Der 24. Juli 2026 war geprägt von weitreichenden personellen Weichenstellungen im deutschen Sport und in der Politik sowie von einer sich zuspitzenden Klimakrise in Südeuropa.
Jürgen Klopp wird neuer Fußball-Bundestrainer
Nach dem enttäuschenden Ausscheiden der Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale gegen Paraguay wurde Jürgen Klopp offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt. Der 59-Jährige bezeichnete das Amt als den Höhepunkt seines beruflichen Lebens und unterschrieb einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030. Sein offizieller Dienstbeginn ist der 15. August, und sein erstes Länderspiel wird er im September gegen die Niederlande bestreiten.
Klopp bringt ein eigenes Team mit zum DFB: Der ehemalige Nationalspieler Per Mertesacker wird DFB-Geschäftsführer Sport, zudem gehören langjährige Assistenten und sein Berater zum neuen Stab. Um Klopp aus seinem laufenden Vertrag als globaler Fußballchef bei Red Bull herauszulösen, wurde eine Einigung erzielt, die eine Millionenspende an eine Konzernstiftung sowie drei Länderspiele in der Arena von RB Leipzig vorsieht. Klopp betonte, er wolle „jeden Stein umdrehen“ und den Fokus auf Leidenschaft und eine realistische Erwartungshaltung legen.
Kabinettsumbau unter Bundeskanzler Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz nutzte den Rücktritt von Jens Spahn für eine größere Umbildung seines Kabinetts, die jedoch von personellen Problemen überschattet wurde.
- Nina Warken, die bisherige Gesundheitsministerin, steigt zur Kanzleramtsministerin auf und ist damit die erste Frau auf diesem einflussreichen Posten.
- Ihr Nachfolger im Gesundheitsministerium wird Carsten Linnemann, der bisherige CDU-Generalsekretär.
- Philipp Amthor übernimmt als Staatsminister im Kanzleramt die Koordination der Bund-Länder-Beziehungen.
Der geplante Neustart verlief jedoch holprig: Der Versuch, auch Verkehrsminister Patrick Schnieder zu ersetzen, scheiterte vorerst, da der vorgesehene Nachfolger Fritz Güntzler seine Zusage kurzfristig in der Nacht zurückzog. Die Opposition sprach angesichts dieser „Personalhängepartie“ von Chaos in der Regierung.
Wirtschaftskrise bei Volkswagen
Europas größter Autobauer VW steckt in einer existentiellen Krise. Im zweiten Quartal brach der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um fast 33 % auf 1,54 Milliarden Euro ein. Hauptgründe sind schwache Verkäufe in China sowie die starke Konkurrenz durch chinesische Hersteller, die Kostenvorteile bei Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden ausnutzen. VW-Chef Oliver Blume plant ein drastisches Sparpaket: Vier Werke (Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm) stehen zur Disposition, und weltweit könnten bis zu 100.000 Stellen wegfallen.
Hitzewelle und Waldbrände in Südeuropa
Im Süden Europas hat sich die Lage in den Waldbrandgebieten dramatisch verschlechtert. In Frankreich mussten an der Atlantikküste über 100.000 Menschen (Anwohner und Touristen) in Sicherheit gebracht werden, insbesondere in der Region um Arcachon und Cap Ferret. In Spanien wurde für die Regionen Madrid und Ávila der Notstand ausgerufen, da Brände außer Kontrolle geraten sind. Experten führen die Intensität der Feuer auf die globale Erhitzung zurück, die zu extremer Trockenheit und maritimen Hitzewellen im Mittelmeer mit Wassertemperaturen bis zu 31°C geführt hat.
Wichtige Gerichtsentscheidung zu Afghanistan-Aufnahmeprogrammen
Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass die Bundesregierung Aufnahmezusagen für gefährdete Afghanen nicht pauschal widerrufen darf. Die Regierung Merz hatte die Programme der Vorgängerregierung gestoppt, doch Karlsruhe entschied, dass jeder Einzelfall individuell geprüft werden muss. Dies gibt Hunderten Menschen, die seit Jahren in Pakistan auf ihre Einreise warten, neue Hoffnung.
Internationales: US-Zölle und Ukraine-Krieg
- US-Handelspolitik: Die Regierung Trump hat kurzfristig neue Zölle zwischen 10 % und 12,5 % auf Waren aus rund 60 Ländern verhängt, darunter auch die EU. Als Begründung wurde ein angeblich zu lachscher Umgang mit Zwangsarbeit angeführt, was die EU jedoch zurückwies.
- Ukraine: Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Waffenausstellung nahe Kiew wurden mindestens 10 Menschen getötet. Die Ukraine wiederum griff russische Logistikzentren, unter anderem bei St. Petersburg, mit Hunderten Drohnen an.
Finanzmärkte und Sport-News
- Börse: Dem DAX gelang der Sprung über die 25.000-Punkte-Marke, primär getragen durch das Schwergewicht SAP, obwohl schwache VW-Zahlen und geopolitische Spannungen den Markt belasteten.
- Tour de France: Tadej Pogačar feierte auf der 19. Etappe in Alpe d’Huez seinen fünften Tagessieg und steht kurz vor dem Gesamtsieg. Die Fahrer litten unter extremer Hitze von teilweise über 40°C.
- Die Finals: Bei den deutschen Meisterschaften in Hannover gewannen unter anderem Silja Stör (Turnen) und Timo Strache (Rudern) Goldtitel.
Wetterlage in Deutschland
In Deutschland war es am Freitag, den 24. Juli, fast überall sonnig. Die Temperaturen erreichten Höchstwerte zwischen 21 und 33 Grad. Während im Norden ab und zu Wolken durchzogen, waren im äußersten Süden einzelne Gewitter möglich.
Wettervorhersage für Deutschland
- In der Nacht zum Samstag: Es kühlt angenehm ab auf Werte zwischen 14 °C an der Nordsee und 7 °C im Südosten. Der Himmel ist meist sternenklar, nur im Norden ziehen harmlose Wolken durch.
- Samstag, 25. Juli: Hochdruckeinfluss und heiße Luft aus Spanien sorgen für viel Sonnenschein. Während es im Norden wolkiger bleibt und der Westwind etwas auffrischt, wird es im Rest des Landes sonnig und heiß. Die Temperaturen erreichen verbreitet 28 bis 33 °C. Im äußersten Süden und an den Alpen können am Nachmittag und Abend einzelne Schauer und Gewitter auftreten.
- Weiterer Trend: Am Sonntag und Montag gehen die Temperaturen etwas zurück, und es besteht die Hoffnung auf Regen durch teils kräftige Schauer und Gewitter, insbesondere im Nordwesten und südlich der Donau. Ab Dienstag baut sich jedoch eine neue Hitzewelle ohne Regen auf.
