Nationale Protestwelle gegen KI‑Rechenzentren
- Am Samstag sollen mindestens 125 Proteste in den USA stattfinden, organisiert von der Gruppe HumansFirst .
- Die Bewegung richtet sich gegen den raschen Ausbau von KI‑Rechenzentren, der laut Aktivisten ohne ausreichende Transparenz und Kontrolle erfolgt .
Öffentliche Ablehnung ist stark
- Laut einer Reuters/Ipsos‑Umfrage unterstützen nur 14 % der Befragten ein KI‑Rechenzentrum in ihrer eigenen Gemeinde .
- Nur ein Drittel der Amerikaner befürwortet das aktuelle Tempo des Rechenzentrumsbaus .
Politische Dimension
- HumansFirst wurde von einer ehemaligen Tea‑Party‑Aktivistin mitgegründet; die Bewegung wird aber als überparteilich beschrieben .
- Aktivisten erwarten, dass das Thema bei den Zwischenwahlen 2026 und der Präsidentschaftswahl 2028 eine Rolle spielen wird .
Gründe für den Widerstand
- Befürchtete Folgen:
- Höhere Stromkosten
- Wasserverbrauch in ohnehin trockenen Regionen (z. B. 260 Mio. Gallonen/Jahr in einem Projekt in Kalifornien)
- Umweltbelastung und mangelnde Transparenz bei Genehmigungen
Wo wird protestiert?
- Texas führt mit 16 geplanten Protesten die Liste an .
- Georgia: 11
- Kalifornien, Florida, Pennsylvania: jeweils 7 .
Stimmen aus der Bewegung
- Aktivisten beschreiben sich als politisch unterschiedlich, aber vereint durch Sorgen über „unregulierte KI“ und Ressourcenverbrauch .
- Ein Aktivist nennt den Wasserverbrauch „dystopisch“ .
Reaktion der Branche
- Die Data Center Coalition äußerte sich nicht zu den Protesten, betont aber generell, dass Rechenzentren „verantwortungsbewusste Nachbarn“ sein wollen .
Die USA erleben eine koordinierte, landesweite Protestbewegung gegen KI‑Rechenzentren. Die Kritik richtet sich vor allem gegen mangelnde Transparenz, hohe Umweltkosten und die Geschwindigkeit des Ausbaus. Das Thema entwickelt sich zu einem politischen Faktor, der über Parteigrenzen hinweg mobilisiert.