DE: Infla­ti­ons­ra­te — Dezem­ber 2025

1. Kern­aus­sa­gen in Kür­ze

  • Infla­ti­ons­ra­te (VPI) Dezem­ber 2025: +1,8 % gegen­über Dezem­ber 2024 (vor­läu­fig)
  • Monats­ver­än­de­rung: 0,0 % gegen­über Novem­ber 2025 (vor­läu­fig)
  • Jah­res­durch­schnitt 2025: +2,2 % gegen­über 2024 (vor­läu­fig)
  • Kern­in­fla­ti­on (ohne Ener­gie & Nah­rungs­mit­tel): +2,4 % im Dezem­ber 2025
  • Har­mo­ni­sier­ter Ver­brau­cher­preis­in­dex (HVPI): +2,0 % im Dezem­ber 2025, +2,3 % im Jah­res­durch­schnitt 2025

Ein­ord­nung: Die Gesamt­in­fla­ti­on fällt unter die 2‑Pro­zent-Mar­ke, wäh­rend die Kern­in­fla­ti­on dar­über bleibt. Das signa­li­siert nach­las­sen­den Preis­druck bei vola­ti­len Kom­po­nen­ten, aber anhal­ten­de Teue­rung im „Grund­rau­schen“ der Wirt­schaft.

2. Ent­wick­lung nach Güter­grup­pen (Jah­res­ver­än­de­rung)

a) Gesamt­in­dex und Kern­in­fla­ti­on

  • Gesamt­in­dex: Rück­gang von 2,3 % (Nov.) auf 1,8 % (Dez.)
  • Ohne Nah­rungs­mit­tel & Ener­gie: Rück­gang von 2,7 % (Nov.) auf 2,4 % (Dez.)

Inter­pre­ta­ti­on: Der deut­li­che Rück­gang des Gesamt­in­dex wird pri­mär durch Ener­gie­prei­se und schwa­che Waren­prei­se getra­gen; die Kern­in­fla­ti­on sinkt nur mode­rat.

b) Dienst­leis­tun­gen

  • +3,5 % im Dezem­ber (sta­bil gegen­über Oktober/November)

Inter­pre­ta­ti­on: Per­sis­ten­ter Preis­druck, typisch für lohn- und nach­fra­ge­ge­trie­be­ne Berei­che (Mie­ten, Gas­tro­no­mie, per­sön­li­che Dienst­leis­tun­gen).

c) Waren ins­ge­samt

  • +0,4 % im Dezem­ber (von 1,1 % im Novem­ber)

Inter­pre­ta­ti­on: Sehr schwa­che Preis­ent­wick­lung, ver­mut­lich durch nach­las­sen­de Nach­fra­ge, Lager­ab­bau und inten­si­ven Wett­be­werb.

d) Ener­gie und Nah­rungs­mit­tel (aus der Tabel­le „dar­un­ter“)

  • Ener­gie: −1,3 % (Dezem­ber) – deut­lich defla­tio­när
  • Nah­rungs­mit­tel: +0,8 % (Dezem­ber) – klar abge­schwächt

Inter­pre­ta­ti­on: Ener­gie­prei­se wir­ken stark dämp­fend auf die Gesamt­in­fla­ti­on; Nah­rungs­mit­tel ver­lie­ren eben­falls an Dyna­mik.

3. Monats­ver­gleich (Novem­ber → Dezem­ber 2025)

  • Gesamt­in­dex: 0,0 % – kei­ne Ver­än­de­rung
  • HVPI: +0,2 %

Ein­ord­nung: Der Still­stand im VPI zeigt, dass die dis­in­fla­tio­nä­ren Kräf­te (Ener­gie, Waren) den Auf­wärts­druck bei Dienst­leis­tun­gen kom­pen­sie­ren.

4. Gesamt­be­wer­tung und kri­ti­sche Wür­di­gung

a) Posi­tiv

  • Rück­gang der Gesamt­in­fla­ti­on unter 2 % deu­tet auf Ent­span­nung bei Ener­gie- und Güter­prei­sen hin.
  • Sta­bi­ler Monats­wert signa­li­siert kurz­fris­ti­ge Preis­ru­he.

b) Ein­schrän­kun­gen und Risi­ken

  • Dienst­leis­tun­gen bei +3,5 %: Der zen­tra­le Infla­ti­ons­mo­tor bleibt heiß. Das spricht gegen einen schnel­len, nach­hal­ti­gen Rück­gang der Infla­ti­on.
  • Kern­in­fla­ti­on über Ziel­be­reich: Mit 2,4 % liegt sie wei­ter­hin ober­halb des­sen, was Preis­sta­bi­li­tät nahe­legt.
  • Vor­läu­fi­ge Daten: End­gül­ti­ge Zah­len wer­den am 16. Janu­ar 2026 ver­öf­fent­licht; Revi­sio­nen sind mög­lich.

c) Wirt­schafts­po­li­ti­sche Impli­ka­tio­nen

  • Geld­po­li­tik: Die EZB wird eher auf die Kern- und Dienst­leis­tungs­in­fla­ti­on schau­en als auf den ener­gie­ge­trie­be­nen Rück­gang. Das spricht für Vor­sicht bei schnel­len Locke­run­gen.
  • Haus­hal­te: Ent­las­tung bei Ener­gie, aber anhal­ten­der Kos­ten­druck im All­tag (Mie­ten, Ser­vices).
  • Unter­neh­men: Gerin­ger Spiel­raum für Preis­er­hö­hun­gen im Waren­be­reich; Dienst­leis­ter könn­ten Kos­ten wei­ter­ge­ben.

5. Fazit in einem Satz

Die Infla­ti­on in Deutsch­land hat sich zum Jah­res­en­de 2025 sicht­bar abge­schwächt (1,8 %), doch die hart­nä­ckig hohe Dienst­leis­tungs- und Kern­in­fla­ti­on zeigt, dass der Preis­druck im Bin­nen­be­reich noch nicht gebro­chen ist.


Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts zur Infla­ti­ons­ra­te

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