DAX-Tagesüberblick – 26.01.2026

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Index: DAX
Vortag: 24900.71
Erster: 24890.30
Höchst: 24985.15 (15:37:13)
Tiefst: 24790.74 (10:54:19)
Letzter: 24933.08 (17:45:59)
Veränderung: +32.37 (+0.13 %)

1. DAX kommt nicht vom Fleck – Gold explodiert über 5.000 Dollar

Geopolitische Unsicherheit, schwache Konjunktursignale und eine richtungsweisende Notenbankwoche halten Anleger in Wartestellung

Stimmung:
Abwartend, defensiv, latent nervös

Zum Wochenauftakt gelingt dem DAX erneut kein Befreiungsschlag. Trotz eines leichten Plus bleibt der Index klar unter der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten gefangen. Während Aktienanleger zögern, setzt sich die Flucht in sichere Häfen fort: Gold markiert mit über 5.100 Dollar je Feinunze ein historisches Allzeithoch.

2. Marktbericht: Indizes & Konjunktur

Der DAX schloss mit einem minimalen Plus von 0,13 % bei 24.933 Punkten. Damit bestätigt sich das seit Tagen bekannte Bild: Stabilisierung auf hohem Niveau, aber keine Anschlusskäufe.
Der MDAX (+0,25 %) und SDAX zeigten sich etwas fester, was auf selektive Risikobereitschaft jenseits der Standardwerte hindeutet.

Konjunkturdaten:
Der ifo-Geschäftsklimaindex verharrte im Januar bei 87,6 Punkten und blieb damit klar unter den Erwartungen. Die Stagnation wird von Ökonomen als Warnsignal gewertet: Trotz milliardenschwerer fiskalpolitischer Ankündigungen fehlt bislang der konjunkturelle Durchschlag. Kritisch ist dabei weniger das Niveau als die Tatsache, dass selbst positive Stimmungsimpulse (ZEW, Sentix) keinen nachhaltigen Effekt entfalten.

Einordnung:
Der Markt glaubt derzeit weder an eine schnelle wirtschaftliche Belebung noch an eine klare geldpolitische Entlastung. Das erklärt die auffällige Bewegungslosigkeit des Leitindex.

3. Einzelwerte & Unternehmensnachrichten (Tops & Flops)

Verlierer (Fokus):

  • Rheinmetall: Trotz strategisch bedeutsamer Perspektiven (Bewerbung um ein milliardenschweres Bundeswehr-Satellitenprojekt) geriet die Aktie unter Druck. Der Markt reagierte nervös auf politische Abhängigkeiten und lange Entscheidungszeiträume.
  • Airbus: Ebenfalls belastet durch die Unsicherheit rund um das Rüstungsprojekt und allgemeine Zurückhaltung bei zyklischen Großwerten.
  • Danone (außerhalb DAX): Rückruf von Babynahrung wegen möglicher Kontamination belastete das Vertrauen deutlich.

Gewinner (Fokus):

  • Puma: Kurssprung von rund 17 % – weniger aus fundamentalen Gründen, sondern als technische Gegenbewegung nach dem Abverkauf infolge geplatzter Übernahmefantasie. Nachhaltigkeit dieser Bewegung bleibt fraglich.
  • Friedrich Vorwerk: Starke Zahlen, deutlich über Erwartungen. Der Markt honoriert operative Exzellenz, weist aber bereits auf leicht rückläufige Auftragseingänge hin.
  • MBB: Profiteur der Vorwerk-Entwicklung, zusätzlich gestützt durch steigende Margen.
  • Aroundtown: Aktienrückkaufprogramm wirkt als Vertrauenssignal, kaschiert jedoch strukturelle Probleme im Gewerbeimmobiliensektor.

Zwischenfazit:
Die Gewinnerliste wird von Sondersituationen dominiert – nicht von einer breiten Marktzuversicht.

4. Rohstoffe & Devisen (Das „Rekord-Thema“)

Edelmetalle:

Gold überschreitet erstmals nachhaltig die Marke von 5.000 US-Dollar und erreicht mit rund 5.111 Dollar ein neues Rekordhoch. Treiber sind:

  • geopolitische Spannungen (Iran, Grönland, globale Konfliktrisiken),
  • Inflationssorgen,
  • massive ETF-Zuflüsse, die inzwischen die Zentralbanken als wichtigste Nachfragequelle ablösen.

Kritische Einordnung:
Mehrere Banken heben ihre Kursziele weiter an. Gleichzeitig mehren sich Stimmen, die vor einer Übertreibung warnen. Kurzfristig ist Gold technisch überkauft – strukturell jedoch bleibt das Misstrauen gegenüber Papierwährungen hoch.

Währungen:

  • Euro: Deutlich fester nahe 1,19 USD – problematisch für die exportorientierte deutsche Wirtschaft.
  • Yen / Dollar: Dollar verliert weiter an Attraktivität als sicherer Hafen, was den Gold-Boom zusätzlich befeuert.

5. Geopolitischer & makroökonomischer Hintergrund

Die geopolitische Lage bleibt der zentrale Belastungsfaktor: Auch wenn kurzfristige Entspannungen (Davos-Rhetorik des US-Präsidenten) Hoffnung wecken, fehlt es an belastbarer Planungssicherheit. Gleichzeitig rückt die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in den Fokus. Zwar wird keine unmittelbare Zinssenkung erwartet, doch jede Nuance im Ausblick hat das Potenzial, die Märkte zu bewegen.

Gesamtbewertung:
Der Aktienmarkt befindet sich in einer klassischen Übergangsphase. Ohne klare geldpolitische Signale und mit schwacher Konjunkturdynamik fehlt der Treibstoff für neue Höchststände. Gold hingegen fungiert als Spiegel kollektiver Unsicherheit – und weniger als Ausdruck wirtschaftlicher Stärke.

Kurzfazit:

  • DAX: stabil, aber richtungslos
  • Konjunktur: enttäuschend schwach
  • Einzelwerte: selektive Chancen, keine Breite
  • Gold: historischer Rekord, psychologisches Warnsignal

Order Book Statistics – Xetra® Close

OpenHighLowClose
ADIDAS AG NA O.N.151,45151,45142,55143,75
AIRBUS SE206,4207,95205,2206,7
ALLIANZ SE NA O.N.370,6371,3361,9363,9
BASF SE NA O.N.45,1146,1845,1146,1
BAY.MOTOREN WERKE AG ST88,488,48787,62
BAYER AG NA O.N.44,0644,9943,9944,56
BEIERSDORF AG O.N.98,4498,7696,5497,18
BRENNTAG SE NA O.N.50,350,950,1850,5
COMMERZBANK AG34,8234,934,3834,39
CONTINENTAL AG O.N.66,166765,467
DAIMLER TRUCK HLDG NA ON41,8141,9341,1741,34
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.33,3533,4432,832,89
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.214,6214,6210213,4
DEUTSCHE POST AG NA O.N.46,9446,9445,946
DT.TELEKOM AG NA26,9827,0926,5827,06
E.ON SE NA O.N.16,9717,0716,8116,95
FRESEN.MED.CARE AG INH ON37,7937,8336,9637,22
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.48,5148,5148,0448,37
GEA GROUP AG60,960,960,260,55
HANNOVER RUECK SE NA O.N.237,2237,4233234,4
HEIDELBERG MATERIALS O.N.237,7238234,6237,2
HENKEL AG+CO.KGAA VZO71,3471,771,1271,54
INFINEON TECH.AG NA O.N.42,364341,8442,3
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N.58,9158,9158,0658,3
MERCK KGAA O.N.128,45128,5126,4127,7
MTU AERO ENGINES NA O.N.375378373,6378
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N.511,6513,2507,2507,6
PORSCHE AUTOM.HLDG VZO37,6437,6437,137,12
QIAGEN NV EO -,0145,4446,1545,3646,13
RHEINMETALL AG1748,518441730,51830
RWE AG INH O.N.51,4651,8250,9851,56
SAP SE O.N.192,4199,5191,6197,92
SCOUT24 SE NA O.N.85,986,184,4585,45
SIEMENS AG NA O.N.258,7258,7253,65254,4
SIEMENS ENERGY AG NA O.N.140,05143,15139,4141,75
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.44,2944,2943,0543,3
SYMRISE AG INH. O.N.72,5272,9671,9872,58
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.104,75106,15104,1105,5
VONOVIA SE NA O.N.24,3924,3924,0124,21
ZALANDO SE24,8424,8423,7223,96

Top/Flop

Perf. absolutPerf. relativ
SAP SE O.N.8,084,26 %
SIEMENS ENERGY AG NA O.N.4,253,09 %
RHEINMETALL AG39,502,21 %
CONTINENTAL AG O.N.0,901,36 %
BAYER AG NA O.N.0,390,88 %
DT.TELEKOM AG NA0,210,78 %
RWE AG INH O.N.0,260,51 %
SCOUT24 SE NA O.N.0,400,47 %
MTU AERO ENGINES NA O.N.1,000,27 %
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.0,200,19 %
QIAGEN NV EO -,010,000,00 %
AIRBUS SE-0,10-0,05 %
VONOVIA SE NA O.N.-0,02-0,08 %
BRENNTAG SE NA O.N.-0,10-0,20 %
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.-0,10-0,21 %
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.-0,60-0,28 %
E.ON SE NA O.N.-0,05-0,29 %
GEA GROUP AG-0,20-0,33 %
BAY.MOTOREN WERKE AG ST-0,30-0,34 %
HANNOVER RUECK SE NA O.N.-1,00-0,42 %
MERCK KGAA O.N.-0,70-0,55 %
SYMRISE AG INH. O.N.-0,44-0,60 %
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N.-3,20-0,63 %
HEIDELBERG MATERIALS O.N.-1,50-0,63 %
INFINEON TECH.AG NA O.N.-0,29-0,68 %
FRESEN.MED.CARE AG INH ON-0,27-0,72 %
HENKEL AG+CO.KGAA VZO-0,58-0,80 %
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N.-0,51-0,87 %
BASF SE NA O.N.-0,42-0,90 %
SIEMENS AG NA O.N.-3,60-1,40 %
PORSCHE AUTOM.HLDG VZO-0,54-1,43 %
COMMERZBANK AG-0,53-1,52 %
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.-0,51-1,53 %
DAIMLER TRUCK HLDG NA ON-0,66-1,57 %
DEUTSCHE POST AG NA O.N.-0,75-1,60 %
ALLIANZ SE NA O.N.-6,10-1,65 %
BEIERSDORF AG O.N.-1,68-1,70 %
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.-0,81-1,84 %
ZALANDO SE-1,03-4,12 %
ADIDAS AG NA O.N.-8,70-5,71 %

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