Tages­rück­blick: US-Märk­te 10.02.2026

Kom­pakt­ver­si­on

Die US-Akti­en­märk­te zeig­ten sich am Diens­tag unein­heit­lich, wobei der Dow Jones Indus­tri­als Index ein neu­es All­zeit­hoch erreich­te (+0,10 %), wäh­rend der S&P 500 (-0,33 %) und der Nasdaq 100 (-0,56 %) Ver­lus­te ver­buch­ten. Wäh­rend der Han­dels­tag mit Gewin­nen begann, belas­te­ten spä­ter restrik­ti­ve Äuße­run­gen von Ver­tre­tern der Fede­ral Reser­ve und Schwä­che­pha­sen im Tech­no­lo­gie­sek­tor die Kur­se.

IndexLASTCHANGE%CHG
DJIA50188.1452.270.10
Nasdaq Com­po­si­te23102.47-136.20-0.59
S\&P 5006941.81-23.01-0.33
DJ Total Stock Mar­ket68718.04-208.75-0.30
Rus­sell 20002679.77-9.28-0.34
NYSE Com­po­si­te23398.1157.370.25
CBOE Vola­ti­li­ty17.790.432.48
DJIA Futures503891160.23
S\&P 500 Futures6982.0020.500.29

Wirt­schaft­li­che Indi­ka­to­ren und Geld­po­li­tik

Die Markt­stim­mung wur­de maß­geb­lich von schwä­cher als erwar­tet aus­ge­fal­le­nen Kon­junk­tur­da­ten beein­flusst:

  • Ein­zel­han­dels­um­sät­ze: Die US-Ein­zel­han­dels­um­sät­ze sta­gnier­ten im Dezem­ber (0,0 % Ver­än­de­rung gegen­über dem Vor­mo­nat), was deut­lich hin­ter den Erwar­tun­gen von +0,4 % zurück­blieb. Acht von 13 Ein­zel­han­dels­ka­te­go­rien ver­zeich­ne­ten Rück­gän­ge, was auf eine nach­las­sen­de Kon­sum­freu­de hin­deu­tet.
  • Beschäf­ti­gungs­kos­ten­in­dex (ECI): Der Anstieg im vier­ten Quar­tal lag bei +0,7 % q/q, dem gerings­ten Zuwachs seit vier­ein­halb Jah­ren.
  • Reak­ti­on am Anlei­he­markt: Die­se Daten ver­stärk­ten die Erwar­tung wei­te­rer Zins­sen­kun­gen, wor­auf­hin die Ren­di­te der 10-jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen auf ein 3,5‑Wochen-Tief von 4,13 % fiel.

Trotz der schwa­chen Daten dämpf­ten Fed-Ver­tre­ter die Hoff­nung auf bal­di­ge Zins­schrit­te. Beth Hammack (Cleve­land Fed) plä­dier­te für Geduld und sah die Fed mög­li­cher­wei­se für “gerau­me Zeit” im War­te­mo­dus. Lorie Logan (Dal­las Fed) for­der­te eine “erheb­li­che” Schwä­che des Arbeits­mark­tes als Bedin­gung für wei­te­re Sen­kun­gen. Aktu­ell prei­sen die Märk­te nur noch eine Chan­ce von 23 % für eine Zins­sen­kung im März ein.

Sek­to­ren-Trends und Unter­neh­mens­nach­rich­ten

Die Berichts­sai­son für das vier­te Quar­tal ist in vol­lem Gan­ge, wobei bis­her 78 % der berich­ten­den S&P 500-Unter­neh­men die Erwar­tun­gen über­trof­fen haben.

  • Gewin­ner: Spo­ti­fy leg­te um über 17 % zu, nach­dem ein Rekord­zu­wachs von 38 Mil­lio­nen monat­lich akti­ven Nut­zern gemel­det wur­de. Data­dog stieg um mehr als 15 %, ange­trie­ben durch star­ke Quar­tals­zah­len. Heim­bau­er wie Toll Brot­hers (+6 %) pro­fi­tier­ten von sin­ken­den Anlei­he­ren­di­ten und damit ver­bun­de­nen nied­ri­ge­ren Hypo­the­ken­zin­sen.
  • Ver­lie­rer: KI-Infra­struk­tur­wer­te gerie­ten unter Druck, dar­un­ter Wes­tern Digi­tal (-7 %), Sea­gate (-6 %) und Intel (-6 %). Ver­mö­gens­ver­wal­ter wie Ray­mond James und LPL Finan­cial bra­chen um über 8 % ein, nach­dem die Vor­stel­lung eines neu­en KI-Tools von Altru­ist Corp Sor­gen über eine Dis­rup­ti­on des tra­di­tio­nel­len Geschäfts­mo­dells aus­lös­te. Goo­dyear stürz­te um mehr als 14 % ab, da der Gewinn pro Aktie unter den Schät­zun­gen lag.
  • Small Caps: Der Rus­sell 2000 zeig­te in den letz­ten sechs Mona­ten eine star­ke Per­for­mance und stieg um 21 %, was mehr als dop­pelt so viel ist wie der Zuwachs des S&P 500 im glei­chen Zeit­raum.

Berich­te nach Bör­sen­schluss

Nach dem offi­zi­el­len Han­del sorg­ten wei­te­re Quar­tals­zah­len für Bewe­gung:

  • Ford: Die Aktie schwank­te, nach­dem das Unter­neh­men einen Gewinn pro Aktie von 0,13 USD mel­de­te (Erwar­tung: 0,18 USD). Für 2026 erwar­tet Ford jedoch einen Gewinn­an­stieg und setzt ver­stärkt auf Hybrid­fahr­zeu­ge und Ener­gie­spei­cher­sys­te­me.
  • Robin­hood: Die Aktie brach nach­börs­lich um etwa 6–10 % ein, da der Umsatz im vier­ten Quar­tal die Ana­lys­ten­schät­zun­gen ver­fehl­te.
  • Lyft: Ver­zeich­ne­te nach­börs­lich Ver­lus­te von etwa 15 %, belas­tet durch einen ent­täu­schen­den Aus­blick.

Aus­blick

Der Fokus der Anle­ger rich­tet sich nun auf den US-Arbeits­markt­be­richt für Janu­ar, der am Mitt­woch erwar­tet wird. Ana­lys­ten rech­nen mit einem Zuwachs von 68.000 Stel­len, wobei “Flüs­ter­schät­zun­gen” mit nur 40.000 deut­lich vor­sich­ti­ger aus­fal­len. Am Frei­tag folgt der wich­ti­ge Ver­brau­cher­preis­in­dex (CPI), für den ein Anstieg von +2,5 % im Jah­res­ver­gleich pro­gnos­ti­ziert wird.


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