Die von der Trump‑Administration versprochene wirtschaftliche „goldene Ära“ mit Wachstumsraten von 5–6 % ist klar verfehlt worden. Die tatsächlichen Daten zeigen ein deutlich moderateres Wachstum, während die öffentliche Stimmung und Umfragen zunehmend kritisch werden.
Wichtigste Punkte
- Versprechen vs. Realität: Die Regierung hatte extrem hohe Wachstumsraten angekündigt (bis zu 6 %) – diese sind nicht eingetreten. Die tatsächliche Entwicklung bleibt deutlich darunter.
- Aktuelle Wirtschaftsdaten: Das BIP wuchs im zweiten Quartal nur um 1,5 %, nach 2,1 % im ersten Quartal. Seit Anfang 2025 liegt das Wachstum im Schnitt bei etwa 2 %.
- Öffentliche Stimmung kippt: Eine Reuters‑Ipsos‑Umfrage zeigt, dass Amerikaner erstmals seit fast zehn Jahren den Demokraten mehr wirtschaftliche Kompetenz zuschreiben als den Republikanern.
- Gründe für die schwächere Entwicklung:
- Unsicherheit durch Zölle
- Hartnäckige Inflation
- Auswirkungen des Iran‑Kriegs
- AI‑Boom als Stütze: Der Ausbau der KI‑Infrastruktur hält die Wirtschaft stabiler als erwartet, reicht aber nicht für die versprochenen Wachstumsraten.
- Experteneinschätzungen: Viele Ökonomen halten Wachstumsziele von 4–6 % für unrealistisch, da dafür ein massiver Produktivitätsschub nötig wäre.
- Interne Verteidigungen: Regierungsvertreter argumentieren, dass die Nachfrage stärker sei als die offiziellen Zahlen zeigen – etwa 3,9 % im zweiten Quartal.
- Ausblick: Ein „Nowcast“ der Atlanta Fed schätzt das laufende Quartal aktuell auf 6 % Wachstum, doch Ökonomen warnen vor großen Schwankungen zu Beginn eines Quartals.
Fazit
Die Wirtschaft wächst solide, aber weit entfernt von den ambitionierten Versprechen der Regierung. Die Diskrepanz zwischen Prognosen und Realität wird zunehmend politisch relevant – besonders vor den Midterms.