FIFA hat den Plan aufgegeben, Anteile an einer neuen kommerziellen Einheit rund um die WM‑Medienrechte zu verkaufen, nachdem massiver Widerstand von Verbänden, Top‑Clubs und sogar eigenen Funktionären das Projekt politisch unhaltbar gemacht hat.
Infantino stoppt das Milliardenprojekt
- FIFA‑Präsident Gianni Infantino zieht den Vorschlag zurück, eine neue kommerzielle Einheit zu schaffen, in die externe Investoren einsteigen sollten.
- Ziel war es, Medienrechte – inklusive der WM – in dieser Einheit zu bündeln und bis zu 4,2 Milliarden USD Kapital einzuwerben, basierend auf einer 20‑Milliarden‑USD‑Bewertung.
Massiver Widerstand aus allen Richtungen
- UEFA, Concacaf und die AFC drohten mit einem Boykott der WM, falls der Plan umgesetzt würde.
- Kritikpunkte: mangelnde Konsultation, Gefahr einer Veränderung der FIFA‑Governance, Einfluss privater Investoren auf Prioritäten und Einnahmenverteilung.
- Top‑Clubs wie Real Madrid, Juventus, Bayern München und Borussia Dortmund lehnten das Vorhaben ebenfalls ab.
- Auch FIFA‑eigene Führungskräfte stellten sich gegen Infantino und warfen ihm Täuschung vor.
Finanzielle Hintergründe
- FIFA argumentierte, dass die neue Struktur „den Fußball nicht verkaufen“ würde, sondern zusätzliche Werte aus Medien‑ und kommerziellen Rechten heben sollte.
- Infantino versprach den Mitgliedsverbänden zusätzliche 12 Mio. USD pro Vierjahreszyklus (insgesamt 20 Mio. USD) sowie weitere 20 Mio. USD für Infrastrukturprojekte.
- Die jüngste WM brachte 15 Milliarden USD Umsatz, davon etwa die Hälfte als Gewinn – ein Rekord.
Warum der Plan scheiterte
- Das Projekt erzeugte „Spaltungen“, die laut Infantino nicht mehr mit den ursprünglichen Zielen vereinbar waren.
- Politischer Druck, drohende Boykotte und interne Revolten machten eine Umsetzung unmöglich.