Neueste Dividendenbekanntmachung
Goldman Sachs hat am 15. Januar 2026 eine Erhöhung der Quartalsdividende um 12,5 % bekannt gegeben. Der Verwaltungsrat beschloss eine neue Dividende von 4,50 US-Dollar je Aktie, nachdem zuvor 4,00 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet wurden. Damit setzt der Konzern seine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik fort und signalisiert Vertrauen in die eigene Ertragskraft.
Details zur Dividendenausschüttung
Die Dividende wird am 30. März 2026 ausgezahlt. Dividendenberechtigt sind Aktionäre, die die Aktie zum Stichtag 2. März 2026 halten. Der Ex-Dividenden-Tag fällt ebenfalls auf den 2. März 2026. Auf annualisierter Basis ergibt sich eine Dividende von 18,00 US-Dollar je Aktie. Beim aktuellen Kursniveau entspricht dies einer Forward-Dividendenrendite von rund 1,93 %. Für eine global tätige Investmentbank liegt dieser Wert im marktüblichen Bereich und spiegelt den Fokus auf Kapitalwachstum und Aktienrückkäufe wider.
Relevante Bewertungskennzahlen
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Goldman Sachs Nettoerlöse von 58,28 Mrd. US-Dollar und einen Nettogewinn von 17,18 Mrd. US-Dollar. Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg auf 51,32 US-Dollar nach 40,54 US-Dollar im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite (ROE) erreichte 15,0 %, im vierten Quartal annualisiert sogar 16,0 %.
Der Buchwert je Aktie erhöhte sich um 6,2 % auf 357,60 US-Dollar, was die solide Innenfinanzierungskraft unterstreicht. Goldman Sachs führte 2025 insgesamt 16,78 Mrd. US-Dollar an die Aktionäre zurück, davon 12,36 Mrd. US-Dollar über Aktienrückkäufe und 4,42 Mrd. US-Dollar über Dividenden. Die Dividende deckt damit nur einen moderaten Teil des Gewinns ab, was auf eine konservative Payout Ratio und hohe finanzielle Flexibilität schließen lässt.
Dividendenhistorie und Nachhaltigkeit
Goldman Sachs zählt nicht zu den klassischen Dividendenaristokraten, weist jedoch eine langfristig stabile und tendenziell steigende Ausschüttung auf. Nach der pandemiebedingten Vorsicht in den Jahren 2020 und 2021 hat der Konzern die Dividende schrittweise angehoben. Die aktuelle Erhöhung um 12,5 % fällt überdurchschnittlich hoch aus und reflektiert das starke Ergebnisjahr 2025.
Die Nachhaltigkeit der Dividende stützt sich auf hohe Kapitalquoten, eine robuste Liquiditätsposition und eine im Branchenvergleich moderate Ausschüttungsquote. Risiken ergeben sich primär aus der zyklischen Natur des Investmentbankings und aus regulatorischen Anforderungen an die Kapitalausstattung.
Ausblick für langfristige Investoren
Für langfristige Investoren bleibt Goldman Sachs ein zyklischer Qualitätswert. Die Ertragsentwicklung hängt stark von Kapitalmarktaktivitäten, M&A-Volumina und Handelsumsätzen ab. In einem günstigen Marktumfeld bietet die Aktie erhebliches Gewinn- und Dividendenpotenzial. In schwächeren Phasen kann die Ausschüttung jedoch langsamer wachsen oder stagnieren.
Die aktuelle Dividendenanhebung zeigt, dass das Management Dividenden als festen Bestandteil der Kapitalrückführung betrachtet, jedoch weiterhin Aktienrückkäufe priorisiert. Einkommensorientierte Anleger sollten daher die Aktie eher als Ertrags- und Wachstumswert mit ergänzender Dividende verstehen.
Kurzes Unternehmensprofil
Goldman Sachs wurde 1869 gegründet und zählt zu den weltweit führenden Investmentbanken. Der Konzern bietet Dienstleistungen in den Bereichen Investment Banking, Trading, Asset & Wealth Management sowie Finanzierungen an. Der Hauptsitz befindet sich in New York, die Bilanzsumme lag Ende 2025 bei rund 1,81 Bio. US-Dollar. Goldman Sachs bedient institutionelle Kunden, Unternehmen, Regierungen und vermögende Privatkunden weltweit.
Letzter Quartalsbericht
Zusammenfassung der Ergebnisse von Goldman Sachs – Geschäftsjahr und Q4 2025
Der vorliegende Quartals- und Jahresbericht von Goldman Sachs zeigt insgesamt ein starkes Geschäftsjahr 2025, getragen von einer deutlichen Erholung im Investmentbanking und soliden Kapitalrückführungen, jedoch mit strukturellen Schwächen im Bereich Platform Solutions.
1. Ertragslage und Profitabilität
Goldman Sachs erzielte 2025 Nettoerlöse von 58,28 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg um 9 % gegenüber 2024. Der Nettogewinn belief sich auf 17,18 Mrd. US-Dollar, was einem Plus von 20 % entspricht. Das verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) stieg deutlich auf 51,32 US-Dollar (Vorjahr: 40,54 US-Dollar).
Im vierten Quartal 2025 lag das EPS bei 14,01 US-Dollar, ebenfalls klar über dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalrendite (ROE) erreichte 15,0 % im Gesamtjahr und annualisiert 16,0 % im vierten Quartal, was für eine Großbank ein solides, wenn auch nicht außergewöhnliches Niveau darstellt.
2. Geschäftsbereiche
Der wichtigste Ergebnistreiber war Global Banking & Markets mit 41,45 Mrd. US-Dollar Umsatz (+18 %). Besonders stark entwickelten sich:
- Investmentbanking-Gebühren (+21 %), vor allem durch Advisory und M&A,
- Equities-Geschäft (+23 %),
- FICC mit moderatem Wachstum (+9 %).
Asset & Wealth Management wuchs nur leicht auf 16,68 Mrd. US-Dollar (+2 %). Höhere Verwaltungsgebühren wurden durch schwächere Investmenterträge teilweise neutralisiert.
Deutlich negativ fiel erneut Platform Solutions auf. Der Bereich erzielte 2025 nur 151 Mio. US-Dollar Umsatz, nachdem Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Rückzug aus dem Apple-Card-Geschäft zu erheblichen Belastungen führten. Im vierten Quartal lag der Umsatz hier sogar bei –1,68 Mrd. US-Dollar.
3. Kosten, Kapital und Bilanz
Die operativen Kosten stiegen 2025 um 11 % auf 37,54 Mrd. US-Dollar, die Effizienzquote verschlechterte sich leicht auf 64,4 %. Kostendisziplin bleibt damit ein relevanter Schwachpunkt.
Positiv hervorzuheben ist die starke Kapitalbasis:
- Buchwert je Aktie: 357,60 US-Dollar (+6,2 %)
- CET1-Quote: 14,4 % (standardisiert)
- Bilanzsumme: 1,81 Bio. US-Dollar
4. Dividende und Kapitalrückführung
Der Vorstand erhöhte im Januar 2026 die Quartalsdividende auf 4,50 US-Dollar je Aktie (zuvor 4,00 US-Dollar). Insgesamt wurden 2025 16,78 Mrd. US-Dollar an Aktionäre zurückgeführt, davon 12,36 Mrd. US-Dollar durch Aktienrückkäufe und 4,42 Mrd. US-Dollar durch Dividenden. Dies unterstreicht die hohe Ausschüttungsfähigkeit des Konzerns.
5. Gesamteinordnung
Goldman Sachs präsentiert sich 2025 ertragsstark und aktionärsfreundlich, insbesondere dank des zyklischen Rückenwinds im Investmentbanking. Kritisch bleiben jedoch die Kostenentwicklung und die anhaltenden Probleme im Konsumentenplattform-Geschäft. Für langfristig orientierte Investoren ist der Konzern vor allem als zyklischer Qualitätswert mit attraktiver Dividendenpolitik, jedoch nicht als defensiver Dividendentitel, einzuordnen.
Die Selektion dieser Aktie erfolgte zufällig aus einem breiten Spektrum an tagesaktuellen Börsenmitteilungen bezüglich angekündigter Dividendenzahlungen. Der vorliegende Beitrag zielt nicht auf eine qualitative Bewertung dieser dividendenstarken Aktie ab, sondern verfolgt einen rein deskriptiven Ansatz.
Was sind Dividend Champions, Contenders, Challengers?
