Start des Cybercab‑Robotaxi-Dienstes
- Tesla hat in Austin, Texas, die Cybercab-Robotaxis eingeführt – zweisitzige Fahrzeuge ohne Lenkrad, Pedale oder Spiegel.
- Die Fahrten sollen für alle verfügbar sein; Tesla nannte Preispläne, aber ohne klare Aussage, ob bereits Gebühren erhoben werden.
Regulatorische Probleme & Untersuchungen
- Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat unmittelbar nach dem Start eine Prüfung von rund 1.000 Cybercabs eingeleitet, um die Einhaltung der Sicherheitsstandards zu bewerten.
- Experten bezweifeln, dass die Cybercabs die Federal Motor Vehicle Safety Standards erfüllen können, da diese auf Fahrzeuge mit manuellen Bedienelementen ausgelegt sind.
- Tesla könnte versuchen, durch Selbstzertifizierung statt offizieller Genehmigung die Fahrzeuge dennoch auf die Straße zu bringen – ein Vorgehen, das rechtliche Konflikte auslösen könnte.
Grauzonen & mögliche Rechtsstreitigkeiten
- Die USA erlauben Herstellern, neue Fahrzeuge selbst zu zertifizieren, statt vorab eine Genehmigung einzuholen. Tesla könnte diese Grauzone nutzen.
- Frühere Fälle wie Amazon Zoox zeigen jedoch, dass die NHTSA Selbstzertifizierungen anfechten kann.
- Ehemalige NHTSA-Beamte halten einen Gerichtsprozess zwischen Tesla und der Behörde für wahrscheinlich – und betonen, dass die Behörde solche Fälle nicht immer gewinnt.
Technische Zweifel
- Tesla behauptet, sein Full Self-Driving sei bis zu zehnmal sicherer als menschliche Fahrer und habe in Austin keine tödlichen Unfälle verursacht.
- Ehemalige Tesla-Mitarbeiter berichten jedoch, dass das System weiterhin Probleme mit grundlegenden Fahrmanövern habe.
- Experten bezweifeln, dass Tesla derzeit ein System besitzt, das breit und zuverlässig ohne konventionelle Bedienelemente eingesetzt werden kann.
Strategische Bedeutung
- Der Cybercab ist zentral für Musks Strategie, Tesla zu einem Robotik- und Softwareunternehmen zu transformieren.
- Teslas Bewertung liegt bei 1,4 Billionen USD, höher als mehrere große Autohersteller zusammen.