Gefah­ren­po­ten­zi­al der Reichs­bür­ger- und Selbst­ver­wal­ter-Sze­ne

Über­blick

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der Grü­nen zum . Vie­le Details wer­den aus Grün­den des Staats­wohls oder des Daten­schut­zes nicht öffent­lich beant­wor­tet und als Ver­schluss­sa­che ein­ge­stuft.

Zen­tra­le Erkennt­nis­se zur Sze­ne

  • 26.000 Per­so­nen gehö­ren 2024 zur Sze­ne; 774 extre­mis­ti­sche Straf­ta­ten wur­den began­gen.
  • Regi­on Ost­west­fa­len-Lip­pe gilt als Hot­spot.
  • Lau­fen­de und abge­schlos­se­ne Straf­ver­fah­ren, u. a. gegen die Grup­pe „Patrio­ti­sche Uni­on“ um „Prinz Reuß“.
  • Das „König­reich Deutsch­land“ wur­de 2025 ver­bo­ten; Ermitt­lun­gen wegen uner­laub­ter Bank- und Ver­si­che­rungs­ge­schäf­te lau­fen wei­ter.
  • Ideo­lo­gi­sche Nähe zur AfD wird fest­ge­stellt; ein­zel­ne AfD-Mit­glie­der sind in Ver­fah­ren ver­wi­ckelt oder wei­sen Über­schnei­dun­gen auf.

Ein­stu­fung und Geheim­hal­tung

Vie­le Fra­gen (v. a. zu Geld­wä­sche, FIU, ZKA, Waf­fen, Ermitt­lun­gen, Rechts­hil­fe, Finanz­strö­men) wer­den nicht offen beant­wor­tet, da:

  • Rück­schlüs­se auf Arbeits­wei­sen von Sicher­heits­be­hör­den mög­lich wären.
  • Per­sön­lich­keits­rech­te Betrof­fe­ner geschützt wer­den müs­sen.
  • Ermitt­lun­gen nicht gefähr­det wer­den dür­fen.

Waf­fen­be­sitz & Gefähr­dung

  • 191 Per­so­nen aus der Sze­ne ver­lo­ren 2024 ihre waf­fen­recht­li­chen Erlaub­nis­se.
  • 357 Per­so­nen hat­ten Ende 2024 noch eine Waf­fen­be­sitz­kar­te.
  • Waf­fen­be­sitz gilt als hohes Risi­ko, da die Sze­ne staat­li­che Maß­nah­men ablehnt.
  • Waf­fen­recht wird der­zeit umfas­send eva­lu­iert; mög­li­che Ver­schär­fun­gen wer­den geprüft.

Grup­pie­run­gen & Mit­glie­der­zah­len (Stand 2026)

  • Bis­marcks Erben/Vaterländischer Hilfs­dienst: ca. 500
  • Indi­ge­nes Volk/Germaniten: ca. 800
  • Staa­ten­bund Deut­sches Reich: ca. 200
  • Ver­band Deut­scher Wahl­kom­mis­sio­nen: ca. 300
  • Inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on Völ­ker­recht: ca. 300 → Kei­ne Län­der­auf­schlüs­se­lung aus Daten­schutz­grün­den.

Inter­na­tio­na­li­sie­rung

  • Nur weni­ge geziel­te Aus­lands­ver­bin­dun­gen, meist per­sön­li­che Kon­tak­te.
  • Aus­tausch mit US-„Sove­reign Citi­zens“ und rus­si­scher Ana­sta­sia-Bewe­gung in Ein­zel­fäl­len.
  • Online-Radi­ka­li­sie­rung spielt eine zen­tra­le Rol­le.

Reichs­bür­ger im öffent­li­chen Dienst

  • 2023–2024: 19 Per­so­nen in Bun­des-Sicher­heits­be­hör­den ein­deu­tig der Sze­ne zuge­ord­net.
  • Wei­te­re 15 Per­so­nen meh­re­ren extre­mis­ti­schen Phä­no­men­be­rei­chen zuor­den­bar.
  • Kei­ne Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren abge­schlos­sen; lau­fen­de Ver­fah­ren wer­den nicht kom­men­tiert.

Ein­fluss auf Schu­len

  • Ein­zel­ne Fäl­le von Schul­ab­mel­dun­gen oder Ver­su­chen, eige­nen Unter­richt zu eta­blie­ren.
  • Gefahr der Abschot­tung von Kin­dern vor staat­li­chen Insti­tu­tio­nen.

Prä­ven­ti­on & Aus­stieg

  • Bun­des­pro­gram­me wie „Demo­kra­tie leben!“ und das BfV-Pro­gramm „Wen­de­punkt“ unter­stüt­zen Aus­stiegs­be­ra­tung.
  • Kei­ne neu­en Pro­gram­me geplant, bestehen­de wer­den fort­ge­führt.

Gefah­ren­ein­schät­zung

  • Gewalt­ori­en­tier­te Sze­ne wächst abso­lut, aber nicht pro­zen­tu­al.
  • Reak­ti­ves Risi­ko: Gewalt gegen staat­li­che Maß­nah­men.
  • Akti­ves Risi­ko: Umsturz­plä­ne durch radi­ka­li­sier­te Grup­pen.
  • Ver­mi­schung mit ande­ren extre­mis­ti­schen Milieus erhöht Gefähr­dung.

Quel­le: Bun­des­tags-Druck­sa­che 21/6920

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater