ein­zel­ak­ti­en im Fokus

  • Tech­no­lo­gie und KI: Halb­lei­ter­wer­te und KI-Infra­struk­tur­ak­ti­en gehör­ten zu den größ­ten Gewin­nern. Advan­ced Micro Devices (AMD), Intel und Micron Tech­no­lo­gy stie­gen jeweils um mehr als 5 %. Broad­com mel­de­te nach Bör­sen­schluss Ergeb­nis­se, die die Erwar­tun­gen leicht über­tra­fen, und gab eine star­ke Pro­gno­se für das lau­fen­de Quar­tal ab.
  • Kryp­to­wäh­run­gen: Der Bereich erleb­te einen mas­si­ven Auf­schwung, nach­dem Bit­co­in um über 7 % auf über 70.000 US-Dol­lar stieg. Coin­ba­se leg­te um 14–15 % zu, was auch auf Berich­te über ein pri­va­tes Tref­fen zwi­schen CEO Bri­an Arm­strong und Prä­si­dent Trump zurück­ge­führt wur­de.
  • Gesund­heits­we­sen: Moder­na war mit einem Plus von 15–16 % der Top-Gewin­ner im S&P 500, nach­dem das Unter­neh­men einen Rechts­streit um Patent­ver­let­zun­gen bei sei­nem Covid-Impf­stoff durch eine Zah­lung von 950 Mil­lio­nen US-Dol­lar bei­leg­te und damit ein gro­ßes finan­zi­el­les Risi­ko eli­mi­nier­te.
  • Ein­zel­han­del: Ross Stores stieg um 8 % nach bes­ser als erwar­te­ten Quar­tals­zah­len. Im Gegen­satz dazu fie­len Aber­crom­bie & Fitch (-3 %) auf­grund einer ent­täu­schen­den Umsatz­pro­gno­se für das ers­te Quar­tal.
  • Ver­lie­rer: Der Spi­ri­tuo­sen­her­stel­ler Brown-For­man ver­zeich­ne­te ein Minus von 6–7 %, da das Manage­ment vor einer anhal­ten­den Schwä­che auf dem US-Markt warn­te.

Geld­po­li­tik und Aus­blick

Die Ren­di­te der 10-jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen stieg leicht auf 4,081 %, da die star­ken Wirt­schafts­da­ten die Nach­fra­ge nach „siche­ren Häfen“ ver­rin­ger­ten. Kom­men­ta­re der Cleve­land-Fed-Prä­si­den­tin Beth Hammack waren eher fal­ken­haft; sie beton­te, dass die Geld­po­li­tik noch gerau­me Zeit restrik­tiv blei­ben könn­te, um die Infla­ti­on zum Ziel­wert zurück­zu­füh­ren. Für den kom­men­den Frei­tag rich­ten sich alle Augen auf den offi­zi­el­len US-Arbeits­markt­be­richt, von dem wei­te­re Impul­se für die Zins­po­li­tik der Fed erwar­tet wer­den.


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