Tagesrückblick: US-Märkte 24.02.2026

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Die US-Börsen verzeichneten am Dienstag, den 24. Februar 2026, eine deutliche Erholung, nachdem sie am vorangegangenen Montag schwere Verluste hinnehmen mussten. Angetrieben wurde dieser Aufwärtstrend vor allem durch eine Wiederbelebung der Technologiewerte und positive Wirtschaftsdaten.

Entwicklung der wichtigsten Indizes

Alle drei großen Indizes schlossen im Plus:

  • Der Dow-Jones-Index stieg um etwa 0,8 % (ca. 49.175 Punkte).
  • Der breit gefasste S&P 500 legte ebenfalls um 0,8 % auf 6.890 Punkte zu.
  • Der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete mit einem Plus von rund 1,1 % (22.864 Zähler) den stärksten Zuwachs.

Haupttreiber: KI-Sektor und Anthropic-Impulse

Der Ausverkauf am Montag war maßgeblich durch Ängste vor einer Disruption durch Künstliche Intelligenz (KI) ausgelöst worden, befeuert durch einen kritischen Bericht von Citrini Research. Am Dienstag änderte sich die Stimmung jedoch, als der KI-Entwickler Anthropic in einem Livestream betonte, dass seine neuen KI-Anwendungen (wie Claude Cowork) eher als Kollaborateure denn als Disruptoren fungieren und bestehende Systeme integrieren statt ersetzen sollen. Dies führte zu einer Erholung im Softwaresektor, wobei Unternehmen wie Salesforce (über +3 %) und Adobe deutlich zulegten.

Herausragende Einzelwerte

Einige Aktien stachen durch besonders starke Kursbewegungen hervor:

  • AMD (+8,8 %): Der Chiphersteller profitierte massiv von der Ankündigung eines milliardenschweren Deals mit Meta Platforms, die AMD-Chips für ihre Rechenzentren kaufen wollen.
  • Thomson Reuters (+11,5 %): Das Unternehmen erreichte das Rekordhoch von einer Million Nutzern für sein KI-Tool CoCounsel und gab eine Zusammenarbeit mit Anthropic bekannt.
  • Keysight Technologies (+23,1 %): Nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und einer starken Prognose war dies der Top-Gewinner im S&P 500.
  • IBM (+2,8 %): Nach dem schwersten Kurseinbruch seit 25 Jahren am Montag nutzten Anleger das niedrigere Niveau zum Wiedereinstieg.
  • PayPal (+6 %): Gerüchte über ein Übernahmeinteresse durch den Zahlungsabwickler Stripe ließen die Aktie steigen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Makroökonomie

Zusätzliches Vertrauen lieferte das US-Verbrauchervertrauen, das im Februar überraschend deutlich auf 91,2 Punkte stieg. Dies gilt als wichtiger Frühindikator für die Konsumlaune.

Gleichzeitig traten am Dienstag neue globale Zölle von 10 % der Trump-Administration in Kraft, nachdem der Supreme Court zuvor umfassendere „reziproke“ Zölle blockiert hatte. Die US-Notenbank (Fed) signalisierte derweil Vorsicht: Vertreter wie Austan Goolsbee betonten, dass weitere Zinssenkungen von deutlichen Fortschritten bei der Inflationsbekämpfung abhängen.

Andere Anlageklassen und Verluste

  • Gesundheitssektor: Dieser Sektor schwächelte vor der anstehenden „State of the Union“-Rede des Präsidenten, da neue Maßnahmen zur Kostendämpfung bei Versicherern befürchtet wurden.
  • Bitcoin: Die Kryptowährung verlor bis zu 5 % und fiel zeitweise unter 63.000 Dollar.
  • Ölpreise: Diese blieben stabil nahe ihrem Sechsmonatshoch, getrieben durch Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
  • Whirlpool (-13 %): Ein starker Kursrückgang folgte auf die Ankündigung einer neuen Aktienemission.
  • Workday: Die Aktie verlor nachbörslich rund 7-9 %, da die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr die Erwartungen der Analysten leicht verfehlten.

Die Märkte blicken nun gespannt auf die Quartalszahlen von Nvidia, die als entscheidender Indikator für den Zustand der gesamten KI-Branche gelten.


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