- Der südkoreanische Aktienmarkt hat in einem Monat rund 40 % verloren, was einem Wertverlust von über 2 Billionen US‑Dollar entspricht .
- Besonders betroffen sind Privatanleger, die spät eingestiegen und oft auf Kredit investiert haben .
Ursache: Single‑Stock‑Leveraged ETFs
- Diese hochgehebelten Produkte haben die größten südkoreanischen Aktien in extreme Auf‑ und Abwärtsbewegungen verwandelt .
- Sie spielten eine zentrale Rolle beim vorherigen Marktboom – und jetzt beim Absturz.
Regierungs- und Behördenreaktion
- Finanzaufsicht und Zentralbank haben sich zu Krisengesprächen getroffen .
- Neue Maßnahmen:
- Investitionsobergrenzen für einzelne gehebelte Aktien‑ETFs .
- Höhere Handelskosten für diese Produkte .
- Experten kritisieren jedoch, dass die Maßnahmen nicht weit genug gehen und die Hebelwirkung selbst nicht begrenzen – anders als in Hongkong .
Analystenmeinungen
- Einige fordern einen Stabilisierungsfonds („liquidity put“), um die Volatilität wirksamer zu reduzieren .
- Andere halten die neuen Regeln für überhastet und wenig effektiv, da bestehende Anleger nicht betroffen sind und ausländische gehebelte Produkte weiterhin handelbar bleiben .
Öffentliche Wut und Proteste
- Vor dem Parlament wurden rund 40 Trauerkränze niedergelegt – ein symbolischer Protest gegen die Regierung .
- Auf Schleifen standen Botschaften wie „Slaughtering retail investors“ .
- Der Finanzminister entschuldigte sich für die Einführung der Produkte ohne ausreichende Prüfung .
Marktlage trotz starker Unternehmenszahlen
- Trotz Rekordgewinnen von Samsung und SK Hynix (150 Billionen Won bzw. ~100 Mrd. USD Quartalsgewinn) bleibt der Markt im freien Fall .
- Der KOSPI steuert auf den größten monatlichen Verlust seiner Geschichte zu .