Rekordan­stieg bei tem­po­rä­rem Schutz für Geflüch­te­te aus der Ukrai­ne in der EU

Zen­tra­le Kenn­zah­len im Sep­tem­ber 2025

  • Anzahl neu­er Schutz­ent­schei­dun­gen: 79.205 – ein Anstieg von 49,0 % gegen­über August 2025 und der höchs­te Wert seit August 2023.
  • Gesamt­zahl von Schutz­be­rech­tig­ten in der EU: 4,3 Mil­lio­nen.
  • Grün­de für den Anstieg: Locke­rung ukrai­ni­scher Aus­rei­se­be­stim­mun­gen für Män­ner im Alter von 18 bis 22 Jah­ren Ende August 2025.

Län­der mit den meis­ten Schutz­ge­wäh­run­gen

  • Deutsch­land: 1.218.100 Per­so­nen (28,3 % der Gesamt­zahl)
  • Polen: 1.008.885 (23,5 %)
  • Tsche­chi­en: 389.310 (9,0 %)

Zuwäch­se im Sep­tem­ber 2025:

  • Polen: +12.960
  • Deutsch­land: +7.585
  • Tsche­chi­en: +3.455

Ein­zi­ge Reduk­ti­on: Frank­reich (-240 Per­so­nen)

Rela­ti­ve Belas­tung (pro 1.000 Ein­woh­ner)

  • Höchs­te Quo­ten:
    • Tsche­chi­en: 35,7
    • Polen: 27,6
    • Est­land: 25,5
    • EU-Durch­schnitt: 9,6

Die­se Rela­tiv­zah­len zei­gen deut­lich die ungleich­mä­ßi­ge Las­ten­ver­tei­lung. Eine poli­ti­sche Dis­kus­si­on über gerech­te­re Ver­tei­lung oder Soli­dar­me­cha­nis­men fehlt jedoch.

Sozio­de­mo­gra­fi­sche Struk­tur der Schutz­be­rech­tig­ten

  • Ukrai­ni­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit: über 98,4 %
  • Erwach­se­ne Frau­en: 44,0 %
  • Min­der­jäh­ri­ge: 31,0 %
  • Erwach­se­ne Män­ner: 25,1 %


  • Der Arti­kel basiert auf Daten zur „vor­über­ge­hen­den Schutz­ge­wäh­rung“ gemäß dem EU-Rats­be­schluss 2022/382 vom 4. März 2022, der als Reak­ti­on auf den rus­si­schen Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne ver­ab­schie­det wur­de.
  • Die Maß­nah­me wur­de am 13. Juni 2025 bis zum 4. März 2027 ver­län­gert.

Neu­re­ge­lung des Bür­ger­gelds für ukrai­ni­sche Flücht­lin­ge

Haupt­aus­sa­ge: Ab dem 1. April 2025 wer­den neu ankom­men­de ukrai­ni­sche Flücht­lin­ge in Deutsch­land kei­nen Anspruch mehr auf Bür­ger­geld haben. Statt­des­sen erhal­ten sie gerin­ge­re Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz. Die­se Eini­gung wur­de nach län­ge­ren Ver­hand­lun­gen zwi­schen der Uni­on und der SPD erzielt.

Betrof­fe­ne Per­so­nen­grup­pe:

  • Die Rege­lung betrifft alle Ukrai­ner, die nach dem Stich­tag 1. April 2025 nach Deutsch­land ein­rei­sen.
  • Kon­kret sind dies 83.640 Ukrai­ner, die seit dem 1. April 2025 bereits ins Land gekom­men sind (Stand der Erfas­sung bis Ende Sep­tem­ber 2025).
  • Dies stellt eine Min­der­heit dar, da sich ins­ge­samt über eine Mil­li­on ukrai­ni­sche Flücht­lin­ge in Deutsch­land auf­hal­ten, von denen etwa 700.000 aktu­ell Bür­ger­geld bezie­hen.

Hin­ter­grün­de und Grün­de für die Neu­re­ge­lung:

  • Anstieg der Flücht­lings­zah­len: Die Zahl der Ein­rei­sen aus der Ukrai­ne ist zuletzt wie­der deut­lich gestie­gen. Kamen im Mai 2025 noch rund 10.800 Per­so­nen, waren es im Sep­tem­ber bereits fast 18.000.
  • Zuneh­men­der Anteil jun­ger Män­ner: Etwa die Hälf­te der seit Jah­res­be­ginn 2025 ein­ge­reis­ten Ukrai­ner (61.420) sind männ­lich. Die­ser Anteil steigt monat­lich an.
  • Gelo­cker­te Aus­rei­se­be­stim­mun­gen in der Ukrai­ne: Im August hob die ukrai­ni­sche Regie­rung das Aus­rei­se­ver­bot für Män­ner im Alter von 18 bis 21 Jah­ren auf, was zu einem Anstieg der Flucht­be­we­gun­gen jun­ger Män­ner führ­te, die einer mög­li­chen Ein­be­ru­fung ent­ge­hen wol­len.
  • Poli­ti­scher Druck und Ent­las­tung der Sozi­al­sys­te­me: Ziel der Neu­re­ge­lung ist es, den Sozi­al­etat zu ent­las­ten und die Anrei­ze für eine Ein­rei­se nach Deutsch­land zu ver­rin­gern. Ins­be­son­de­re die Uni­on kri­ti­sier­te, dass jun­ge Män­ner direkt ins Bür­ger­geld ein­rei­sen.
  • Büro­kra­ti­sche Grün­de für den Stich­tag: Ein frü­he­rer oder rück­wir­ken­der Stopp des Bür­ger­gelds wur­de als zu kom­pli­ziert und büro­kra­tisch auf­wen­dig ver­wor­fen, um Wider­stand von Kom­mu­nen und Län­dern zu ver­mei­den.

Finan­zi­el­le Unter­schie­de:

  • Bür­ger­geld: Allein­ste­hen­de Ukrai­ner erhal­ten 563 Euro pro Monat. Zusätz­lich wer­den die Kos­ten für Mie­te und Hei­zung vom Staat über­nom­men.
  • Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen: Die neu­en Leis­tun­gen umfas­sen 196 Euro für den per­sön­li­chen Bedarf und 245 Euro für not­wen­di­gen Bedarf (z. B. Essen, Klei­dung), was ins­ge­samt 441 Euro pro Monat ergibt.

Offe­ne Daten:

  • Die Bun­des­re­gie­rung hat aktu­ell kei­ne genau­en Zah­len dar­über, wie vie­le der neu ange­kom­me­nen Ukrai­ner tat­säch­lich Bür­ger­geld bean­tragt haben. Eine tech­ni­sche Erfas­sung die­ser Daten ist erst seit dem 1. Novem­ber 2025 mög­lich.

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