USA, das Aller­letz­te vom 26.08.2026

Nvi­dia-Quar­tals­zah­len und der KI-Inves­ti­ti­ons­zy­klus

Nvi­dia hat sei­ne mit Span­nung erwar­te­ten Zah­len für das zwei­te Quar­tal vor­ge­legt und die Erwar­tun­gen über­trof­fen. Der Umsatz belief sich auf 96,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (gegen­über einer durch­schnitt­li­chen Erwar­tung von 92,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar), das berei­nig­te EPS lag bei 2,22 US-Dol­lar, und die berei­nig­te Brut­to­mar­ge erreich­te 75 %. Der Umsatz im kri­ti­schen Rechen­zen­trums­seg­ment betrug 89 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Für das drit­te Quar­tal pro­gnos­ti­ziert Nvi­dia einen Umsatz von 108 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (+/- 2 %). Zudem gab die CFO einen sel­te­nen Aus­blick auf das Fis­kal­jahr 2028 (Kalen­der­jahr 2027) und stell­te ein jähr­li­ches Umsatz­wachs­tum von 70 % in Aus­sicht – deut­lich über dem Markt­kon­sens von 45 %. CEO Jen­sen Huang beton­te, dass die­ses Wachs­tum in einem von Ange­bots­eng­päs­sen gepräg­ten Umfeld statt­fin­det. Die neue Chip-Gene­ra­ti­on „Vera Rubin“ befin­det sich mitt­ler­wei­le in vol­ler Pro­duk­ti­on und soll im drit­ten Quar­tal bereits 20 % der Rechen­zen­trums­um­sät­ze aus­ma­chen.

Trotz die­ser Rekord­wer­te reagier­te die Aktie nach­börs­lich ver­hal­ten und ver­lor rund 2 %. Inves­to­ren sor­gen sich zuneh­mend um eine künf­ti­ge Wachs­tums­ver­lang­sa­mung, eine leich­te Mar­gen­kom­pres­si­on (mit einem erwar­te­ten Rück­gang der Brut­to­mar­gen in den nied­ri­gen 70-Pro­zent-Bereich) sowie stei­gen­de Kos­ten für Spei­cher­chips. Zudem steht Nvi­di­as Pra­xis der „zir­ku­lä­ren Finan­zie­rung“ – also die Bereit­stel­lung von Garan­tien und die Orga­ni­sa­ti­on von Dritt­ka­pi­tal für eige­ne Kun­den wie Neo-Clouds – unter genau­er Beob­ach­tung.


Infla­ti­on, Zins­ängs­te und die Fed vor Jack­son Hole

Die neu­en US-Infla­ti­ons­da­ten (PCE-Preis­in­dex) zei­gen eine wei­ter­hin hart­nä­cki­ge Teue­rung. Die Kern­ra­te stieg im Monats­ver­gleich um 0,2 % (unge­run­det 0,246 %, womit sie nur haar­scharf abge­run­det wur­de). Im Jah­res­ver­gleich ver­harrt die PCE-Kern­ra­te bei 3,3 % und die Gesamt­ra­te bei 3,7 % – bei­de deut­lich über dem Fed-Ziel von 2 %.

Star­ke Wirt­schafts­da­ten stütz­ten an die­sem Tag das Lager der geld­po­li­ti­schen Fal­ken: Die Auf­trags­ein­gän­ge für lang­le­bi­ge Güter stie­gen über­ra­schend deut­lich um 1,1 %, die per­sön­li­chen Ein­kom­men leg­ten um 0,4 % zu, und die rea­len Inlands­ver­käu­fe im zwei­ten Quar­tal wur­den auf ein star­kes Plus von 4,2 % nach oben kor­ri­giert. Infol­ge­des­sen stie­gen die US-Anlei­he­ren­di­ten an (die 2‑jährige Ren­di­te klet­ter­te zurück auf etwa 4,20 % bis 4,22 %).

Vor der am Frei­tag anste­hen­den Eröff­nungs­re­de von Fed-Chef Kevin Warsh beim Jack­son-Hole-Sym­po­si­um wächst der Markt-Druck. Wäh­rend Regio­nal­prä­si­den­ten wie Sus­an Coll­ins (Bos­ton Fed) beto­nen, dass bei aus­blei­ben­der Infla­ti­ons­ab­schwä­chung wei­te­re Zins­er­hö­hun­gen nötig sein könn­ten, erwar­tet Citi Wealths Con­rad DeQua­dros, dass der nächs­te Schritt der Fed eher eine Zins­er­hö­hung als eine Sen­kung sein wird.


Metas his­to­ri­scher 16,7‑Milliarden-Dollar-Vergleich

In einem weg­wei­sen­den Gerichts­ver­fah­ren hat sich Meta mit 29 US-Bun­des­staa­ten auf einen Ver­gleich in Höhe von 16,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (bzw. bis zu 18 Mil­li­ar­den US-Dol­lar inklu­si­ve Gebüh­ren) geei­nigt. Dem Tech­no­lo­gie­kon­zern war vor­ge­wor­fen wor­den, Face­book und Insta­gram bewusst so gestal­tet zu haben, dass sie Jugend­li­che süch­tig machen. Mit dem Ver­gleich wen­det Meta ein poten­zi­ell exis­tenz­be­dro­hen­des Urteil ab – das Unter­neh­men hat­te das Risi­ko im schlimms­ten Fall intern auf bis zu 1,4 Bil­lio­nen US-Dol­lar taxiert.

Der Ver­gleich zwingt Meta zu dras­ti­schen Pro­dukt­än­de­run­gen für den Jugend­schutz:

  • Ein­füh­rung eines täg­li­chen Nut­zungs­li­mits von maxi­mal zwei Stun­den für Jugend­li­che unter 18 Jah­ren.
  • Auto­ma­ti­sche nächt­li­che Sperr­zei­ten (12:00 Uhr nachts bis 06:00 Uhr mor­gens).
  • Stumm­schal­ten von Benach­rich­ti­gun­gen wäh­rend der Schul­zeit.
  • Ver­bot für Jugend­li­che, bestimm­te Sicher­heits­ein­stel­lun­gen ohne die aus­drück­li­che Zustim­mung der Eltern zu deak­ti­vie­ren.

Geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen, Ölprei­se und Han­dels­kon­flik­te

  • Stra­ße von Hor­muz & Iran: Iran und der Oman ver­han­deln inten­siv über einen tem­po­rä­ren mari­ti­men Kor­ri­dor (für die nächs­ten 30 bis 60 Tage) zur gemein­sa­men Minen­räu­mung und Auf­tei­lung der Pas­sa­ge­ge­büh­ren. Eine dau­er­haf­te Öff­nung der Meer­enge knüpft Tehe­ran jedoch an Bedin­gun­gen wie die Auf­he­bung der US-See­blo­cka­de. Die US-Regie­rung erhöht zeit­gleich den Druck durch neue Sank­tio­nen im Rah­men der „Ope­ra­ti­on Eco­no­mic Out­cast“. Die Ent­span­nungs­si­gna­le lie­ßen die Ölprei­se sin­ken: WTI notier­te zeit­wei­se wie­der in den 70ern und pen­del­te sich bei etwa 80 bis 82 US-Dol­lar pro Bar­rel ein.
  • US-Han­dels­kon­flik­te mit Kana­da und Chi­na: Der Zoll­streit zwi­schen den USA und Kana­da ver­schärft sich wei­ter, nach­dem der kana­di­sche Pre­mier­mi­nis­ter Mark Car­ney Ver­gel­tungs­zöl­le im Wert von 20 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ver­hängt hat. Das Wei­ße Haus prüft nun zusätz­li­che Straf­maß­nah­men. Dar­über hin­aus plant die Trump-Admi­nis­tra­ti­on neue Zöl­le in Höhe von 7,5 % auf chi­ne­si­sche Impor­te, um Peking für Markt­ver­zer­run­gen und die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung des Irans zu bestra­fen – nur weni­ge Wochen vor dem geplan­ten Staats­be­such des chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping.

Van­guard expan­diert durch M&A: Kauf von Altru­ist

In einem für sei­ne Unter­neh­mens­ge­schich­te sehr unge­wöhn­li­chen Schritt wächst der Ver­mö­gens­ver­wal­ter Van­guard durch eine Akqui­si­ti­on und über­nimmt die digi­ta­le Wealth-Manage­ment-Platt­form Altru­ist. Laut Berich­ten des Wall Street Jour­nal liegt die Bewer­tung der Trans­ak­ti­on bei rund 4 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Van­guard-CEO Salim Ram­ji und Altru­ist-CEO Jason Wenk erklär­ten, dass die­se Part­ner­schaft die Tech­no­lo­gie für unab­hän­gi­ge Finanz­be­ra­ter stär­ken und hono­rar­ba­sier­te Bera­tung für Mil­lio­nen Ame­ri­ka­ner zugäng­lich und erschwing­lich machen soll.

Die Trump-Admi­nis­tra­ti­on erwägt der­zeit die Ein­füh­rung eines neu­en Zoll­sat­zes von 7,5 % auf Impor­te aus Chi­na. Die­se Maß­nah­me steht in direk­tem Zusam­men­hang mit der ver­schärf­ten US-Außen­po­li­tik und soll als wirt­schaft­li­ches Druck­mit­tel die­nen. Die wich­tigs­ten Aspek­te und Hin­ter­grün­de die­ser neu­en Zollin­itia­ti­ve stel­len sich wie folgt dar:

1. Die offi­zi­el­len Grün­de für die neu­en Zöl­le

Die geplan­ten Zöl­le haben zwei pri­mä­re Stoß­rich­tun­gen:

  • Bestra­fung für die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung des Irans: Chi­na ist der größ­te Han­dels­part­ner des Irans und impor­tiert wei­ter­hin erheb­li­che Men­gen ira­ni­schen Öls. Da die USA mit ihrer Kam­pa­gne „Ope­ra­ti­on Eco­no­mic Out­cast“ ver­su­chen, den Iran wirt­schaft­lich voll­stän­dig zu iso­lie­ren und sei­ne Ein­nah­me­quel­len aus­zu­trock­nen, soll Chi­na für die­se andau­ern­den Han­dels­be­zie­hun­gen bestraft wer­den.
  • Vor­wurf der Markt­ver­zer­rung und Über­ka­pa­zi­tä­ten: Die US-Regie­rung wirft Peking vor, den glo­ba­len Markt mit künst­lich unter­prei­si­gen Gütern zu über­schwem­men („floo­ding the mar­ket“). Davon betrof­fen sind laut US-Anga­ben vor allem Schlüs­sel­in­dus­trien wie die Automobil‑, Zement- und Stahl­bran­che.

Die­se geplan­te 7,5‑prozentige Abga­be folgt auf bereits im Vor­mo­nat ver­häng­te, zwei­stel­li­ge Zöl­le gegen Chi­na und 59 ande­re Län­der, mit denen die USA man­gel­haf­te Maß­nah­men gegen Zwangs­ar­beit („forced labor“) sank­tio­niert hat­ten.

2. Trumps Ver­hand­lungs­tak­tik und das Timing

Das Timing der Zoll­an­kün­di­gung ist stra­te­gisch prä­zi­se gewählt:

  • Druck­mit­tel vor dem Staats­be­such: Die Dis­kus­si­on über die neu­en Zöl­le erfolgt nur weni­ge Wochen vor dem geplan­ten Staats­be­such des chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping im Wei­ßen Haus, der in etwa einem Monat statt­fin­den soll.
  • Ver­han­deln aus einer Posi­ti­on der Stär­ke: Beob­ach­ter beschrei­ben die­ses Vor­ge­hen als typisch für Trumps Ver­hand­lungs­stil. Indem er im Vor­feld des Gip­fels „Ben­zin ins Feu­er gießt“ und Unsi­cher­heit schürt, ver­sucht er, aus einer Posi­ti­on maxi­ma­ler Stär­ke her­aus zu ver­han­deln. Die Zöl­le könn­ten letzt­lich als Ver­hand­lungs­mas­se die­nen, die Trump wie­der fal­len lässt, wenn Chi­na im Gegen­zug einem für die USA vor­teil­haf­ten Abkom­men zustimmt.

3. Unglei­che wirt­schaft­li­che Aus­gangs­la­gen

Die USA gehen mit einem erheb­li­chen wirt­schaft­li­chen Vor­teil in die­se Ver­hand­lun­gen, da sich die Kon­junk­tur­da­ten bei­der Län­der stark unter­schei­den:

  • Star­ke US-Kon­junk­tur: Die US-Wirt­schaft zeigt sich trotz geo­po­li­ti­scher Span­nun­gen äußerst resi­li­ent. Das BIP-Wachs­tum ist robust, was unter ande­rem durch den mas­si­ven inlän­di­schen KI- und Rechen­zen­trums-Inves­ti­ti­ons­zy­klus ange­trie­ben wird.
  • Kon­junk­tur­flau­te in Chi­na: Chi­nas Wirt­schaft lei­det die­sen Som­mer unter einer spür­ba­ren Abküh­lung. Die hei­mi­schen Ein­zel­han­dels­um­sät­ze stie­gen zuletzt um ledig­lich mage­re 0,6 % (deut­lich unter den Erwar­tun­gen), und die Sach­an­la­gen­in­ves­ti­tio­nen (ein­schließ­lich Immo­bi­li­en und Infra­struk­tur) bra­chen von Janu­ar bis Juli um 6,7 % ein. Gleich­zei­tig stieg die urba­ne Arbeits­lo­sig­keit auf 5,2 %. Da Chi­na drin­gend auf den Export in die USA ange­wie­sen ist, hat die Trump-Admi­nis­tra­ti­on im Han­dels­streit stra­te­gisch die Ober­hand.

4. Chi­nas Hebel und Gegen­re­ak­tio­nen

Peking hat die Vor­wür­fe der Markt­über­flu­tung scharf zurück­ge­wie­sen und argu­men­tiert, dass neue Zöl­le und Sank­tio­nen die ohne­hin ange­spann­ten Bezie­hun­gen nur wei­ter eska­lie­ren las­sen.

Obwohl die USA wirt­schaft­lich im Vor­teil sind, ver­fügt Chi­na über ein poten­zi­el­les Druck­mit­tel am Finanz­markt: Chi­na hat sei­ne Bestän­de an US-Schul­den über die letz­ten zwei Jahr­zehn­te zwar kon­ti­nu­ier­lich abge­baut, hält aber mit rund 640 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (ca. 2 % der gesam­ten aus­ste­hen­den US-Schul­den) immer noch die dritt­größ­te Posi­ti­on an US-Staats­an­lei­hen welt­weit. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass die US-Gesamt­ver­schul­dung kürz­lich die his­to­ri­sche Mar­ke von 40 Bil­lio­nen US-Dol­lar über­schrit­ten hat, war­nen Öko­no­men, dass ein geziel­ter Boy­kott oder Ver­kauf von US-Anlei­hen durch Chi­na zu Tur­bu­len­zen bei US-Zins­auk­tio­nen füh­ren und die Refi­nan­zie­rungs­kos­ten für die USA in die Höhe trei­ben könn­te.


Der jüngs­te Kurs­an­stieg und die makro­öko­no­mi­schen Trei­ber

Bit­co­in ver­zeich­ne­te in der ver­gan­ge­nen Woche einen mas­si­ven Kurs­an­stieg von rund 25 %. Die­ser Zuwachs stellt den größ­ten wöchent­li­chen pro­zen­tua­len Gewinn seit etwa drei Jah­ren dar. Die Ral­lye kata­pul­tier­te die Kryp­to­wäh­rung kurz­zei­tig über die Mar­ke von 80.000 US-Dol­lar – ein Niveau, das seit Mai nicht mehr erreicht wor­den war, nach­dem der Kurs zuvor mona­te­lang in einer engen Span­ne zwi­schen 60.000 und 70.000 US-Dol­lar sta­gnier­te.

Als ein wesent­li­cher Trei­ber gilt die Sor­ge vor einer Abwer­tung des US-Dol­lars („Deba­se­ment Trade“). Aus­ge­löst wur­de die­se Dis­kus­si­on durch den Anlei­he­kauf­plan von Scott Bes­son, der eine erheb­li­che Ver­kaufs­wel­le beim US-Dol­lar nach sich zog. Die­se Inter­ven­ti­on am Anlei­he­markt beleb­te die Debat­te über die schüt­zen­den Eigen­schaf­ten von Bit­co­in gegen Infla­ti­on wie­der und schuf das pas­sen­de makro­öko­no­mi­sche Umfeld für den Aus­bruch aus der vor­an­ge­gan­ge­nen Flau­te.

Regu­la­to­ri­sche Impul­se und poli­ti­sche Unter­stüt­zung

Neben den makro­öko­no­mi­schen Fak­to­ren spie­len regu­la­to­ri­sche Ent­wick­lun­gen eine ent­schei­den­de Rol­le für den Auf­wärts­trend. Zwar stockt der­zeit die Ver­ab­schie­dung des wich­ti­gen US-Kryp­to-Geset­zes namens „Cla­ri­ty Act“, doch gab es ein viel­be­ach­te­tes Tref­fen zwi­schen Donald Trump und Bran­chen­ver­tre­tern. Bei die­sem Tref­fen sprach Trump dem Sek­tor sei­ne Unter­stüt­zung aus, for­der­te die Gesetz­ge­ber auf, das Gesetz vor­an­zu­brin­gen, und deu­te­te an, dass bestimm­te Kryp­to-Instru­men­te in die USA geholt wer­den sol­len bzw. die CFTC (Com­mo­di­ty Futures Tra­ding Com­mis­si­on) dies anstre­be.

Obwohl die Kryp­to­märk­te im ers­ten Halb­jahr trotz eines his­to­risch güns­ti­gen regu­la­to­ri­schen Umfelds in den USA schwä­chel­ten, deu­ten die mas­si­ven Zuflüs­se in US-ame­ri­ka­ni­sche Bit­co­in-ETFs dar­auf hin, dass es sich dies­mal um eine sub­stan­zi­el­le­re Ral­lye han­delt als in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit. Bran­chen­ver­tre­ter äußern sich ent­spre­chend opti­mis­tisch und pro­gnos­ti­zie­ren bereits neue Höchst­stän­de bis zum Jah­res­en­de, auch wenn Beob­ach­ter die­se Nach­hal­tig­keit noch vor­sich­tig bewer­ten.

Geo­po­li­ti­sche Inte­gra­ti­on und das Ende der staat­li­chen Unab­hän­gig­keit

Ein tief­ge­hen­der Wan­del voll­zieht sich bei der ver­meint­li­chen Rol­le von Kryp­to­wäh­run­gen als „Alter­na­ti­ve“ zum klas­si­schen, dol­lar­ba­sier­ten Finanz­sys­tem. Die Ver­gan­gen­heit, in der Kryp­to als anar­chis­ti­sches Sys­tem außer­halb staat­li­cher Kon­trol­le funk­tio­nier­te, gehört zuneh­mend der Ver­gan­gen­heit an. Statt­des­sen bin­den sich digi­ta­le Assets immer stär­ker an das US-Finanz­sys­tem an.

Ein kla­res Bei­spiel hier­für sind die welt­weit größ­ten Sta­b­le­co­ins wie Tether (USDT) und USDC. Tether, das in den USA einst kri­tisch gese­hen wur­de, agiert mitt­ler­wei­le als eine Art Ver­bün­de­ter der US-Regie­rung. Das Unter­neh­men ver­weist regel­mä­ßig auf die Koope­ra­ti­on mit Regu­lie­rungs­be­hör­den beim Ein­frie­ren ille­ga­ler Ver­mö­gens­wer­te. So war Tether im ver­gan­ge­nen Jahr an einer gro­ßen Beschlag­nah­mung betei­ligt, bei der die USA Gel­der ein­fro­ren, die von der ira­ni­schen Zen­tral­bank genutzt wur­den. Die­se staat­li­che Koope­ra­ti­on gewinnt an Bedeu­tung, da die US-Regie­rung ver­sucht, die finan­zi­el­len Res­sour­cen des Irans ein­zu­schrän­ken, und dabei auch digi­ta­le Ver­mö­gens­wer­te gezielt ins Visier nimmt.


Man beschäf­tigt sich mit ame­ri­ka­ni­scher Poli­tik nicht aus Ame­ri­ka-Fas­zi­na­ti­on, son­dern aus deut­schem Eigen­in­ter­es­se.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater