Star­ker US-Arbeits­markt nimmt der Fed den Druck für Zins­sen­kun­gen

US-Arbeits­markt­be­richts für August 2026:

Die Beschäf­ti­gung außer­halb der Land­wirt­schaft stieg im August um 162.000 Stel­len. Gleich­zei­tig blieb die Arbeits­lo­sen­quo­te unver­än­dert bei 4,1 %, mit rund 7,0 Mil­lio­nen Arbeits­lo­sen.

Beson­ders vie­le neue Jobs ent­stan­den in der Gas­tro­no­mie (+59.000) und im kom­mu­na­len Bil­dungs­we­sen (+42.000). Auch das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be leg­te wei­ter zu (+16.000). Dage­gen ver­lor der Infor­ma­ti­ons­sek­tor 23.000 Stel­len, unter ande­rem bei IT-Infra­struk­tur, Publi­shing und Rund­funk.

Die Erwerbs­quo­te stieg leicht auf 61,6 %. Posi­tiv ist außer­dem, dass die Zahl der Men­schen, die aus wirt­schaft­li­chen Grün­den nur Teil­zeit arbei­te­ten, um 414.000 auf 4,4 Mil­lio­nen sank.

Die durch­schnitt­li­chen Stun­den­löh­ne stie­gen im August um 0,3 % auf 37,75 US-Dol­lar. Im Ver­gleich zum Vor­jahr lagen sie 3,1 % höher. Die durch­schnitt­li­che Wochen­ar­beits­zeit erhöh­te sich leicht auf 34,4 Stun­den.

Außer­dem wur­den die Beschäf­ti­gungs­zah­len für Juni und Juli nach oben kor­ri­giert: Zusam­men gab es 55.000 Stel­len mehr als zuvor gemel­det.

Fazit: Der Bericht fällt ins­ge­samt robust aus: soli­des Beschäf­ti­gungs­wachs­tum, sta­bi­le Arbeits­lo­sig­keit und wei­ter stei­gen­de Löh­ne. Auf­fäl­lig ist, dass der Stel­len­zu­wachs stark von ein­zel­nen Berei­chen wie Gas­tro­no­mie und öffent­li­cher Bil­dung getra­gen wur­de, wäh­rend der Infor­ma­ti­ons­sek­tor wei­ter Stel­len abbaut.

Für die Fed ist die­ser Arbeits­markt­be­richt eher ein haw­ki­shes Signal: Er nimmt Druck her­aus, die Zin­sen zu sen­ken, und erhöht eher die Wahr­schein­lich­keit, dass die Fed die Zin­sen unver­än­dert lässt oder sogar anhebt.

Der ent­schei­den­de Punkt ist die Kom­bi­na­ti­on: +162.000 neue Stel­len, eine sta­bi­le Arbeits­lo­sen­quo­te von 4,1 % und Lohn­wachs­tum von 3,1 % gegen­über dem Vor­jahr. Der Arbeits­markt wirkt damit nicht so schwach, dass die Fed aus Beschäf­ti­gungs­grün­den drin­gend lockern müss­te. Beson­ders bemer­kens­wert ist, dass die 162.000 deut­lich über dem durch­schnitt­li­chen monat­li­chen Stel­len­zu­wachs der vor­he­ri­gen zwölf Mona­te von nur 31.000 lie­gen.

Aktu­ell ver­schiebt genau das auch die Markt­er­war­tun­gen: Nach Ver­öf­fent­li­chung des Berichts stieg laut Reu­ters die vom Markt ein­ge­preis­te Wahr­schein­lich­keit einer Zins­er­hö­hung beim Sep­tem­ber-Tref­fen auf etwa 65 %, gegen­über rund 55 % zuvor.

Für die Fed bleibt jetzt vor allem die Infla­ti­on aus­schlag­ge­bend. Fed-Gou­ver­neur Chris­to­pher Wal­ler hat­te erst ges­tern signa­li­siert, dass er bei wei­ter nach­las­sen­dem Infla­ti­ons­druck eher für unver­än­der­te Zin­sen wäre. Gleich­zei­tig liegt die Infla­ti­on wei­ter­hin ober­halb des 2%-Ziels.

Kurz gesagt:

Schwa­cher Arbeits­markt → Zins­sen­kung wahr­schein­li­cher
Die­ser star­ke Arbeits­markt­be­richt → Zins­sen­kung deut­lich unwahr­schein­li­cher
Star­ke Infla­ti­ons­da­ten nächs­te Woche → Zins­er­hö­hung wahr­schein­li­cher
Über­ra­schend schwa­che Infla­ti­ons­da­ten → eher „Pau­se“ statt Erhö­hung

Mein Basis­sze­na­rio aus den heu­ti­gen Infor­ma­tio­nen wäre daher: Die Fed kann es sich leis­ten, restrik­tiv zu blei­ben. Der Jobs Report allein spricht eher für Hold/Hike als für Cut. Die Infla­ti­ons­zah­len vor der Sit­zung dürf­ten jetzt den Aus­schlag zwi­schen „unver­än­dert“ und „+25 Basis­punk­te“ geben.


Wie hilf­reich war die­ser Bei­trag?

Kli­cke auf die Ster­ne um zu bewer­ten!

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Bis­her kei­ne Bewer­tun­gen! Sei der Ers­te, der die­sen Bei­trag bewer­tet.

Es tut uns leid, dass der Bei­trag für dich nicht hilf­reich war!

Las­se uns die­sen Bei­trag ver­bes­sern!

Wie kön­nen wir die­sen Bei­trag ver­bes­sern?

Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater