Trump: The Art of the Deal

Kritische Analyse von The Art of the Deal von Donald Trump

1. Einführung

Das 1987 veröffentlichte Buch The Art of the Deal von Donald Trump, mitgeschrieben von Tony Schwartz, wird oft als Mischung aus Autobiografie und Geschäftshandbuch betrachtet. Es bietet einen Einblick in Trumps Denkweise, Verhandlungsstrategien und Geschäftspraktiken. Aufgrund der späteren politischen Karriere des Autors ist das Werk nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht von Interesse.

Im Folgenden wird eine kritische Analyse vorgenommen, die sowohl den Inhalt als auch die Methodik und die Rezeption des Buches beleuchtet.

2. Inhaltliche Schwerpunkte

Das Buch gliedert sich in zwei Hauptteile. Der erste Abschnitt beschreibt eine typische Geschäfts- und Arbeitswoche Trumps, in der er seine täglichen Interaktionen mit Geschäftspartnern, Anwälten und Medienvertretern schildert. Der zweite Teil widmet sich den Grundprinzipien seines Verhandlungsgeschicks und seiner Geschäftsstrategie.

Zu den zentralen Leitprinzipien, die Trump in The Art of the Deal hervorhebt, gehören:

  1. Den größtmöglichen Einsatz zeigen: Trump beschreibt, wie wichtig es sei, mit voller Überzeugung und Energie an Projekte heranzugehen.
  2. Groß denken: Er argumentiert, dass es sich lohnt, große Visionen zu verfolgen, anstatt sich mit kleinen Erfolgen zufriedenzugeben.
  3. Immer mehrere Optionen haben: Flexibilität in Verhandlungen sei entscheidend.
  4. Wissen, wann man bluffen sollte: Trump hebt hervor, dass die strategische Nutzung von Fehlinformationen oder Übertreibungen in Verhandlungen nützlich sein kann.
  5. Sich selbst als Marke aufbauen: Er betont die Bedeutung von persönlichem Branding und medialer Präsenz.

3. Kritische Auseinandersetzung

3.1. Authentizität und Ghostwriting

Ein zentraler Kritikpunkt an The Art of the Deal ist, dass große Teile des Buches nicht von Trump selbst, sondern von dem Journalisten Tony Schwartz verfasst wurden. Schwartz äußerte sich später kritisch über das Buch und gab zu, dass viele der dargestellten Ereignisse und Prinzipien idealisiert oder übertrieben seien. Dies wirft Fragen zur Authentizität und Wahrhaftigkeit der Darstellung auf.

3.2. Realitätsnähe der Geschäftsstrategie

Während einige von Trumps Prinzipien allgemeingültige Aspekte erfolgreichen Unternehmertums widerspiegeln (z. B. Beharrlichkeit, Risikobereitschaft, strategische Planung), sind andere Ratschläge hochgradig umstritten. Die Empfehlung, in Verhandlungen bewusst zu bluffen oder Fehlinformationen zu streuen, kann sowohl ethisch als auch juristisch problematisch sein. Tatsächlich zeigen spätere Geschäftspraktiken Trumps, etwa seine Bankrotterklärungen oder seine problematischen Immobiliengeschäfte, dass nicht alle Prinzipien langfristig nachhaltigen Erfolg garantierten.

3.3. Selbstinszenierung und Realität

Ein weiteres zentrales Element des Buches ist Trumps Selbstinszenierung als genialer Geschäftsmann. Dies steht in Kontrast zu späteren Analysen seiner finanziellen Lage. Berichte über gescheiterte Geschäftsvorhaben, hohe Verschuldung und juristische Auseinandersetzungen relativieren das in The Art of the Deal gezeichnete Bild eines unfehlbaren Unternehmers.

3.4. Einfluss auf spätere politische Karriere

Das Buch diente nicht nur der wirtschaftlichen Positionierung Trumps, sondern auch seiner medialen Präsenz, die später in seine politische Karriere mündete. Viele seiner Prinzipien, insbesondere die Bedeutung von Branding und Medienmanipulation, fanden sich auch in seiner politischen Strategie wieder. Die Vereinfachung komplexer Sachverhalte, das bewusste Schaffen von Kontroversen und die mediale Inszenierung als „Deal-Maker“ sind charakteristisch für Trumps öffentliche Wahrnehmung.

4. Fazit

The Art of the Deal ist zweifellos ein einflussreiches Buch, das die Selbstwahrnehmung und Geschäftspraktiken Donald Trumps prägt. Während einige Grundprinzipien des Buches für Unternehmer und Verhandlungsführer von Interesse sein können, sind viele Aussagen kritisch zu hinterfragen. Die teils fragwürdigen ethischen Implikationen, die starke Selbstinszenierung und die diskutable wirtschaftliche Erfolgsbilanz Trumps relativieren die in dem Buch präsentierten Prinzipien.

Wer das Werk als Anleitung zum Geschäftserfolg liest, sollte es mit einer gesunden Skepsis betrachten und alternative, wissenschaftlich fundierte Quellen zu erfolgreichem Unternehmertum heranziehen.

Das Buch „Trump: The Art of the Deal“ ist ein Ratgeber für persönliche Finanzen, der betont, dass es keine Garantien gibt und Leser sich auf ihr eigenes Urteilsvermögen verlassen sollen. Es enthält eine Widmung an die Eltern von Donald Trump, Fred und Mary Trump, sowie Danksagungen an seine Frau Ivana Trump, seine Kinder und viele andere, die bei der Fertigstellung des Buches geholfen haben.


Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die sich mit verschiedenen Aspekten von Trumps Leben und seinen Geschäften befassen. Hier sind einige der wichtigsten Themen und Ereignisse, die im Buch behandelt werden:

  • Trumps Arbeitsweise: Trump beschreibt, dass er sehr locker arbeitet, keine Aktentasche trägt und nicht viele Meetings plant. Er kommt jeden Tag ins Büro und sieht, was sich entwickelt. Er telefoniert sehr viel, oft über hundert Mal am Tag. Er versucht aus der Vergangenheit zu lernen, plant aber für die Zukunft, indem er sich auf die Gegenwart konzentriert.
  • Einblicke in Trumps Geschäfte:
    • Er kauft Aktien von Holiday Inns.
    • Er arbeitet an der Sanierung der Wollman Rink in Central Park.
    • Er ist in einen Rechtsstreit wegen eines Bauunternehmers in Trump Tower verwickelt.
    • Er erwägt ein Casino in Australien zu bauen.
    • Er baut eine Parkgarage in Atlantic City.
    • Er spricht mit einem Freund über ein Ölgeschäft.
    • Er plant einen Trump-Fonds für notleidende Immobilien.
    • Er trifft sich mit der Stadtverwaltung wegen des West Side Yards Projekts.
    • Er renoviert ein Triplex in Trump Tower.
    • Er ist an einem Hotelprojekt in Moskau interessiert.
    • Er kauft ein Flugzeug, eine 727.
  • Trumps Ansichten über das Geschäftsleben: Trump glaubt, dass das Abschließen von Geschäften eine angeborene Fähigkeit ist, die auf Instinkten beruht. Er misstraut Marktforschung und verlässt sich auf seine eigenen Einschätzungen. Er ist sich der Bedeutung von Medienpräsenz bewusst, auch wenn sie kritisch ist.
  • Die Bedeutung von Details: Er legt Wert auf Details, wie die Auswahl von Weihnachtsdekorationen für Trump Tower oder die Farbe der Fensterrahmen in Trump Parc.
  • Trumps Vergangenheit:
    • Er studierte an der Wharton School.
    • Er kaufte sein erstes großes Geschäft, Swifton Village, mit seinem Vater.
    • Er lernte von seinem Manager Irving, der zwar ein „Bullshit-Künstler“ war, aber ein sehr guter Manager war.
    • Er kaufte das Commodore Hotel, das er in das Grand Hyatt umwandelte.
    • Er kaufte das Bonwit Teller Gebäude und baute daraufhin Trump Tower.
    • Er kaufte die West Side Yards.
    • Er kaufte das Mar-a-Lago Anwesen.
  • Wichtige Personen in Trumps Leben: Im Buch werden mehrere wichtige Personen in Trumps Leben und Geschäftswelt erwähnt, darunter Alan Greenberg von Bear Stearns, Gerry Schoenfeld von der Shubert Organization, Anthony Gliedman, Norma Foerderer, und viele andere.
  • Herausforderungen und Erfolge: Das Buch beschreibt Trumps Herausforderungen, wie z.B. seine Kämpfe mit der Stadt New York wegen Genehmigungen, und seine Erfolge, wie z.B. die Sanierung der Wollman Rink. Es geht auch auf seine gescheiterten Geschäfte ein, wie z.B. den Kauf der USFL.

Das Buch gibt einen Einblick in Trumps Denkweise und seine Strategien beim Geschäftsabschluss, wobei er oft betont, wie wichtig es ist, seinen Instinkten zu vertrauen, hart zu arbeiten und sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen.


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