Die geplante Transitgebühr in der Straße von Hormus wurde von US-Präsident Donald Trump kurzfristig wieder abgesagt.
Hier sind die Details zu dieser Entscheidung:
- Rückzug vom Plan: Nur etwa fünf Stunden bevor die Gebühr am Dienstag (14. Juli 2026) um 20:00 Uhr GMT in Kraft treten sollte, gab Trump bekannt, dass er den Plan nicht weiterverfolgen werde.
- Ersatz durch Investitionen: Statt der ursprünglich vorgeschlagenen 20-prozentigen Transitgebühr sollen nun Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten geschlossen werden. Laut Trump haben führende Persönlichkeiten aus dem Nahen Osten (Könige und Emire) in Gesprächen signalisiert, dass sie lieber „Milliarden über Milliarden von Dollar“ in den USA investieren möchten, anstatt die Gebühr zu zahlen.
- Begründung für die Gebühr: Trump hatte die Gebühr ursprünglich damit begründet, dass es nicht fair sei, wenn die USA die Wasserstraße für die ganze Welt schützen, ohne dafür entschädigt zu werden. Er bezeichnete die USA in diesem Zusammenhang als „Wächter der Straße von Hormus“.
- Widerstand und rechtliche Bedenken: Der Plan war auf massiven Widerstand gestoßen. Die Vereinten Nationen und Reedereien wie Hapag-Lloyd betonten, dass es keine rechtliche Grundlage für solche Pflichtgebühren in internationalen Gewässern gebe. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) kritisierte zudem, dass die zivile Schifffahrt nicht zum Spielball geopolitischer Konflikte werden dürfe.
Trotz der Absage der Gebühr für die allgemeine Schifffahrt bleibt eine Blockade für iranische Schiffe oder Schiffe mit iranischer Ladung bestehen. Die Straße von Hormus ist laut Trump für den restlichen Schiffsverkehr offen.