1. Zentrale Ergebnisse im Überblick
- Umsatzentwicklung im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 (kalender- und saisonbereinigt):
- Real (preisbereinigt): –1,7 %
- Nominal (nicht preisbereinigt): –1,4 %
- Umsatzentwicklung im Juni 2026 gegenüber Juni 2025 (Vorjahresmonat):
- Real: –0,4 %
- Nominal: +2,7 %
Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) verzeichnete damit im Juni 2026 sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich einen realen Umsatzrückgang. Nominal hingegen gab es gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Anstieg, was auf Preiseffekte zurückzuführen ist.
2. Entwicklung nach Branchen (Vormonatsvergleich, real)
Die größten Rückgänge gegenüber Mai 2026 gab es in folgenden Bereichen:
- Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: –2,3 %
- Grundstücks- und Wohnungswesen: –1,8 %
- Verkehr und Lagerei: –1,6 %
- Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z. B. Vermietung beweglicher Sachen, Arbeitskräfteüberlassung): –1,6 %
- Information und Kommunikation: –1,3 %
Alle genannten Branchen lagen somit im Minus, wobei die Spanne von –1,3 % bis –2,3 % reichte.
Fazit: Die Umsätze im deutschen Dienstleistungssektor (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) gingen im Juni 2026 real sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr zurück. Der nominale Anstieg im Vorjahresvergleich deutet auf Preiseffekte hin. Besonders betroffen waren freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Die Methodik erlaubt eine differenzierte konjunkturelle Einordnung, wobei Revisionen berücksichtigt werden müssen.